Harburg in alten Ansichten Band 2

Harburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Irene Schmidt
Gemeente
:   Harburg
Provincie
:   Hamburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3015-8
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Harburg in alten Ansichten Band 2'

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109. Als Eißendorfer Männer den Entschluß gefaßt hatten, ein Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs aufzustellen, wurden Vorbereitungen getroffen, einen stattlichen Findlung zu beschaffen. Am 12. April 1932 wird von einem Feld bei Nenndorf der Stein mit vereinten Kräften an den Wagen gezogen. Nach zwei Stunden liegt der Sû-Zentner-Stein auf dem Wagen. Sichtlich stolz auf die geleistete Arbeit sind Fr. Behrmann, A. Maack, F. Jobst, v. Elling, V. und H. Otte, H. Baden und H. Moje. Das fertige Ehrenmahl konnte dann bei einer Weiherede von Pastor E. Meyer in Augenschein genommen werden.

110. Bild oben: der Holzsäger Joharm Peter Meyer aus Beckedorf erwarb 1859 das fünf Jahre zuvor neu erbaute Nebenwohnhaus in Eißendorf 'am Heimfelder Wege' belegen, von dem Kleinköthner Heinrich Jürgens für elfhundert Thaler, um eine Abbauerstelle zu errichten. Etwa fünfzig Jahre später entstand diese Fotografie von dem Haus in der heutigen Weusthoffstraße. Vor dem Grundstück stand inzwischen sein Enkelkind Adele Hoppe. Das hohe Schild an der linken Bildseite weist auf die Gastwirtschaft Sahling in Eißendorf hin.

Bild links: als die Mutter von Adele Hoppe 1903 gestorben war, führte eine Verwandte - Fräulein Doris Albers - vorübergehend den Haushalt, Hier sitzt sie an der dorfseitigen Giebelwand mit zwei Kindern.

111. Vor rund fünfzig Jahren ist die Weusthoffstraße (früher Bartelsstraße) verbreitert worden, um den im Kommen begriffenen Autoverkehr aufzunehmen. Das Haus von Georg Wollmann stand damals dem Straßenbau im Weg und wurde abgebrochen. Die in Bildmitte stehende Eiche durfte stehenbleiben. Jetzt ist ein weiterer Ausbau der Weusthoffstraße geplant. Ob die alte Eiche diesmal wieder überleben darf?

112. Die alte Polizeiwache an der Ecke Friedhofstraße/Große Straße ist 1973 abgerissen worden. Das Gebäude stammte aus dem Jahre 1859 und war damals als zweite Schule Eißendorfs gebaut. Eißendorf hatte schon früh eine eigene Schule. Im Harburger Amtslagerbuch war 1667 schon festgelegt, daß außer den Eißendorfer Kindern die Schule auch von den Kindern aus Heimfeld besucht wurde. Um die Jahrhundertwende schrieb Alwine Predöhl diese Postkarte an Mariechen Jürgens in Eißendorf.

113. Einen schwungvollen Bogen machte die Große Straße früher um das Gillichsche Haus. Vorbesitzer des einst bäuerlichen Anwesens war Femerling in Eißendorf. In jahrelanger Bautätigkeit ist die Große Straße nun begradigt worden. Mit Neuanpflanzungen hat sich aus dem ländlichen Eißendorf mehr und mehr ein Stadtviertel Hamburgs entwickelt.

114. Dem Straßenbau mußte Böttchers Haus in der Großen Straße weichen. Obstbäume sind die letzten Zeugen der einstigen Kleinköthnerstelle. Heute wird man sich noch gut an das etwas tiefer gelegene Haus zwischen W orthmann und Gillich, gegenüber der einmündenden Triftstraße erinnern, denn die Bewohner waren alteingesessene Eißendorfer, doch schon bald wird die Verlegung und Neugestaltung der Straße in diesem Bereich so selbstverständlich sein, daß erst ein Bliek auf vergilbte Fotos die Vergangenheit wieder aufleben läßt.

Das Foto unten zeigt die Familie Böttcher um die Jahrhundertwende an der Seite ihres Hauses, Die Wetterseite war bis zum Erdboden mit Ziegeln verkleidet.

115. Die Triftstraße war 1903 ein mit Buschwerk bestandener Sandweg, aber auch die Große Straße zeigt sich noch als eine richtige Dorfstraße. Vor dem alten Fachwerkhaus von Fritz Clasen scheint sich fast die gesamte Dorfjugend versammelt zu haben. Durch starke Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurden Wiederherstellungsarbeiten so ausgeführt, daß das einstige Bauernhaus nicht mehr zu erkennen ist.

116. 'Jürgens an'n Klütenbarg,' heißt es in dem überlieferten Dorfreim aus Eißendorf. Bis zum Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts stand das alte Haus des Kleinköthners dort in der Triftstraße. Bei einern Gewitter brannte das Haus ab. Nicht umsonst hatte man auf dem Land früher große Angst vor Blitz und Donner. Da saß dann meistens die gesamte Familie mit dem wichtigsten Hab und Gut zusammen, bereit, im Notfall das Nötigste zu retten. 1906 wurde dann das hier abgebildete Haus neu gebaut und vor rund zwanzig Jahren von Hans Heinrich Jürgens vollständig renoviert und modernisiert.

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117. Vor einem Jahrhundert war es in den südlich um Harburg gelegenen Dörfern noch so still und verträumt wie in abgelegenen Heidedörfern. In den Wäldern gab es reichlich Bickbeeren, so daß das Bickbeerenpflücken sich als einträglicher Erwerbszweig lohnte. Diese Postkarte aus Eißendorf zeugt von der ländlichen Abgeschiedenheit von einst und zeigt eine alte Kate oberhalb der Kleinen Straße.

118. Der Bauernsohn Hermann Martens aus Eißendorf wollte als Nachgeborener nicht bei seinem Bruder auf dem Hof als Häusling sein Leben fristen. Er zog es vor, sich ein Stück Land bei der 'sogenannten Majestätischen Aussicht' zu kaufen, um dort einen Ausschank zu errichten. Manch einer im Dorf wird über seinen Plan gespottet haben, aber Peter Reinecke muß ihm vertraut haben, denn er bürgte mit Haus und Hof dafür. Als das Haus fertig war, trug Hermann Martens eine stattliche Anzahl Lindenbäume zu seinem Grundstück und pflanzte sie um das Haus. Das sind nun gut 120 Jahre her. Um die Jahrhundertwende entstand dann dieses Foto. Es zeigt von links den Sohn Hermann mit dem 'Musikus' Meinecke und an der Hauswand sitzt Emmi Martens, die nach Marmstorf in Flügges Hof geheiratet hat. Eine Kutsche mit Gasten hält vor dem Haus. Die Damen haben ihre Schirme zum Schutz gegen die Sonne aufgespannt.

109. Als Eißendorfer Männer den Entschluß gefaßt hatten, ein Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs aufzustellen, wurden Vorbereitungen getroffen, einen stattlichen Findlung zu beschaffen. Am 12. April 1932 wird von einem Feld bei Nenndorf der Stein mit vereinten Kräften an den Wagen gezogen. Nach zwei Stunden liegt der Sû-Zentner-Stein auf dem Wagen. Sichtlich stolz auf die geleistete Arbeit sind Fr. Behrmann, A. Maack, F. Jobst, v. Elling, V. und H. Otte, H. Baden und H. Moje. Das fertige Ehrenmahl konnte dann bei einer Weiherede von Pastor E. Meyer in Augenschein genommen werden.

110. Bild oben: der Holzsäger Joharm Peter Meyer aus Beckedorf erwarb 1859 das fünf Jahre zuvor neu erbaute Nebenwohnhaus in Eißendorf 'am Heimfelder Wege' belegen, von dem Kleinköthner Heinrich Jürgens für elfhundert Thaler, um eine Abbauerstelle zu errichten. Etwa fünfzig Jahre später entstand diese Fotografie von dem Haus in der heutigen Weusthoffstraße. Vor dem Grundstück stand inzwischen sein Enkelkind Adele Hoppe. Das hohe Schild an der linken Bildseite weist auf die Gastwirtschaft Sahling in Eißendorf hin.

Bild links: als die Mutter von Adele Hoppe 1903 gestorben war, führte eine Verwandte - Fräulein Doris Albers - vorübergehend den Haushalt, Hier sitzt sie an der dorfseitigen Giebelwand mit zwei Kindern.

111. Vor rund fünfzig Jahren ist die Weusthoffstraße (früher Bartelsstraße) verbreitert worden, um den im Kommen begriffenen Autoverkehr aufzunehmen. Das Haus von Georg Wollmann stand damals dem Straßenbau im Weg und wurde abgebrochen. Die in Bildmitte stehende Eiche durfte stehenbleiben. Jetzt ist ein weiterer Ausbau der Weusthoffstraße geplant. Ob die alte Eiche diesmal wieder überleben darf?

112. Die alte Polizeiwache an der Ecke Friedhofstraße/Große Straße ist 1973 abgerissen worden. Das Gebäude stammte aus dem Jahre 1859 und war damals als zweite Schule Eißendorfs gebaut. Eißendorf hatte schon früh eine eigene Schule. Im Harburger Amtslagerbuch war 1667 schon festgelegt, daß außer den Eißendorfer Kindern die Schule auch von den Kindern aus Heimfeld besucht wurde. Um die Jahrhundertwende schrieb Alwine Predöhl diese Postkarte an Mariechen Jürgens in Eißendorf.

113. Einen schwungvollen Bogen machte die Große Straße früher um das Gillichsche Haus. Vorbesitzer des einst bäuerlichen Anwesens war Femerling in Eißendorf. In jahrelanger Bautätigkeit ist die Große Straße nun begradigt worden. Mit Neuanpflanzungen hat sich aus dem ländlichen Eißendorf mehr und mehr ein Stadtviertel Hamburgs entwickelt.

114. Dem Straßenbau mußte Böttchers Haus in der Großen Straße weichen. Obstbäume sind die letzten Zeugen der einstigen Kleinköthnerstelle. Heute wird man sich noch gut an das etwas tiefer gelegene Haus zwischen W orthmann und Gillich, gegenüber der einmündenden Triftstraße erinnern, denn die Bewohner waren alteingesessene Eißendorfer, doch schon bald wird die Verlegung und Neugestaltung der Straße in diesem Bereich so selbstverständlich sein, daß erst ein Bliek auf vergilbte Fotos die Vergangenheit wieder aufleben läßt.

Das Foto unten zeigt die Familie Böttcher um die Jahrhundertwende an der Seite ihres Hauses, Die Wetterseite war bis zum Erdboden mit Ziegeln verkleidet.

115. Die Triftstraße war 1903 ein mit Buschwerk bestandener Sandweg, aber auch die Große Straße zeigt sich noch als eine richtige Dorfstraße. Vor dem alten Fachwerkhaus von Fritz Clasen scheint sich fast die gesamte Dorfjugend versammelt zu haben. Durch starke Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurden Wiederherstellungsarbeiten so ausgeführt, daß das einstige Bauernhaus nicht mehr zu erkennen ist.

116. 'Jürgens an'n Klütenbarg,' heißt es in dem überlieferten Dorfreim aus Eißendorf. Bis zum Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts stand das alte Haus des Kleinköt

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