Hamm in alten Ansichten Band 2

Hamm in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Maria Perrefort
Gemeente
:   Hamm
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6700-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hamm in alten Ansichten Band 2'

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69. "Sieger ohne Sieg", 1958

Von 1924 bis zum heutigen Tag beschert das Amateur-Theater der Waldbühne in Heessen dem begeisterten Publikum abwechslungsreiche Spielpläne. Im Sommer 1958 stand die Uraufführung des Stückes "Sieger ohne Sieg" von dem zeitgenössischen Dichter und Dramatiker Erwin Sylvanus (1917 -1985) auf dem Programm. Damit setzte die Laienspielschar einen neuenAkzent und begann die künstlerischeAuseinandersetzung mit dem Zweiten Weltkrieg. In den dreißiger [ahren hatte das Theater die Kriegsstimmung aufgegriffen und brachte 1936 mit Ferdinand von Schill einen preußischen Kämpfer gegen das napoleonische Frankreich auf die Bühne, 1938 mit "Der alte Dessauer" einen preußischen Feldmarschall. Zwischen 1939 und 1945 fanden keine Aufführungen statt. Die Programme der [ahre der Nachkriegszeit bis 1957 waren häufig religiösen Themen gewidmet und zeugten sowohl von einer gewissen Nachdenklichkeit als auch von einem Rückzug ins Private. "Sieger ohne Sieg" ist eineAuseinandersetzung mit dem Krieg, den der engagierte Dramatiker allerdings ins 15. Jahrhundert verlegte.

70. Hammer Osten, 1954

Von Norden aus nach Süden sind die Lippe, der Datteln-Hamm-Kanal, das ]ahnfreibad und das ]ahnstadion - früher "großer Exerzierplatz" - zu sehen. Ganz links im Bild befindet sich der Wetterschacht der Zeche Sachsen im Bau: Im Hammer Osten vermutete man Kohle, und nachdem das Bergwerk für 350000 DM die Zustimmung zum Bau des Schachts von der Kurparkgesellschaft erkauft hatte, machte man sich an die Arbeit. Am 18. November 1955 vermeldete der WAK den Durchschlag des "Kurparkschachtes" , unter dem mächtige Flöze ruhten. Oberbürgermeister Werner Figgen (1956-1964) signalisierte die Zustimmung zum Abbau, sollte die Bergwerksgesellschaft ihren VerwaItungssitz in die Stadt verlegen. Am Ende schreckte die Märkische Steinkohlengesellschaft aber vor dem Projekt zurück, denn einerseits gab es beträchtliche technische Probleme beim Abbau untertage, und andererseits fürchtete man Unsummen an Entschädigung für unkalkulierbare Bergschäden.

71. Zeche Maximilian, September 1913

Die Aufnahme zeigt die denkmalgeschützte "Elektrische Centrale mit Luftkompressoren" der Zeche Maximilian in Werries, die als zweites Bergwerk in Hamm die Arbeit aufnahm. Schon 1914 kam es zu Problemen bei der Kohleförderung. Zahlreiche Arbeiter von Maximilian wurden nach Herne zur Zeche Mont-Cenis, nach Ahlen oder Heessen verlegt. 1943 gab man die Tagesanlagen auf. Das Gelände diente in den vierziger [ahren als Sammelstelle für Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen, verschleppte Kinder und Kriegsgefangene. Nach 1945 war dort die Zentralstelle der CARE-Aktion. Heute dient das Zechengelände als Freizeitpark, und die übrigen Gebäude werden für kulturelle Veranstaltungen genutzt.

72. Volksküche, Mai 1924

In einem Schuppen an der Frammstraße/Ecke Neefstraße richteten politisch engagierte Frauen und Männer aus Braam-Ostwennemar eine Volksküche ein. Kartoffelsuppe und Brat standen für die ausgesperrten Bergleute auf dem Speiseplan. Seit 1924 verloren die Arbeiter kontinuierlich an politischem Gewicht in der jungen Republik, und die Betriebsführungen setzten sich wieder durch. Die Gewerkschaften versuchten in dieser angespannten Situation Streiks zu vermeiden. Dass die Beschäftigungszahlen im Bergbau um 40-50 Prozent sanken, konnten sie mit dieser Strategie allerdings nicht verhindern.

73. Freibad Werries, 1 935

Das Foto zeigt von rechts Ernst, Erni und Maria Haarmann und Hannelore, Wilhelmine und Willi Strathmann. Die anderen Personen sind nicht bekannt.

Lange bevor die Gemeinde Werries 1967 aufBetreiben von Bürgermeister Adalbert Morawietz ein modernes Schwimmbad erhielt -1996 wurde es geschlossen, 1998 abgebrochen -, erfrischten sich die Menschen bei km 42, 1 im Lippe-Seiten-Kanal, der mit einfachen Mitteln zum Freibad ausgebaut worden war. Das Gelände hatte der Konzern der Zeche Maximilian zur Verfügung gestellt. Die Nationalsozialisten vor Ort erweiterten das Bad um ein betoniertes Nichtschwimmerbecken und weihten es mit einem Festakt Pfingsten 1933 neu ein. Männer des RAD badeten dort unentgeltlich, nach 1945 konnten sich an dieser Stelle die ehemaligen russischen Gefangenen vom Maximilian-Gelände waschen. Mit Gesang zogen sie von der Zeche über die Kaiserstraße zum Freibad, heißt es.

74. Alter UentroperWeg, undatiert

Die Ansichtskarte zeigt die Straße von Osten nach Westen vermutlich um die Mitte der sechziger [ahre. Links zweigt die Frommstraße ab, während es rechts in den Kanalweg geht, der heute Am Wellenbad heißt. Vorne rechts teilten sich Malermeister JosefBuschkrei und Zeitung Hoffmann ein Ladengeschäft, hinter der Gartenf1äche liegt das Lebensmittelgeschäft von Anna Vohs, dann die Glückauf-Apotheke von Hellmut vom Lehn, der bis 1951 an der Frommstraße 17 -19 arbeitete. Im vierten Haus folgt Schuhhaus Heinrich Westhues, dann Haushaltswaren Luig und schließlich das Geschäft von Adele Bertram.

7S. Uentrop, 2S.Juni 1964

Bei den Neubauten im Bildzentrum handelt es sich um die VEW-Siedlung, die im Rahmen des Kraftwerkbaus in Schmehausen erstellt wurde. "Schmehausen zwischen Heute und Morgen. Ein Dorf muß sterben, Industrielawine walzt den Norden platt, Höfe werden verschwinden, Stadt Hamm verliert ihre östliche grüne Lunge", so beklagte der WAK am 3. November 1956 den Verlust des alten Dorfes. Oben im Bild ist der alte Ortskern von Uentrop zu sehen; die Zollstraße führt vorbei zum Adelssitz Haus Uentrop, das links oben im Bild inmitten einesWaldstückes zu sehen ist. Die Mühlenstraße bzw. der Alte UentroperWeg am rechten Bildrand verbindet das Dorf mit der Stadt Hamm.

76. Lippe in Uentrop, 14. März 1966

Die ehemalige Mühle ist ganz links im Bild an der Lippeschleuse zu sehen. Sie wurde nach einem Brand 1971 zu einem Wohnhaus umgebaut. Dort liegt auch das Betriebsgebäude mit Schlosserei, und in der Mitte befindet sich das Kraftwerk; das kommunale Elektrizitätswerk Uentrop an der Lippe, ein Wasserkraftwerk, hatte auf Initiative des Freiherrn von der Recke die Gemeinde Uentrop seit 1913 mit Elektrizität versorgt und wurde 1964 außer Betrieb genommen. Diese Gebäude werden heute von den Kanuten als Bootshaus genutzt. Im Hintergrund ist die Kirche von Dolberg zu sehen und rechts das Haus des Schleusenwärters.

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