Harburg in alten Ansichten Band 2

Harburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Irene Schmidt
Gemeente
:   Harburg
Provincie
:   Hamburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3015-8
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Harburg in alten Ansichten Band 2'

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59. Dort, wo noch zu Beginn unseres Jahrhunderts die Größköthnerstelle von Heinrich Langbeek in Wilstorf gelegen hat, entstanden später die Grünanlagen mit Sitzbänken und Spielplatz. Ausrangierte Eisenbahnwagen sollen zum Jungmädelheim ausgebaut worden sein. Für die Straßenbahnhaltestelle 'Heckengang' gab es zwei Fußgängennseln in der Winsener Straße - je Fahrtrichtung eine. An der Selterbude ist so mancher Groschen umgesetzt worden. Alte Eichen im Hintergrund verbergen die Höfe Behr und Albers I.

60. Hier ersteht vor unseren Augen noch einmal der Lebensraum eines echten Wilstorfers: Heinrich A1bers I, in der Winsener Straße Nr. 81. Dies ist das alte, nach der Franzosenzeit erbaute Fachwerkhaus mit der gepflegten Gartenanlage. Ein Tulpenbaum erfreute in jedem Frühling Besitzer und Vorübergehende gleichermaßen mit seiner reichen Blütenpracht, Links stand ein Walnußbaum, unter dem so manches Mal eine Musikkapelle zu besonderen Anlässen aufgespielt hat, Der gelbe Sand auf den Wegen entstammte den Sandkuhlen am Frankenberg. Der Sand war so gut, daß der Weg schon nach wenigen Regengüssen ganz fest wurde.

61. Im Jahre 1944 richteten Bomben dieses jammervolle Bild an. Die Baracke (links) wurde als notdürftige Unterkunft erstellt. Die große Eiche ist das einzige, was heute noch von dem stattlichen Hof übrig ist. Das Haus auf dem unteren Bild erbaute Heinrich Albers nach dem Krieg, als die Bautätigkeit wieder einsetzte, und auch der Tulpenbaum blühte wieder. Als Heinrich Albers 1979 starb, wurde bald das Haus abgebrochen, die Fläche eingeebnet und dem HHA-Bus-Depot zugefügt.

62. Schreckliches hat der Bombenterror im Zweiten Weltkrieg angerichtet. Auf 'Meine Brehrns' Hof, den der Neffe Ernst Wilkens jetzt bewohnte, fiel eine Luftmine. Zwei Tote waren zu beklagen. Nach dem Krieg konnte ein Teil des Hauses zur Straßenseite (Winsener Straße) wieder hergestellt werden. Das in der Winsener Straße gegenüber liegende Haus des Bruders Dietrich Wilkens (Bild unten) war schon bei einem früheren Angriff total zerstört worden.

63. Hier wird dokumentiert, daß auch die heutigen Großeltern einmal jung und der Koketterie nicht abgeneigt waren. Das Bild wurde vor dem Haus Kröger im Heckengang aufgenommen. Der 'Trohnhof" stand auf dem jetzigen Depot der HHA-Busse in Wilstorf. Hier hat der stetig ansteigende Verkehr die Landwirtschaft völlig verdrängt.

64. Die Rückseite des Grundstücks mit der Zirnmermannschen Villa (Dr. Jacobsen) war vom Heckengang zugänglich. Eine schmiedeeiserne Pforte trug die Initialen des einstigen Eigentümers: 'Carl Zimmermann'. Links neben der Villa sind die Häuser auf der anderen Straßenseite am Reeseberg zu sehen,

65. Hier wohnte und wirkte viele Jahre Dr. Jacobsen und viele Wilstorfer werden sich sehr gut an ihn erinnern. Früher war es die Villa des Kaufmanns Johann Wilhelm Carl Zimmermann, der 1903 in Harburg gestorben ist. Er hatte 1876 in Harburg eine Düngemittelfabrik gegründet. Nach ihm und seinem hier befindlichen Grundbesitz wurde 1910 die Zimmermannstraße benannt. Das Haus mußte einem in den siebziger Jahren errichteten Neubauprojekt weichen, zu dem das Ä.rztehaus am Reeseberg gehört.

66. Käthe Lakü steht hier auf ihrem Gartenland an der Jägerstraße. Die ehemalige Kleinkothe von Busch stand am Reeseberg zwischen der Knigge- und Roseggerstraße. Besitzer war inzwischen der Trohnhofbauer Wendt/Kröger am Heckengang, aber Bewohner des Hauses waren bis in die zwanziger Jahre Wilhelm und Katharina Dohrmann mit ihren Kindern, Katharine Dohrmann kaufte gern auf Auktionen. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg wollte sie in Meckelfeld eine Nähmaschine ersteigern. Ehe das Inventar unter den Hammer kam, mußte das Vieh verkauft sein. Sie trieb schon zur Eile an, denn sie hatte keine Zeit mehr. Als dann die letzte tragende Starke keiner haben wollte, weil man befürchtete, daß sie beim Kalben verenden würde, sagte der Auktionator zu ihr: 'Nu mok Du man mol een Gebot, dormit de Kroom in de Gang kummt.' Sie tat es auch und blieb tatsächlich damit hangen. So sim} die Dohrmanns noch zu einer Kuh gekommen. Eines Morgens stand ohne menschliche Hilfe ein gesundes Kalb im Stall. Im Krieg waren sie dann sehr froh, daß die Kuh ihnen täglich frische Milch lieferte.

67. Das alte Strohdachhaus von Niemeyer am Reeseberg Ecke Roseggerstraße, neben den hohen Mietshäusern, wird noch vielen in Erinnerung sein. Der Eisenbahnbauverein hatte es erworben, später abreißen lassen und auf dem Grundstück einen neuen Wohnblock errichtet. Die Straße wurde asphaltiert, der Fußweg mit Platten belegt. Der Hydrant, die Hecke und auch der letzte Baum mußten weichen. Die zweite Frau des Kleinköthners Gebel in Rönneburg hatte ihrer Tochter des öfteren erzählt, daß sie 1891, als sie durch Heirat auf den Hof kam, von der Dielentür des Hauses an der heutigen Kanzlerstraße die Dachspitze von Nierneyers sehen konnte, sonst waren dazwischen noch keine Häuser.

68. Das Zigeunerviertel an der Wasmerstraße war in Wilstorf jedem bekannt. Dort standen ihre Wohnwagen, dazwischen spielten ihre Kinder, und meistens hing draußen auf der Leine die Wäsche zum Trocknen. Es sah eigentlich nicht viel anders aus, als heute auf den Campingplätzen, natürlich ist jetzt alles neu und modern. Sie gingen wohloft von Tür zu Tür um sich etwas zu erbetteln, oder auch eine 'Weissagung' von sich zu geben, aber unruhiger als heute waren die Zeiten deshalb nicht. Gewiß hat es auch unter den Zigeunern schwarze Schafe gegeben, die bei passender Gelegenheit unter ihren langen weiten Röcken etwas mitgehen ließen, das sollte jedoch nicht verallgemeinert werden.

59. Dort, wo noch zu Beginn unseres Jahrhunderts die Größköthnerstelle von Heinrich Langbeek in Wilstorf gelegen hat, entstanden später die Grünanlagen mit Sitzbänken und Spielplatz. Ausrangierte Eisenbahnwagen sollen zum Jungmädelheim ausgebaut worden sein. Für die Straßenbahnhaltestelle 'Heckengang' gab es zwei Fußgängennseln in der Winsener Straße - je Fahrtrichtung eine. An der Selterbude ist so mancher Groschen umgesetzt worden. Alte Eichen im Hintergrund verbergen die Höfe Behr und Albers I.

60. Hier ersteht vor unseren Augen noch einmal der Lebensraum eines echten Wilstorfers: Heinrich A1bers I, in der Winsener Straße Nr. 81. Dies ist das alte, nach der Franzosenzeit erbaute Fachwerkhaus mit der gepflegten Gartenanlage. Ein Tulpenbaum erfreute in jedem Frühling Besitzer und Vorübergehende gleichermaßen mit seiner reichen Blütenpracht, Links stand ein Walnußbaum, unter dem so manches Mal eine Musikkapelle zu besonderen Anlässen aufgespielt hat, Der gelbe Sand auf den Wegen entstammte den Sandkuhlen am Frankenberg. Der Sand war so gut, daß der Weg schon nach wenigen Regengüssen ganz fest wurde.

61. Im Jahre 1944 richteten Bomben dieses jammervolle Bild an. Die Baracke (links) wurde als notdürftige Unterkunft erstellt. Die große Eiche ist das einzige, was heute noch von dem stattlichen Hof übrig ist. Das Haus auf dem unteren Bild erbaute Heinrich Albers nach dem Krieg, als die Bautätigkeit wieder einsetzte, und auch der Tulpenbaum blühte wieder. Als Heinrich Albers 1979 starb, wurde bald das Haus abgebrochen, die Fläche eingeebnet und dem HHA-Bus-Depot zugefügt.

62. Schreckliches hat der Bombenterror im Zweiten Weltkrieg angerichtet. Auf 'Meine Brehrns' Hof, den der Neffe Ernst Wilkens jetzt bewohnte, fiel eine Luftmine. Zwei Tote waren zu beklagen. Nach dem Krieg konnte ein Teil des Hauses zur Straßenseite (Winsener Straße) wieder hergestellt werden. Das in der Winsener Straße gegenüber liegende Haus des Bruders Dietrich Wilkens (Bild unten) war schon bei einem früheren Angriff total zerstört worden.

63. Hier wird dokumentiert, daß auch die heutigen Großeltern einmal jung und der Koketterie nicht abgeneigt waren. Das Bild wurde vor dem Haus Kröger im Heckengang aufgenommen. Der 'Trohnhof" stand auf dem jetzigen Depot der HHA-Busse in Wilstorf. Hier hat der stetig ansteigende Verkehr die Landwirtschaft völlig verdrängt.

64. Die Rückseite des Grundstücks mit der Zirnmermannschen Villa (Dr. Jacobsen) war vom Heckengang zugänglich. Eine schmiedeeiserne Pforte trug die Initialen des einstigen Eigentümers: 'Carl Zimmermann'. Links neben der Villa sind die Häuser auf der anderen Straßenseite am Reeseberg zu sehen,

65. Hier wohnte und wirkte viele Jahre Dr. Jacobsen und viele Wilstorfer werden sich sehr gut an ihn erinnern. Früher war es die Villa des Kaufmanns Johann Wilhelm Carl Zimmermann, der 1903 in Harburg gestorben ist. Er hatte 1876 in Harburg eine Düngemittelfabrik gegründet. Nach ihm und seinem hier befindlichen Grundbesitz wurde 1910 die Zimmermannstraße benannt. Das Haus mußte einem in den siebziger Jahren errichteten Neubauprojekt weichen, zu dem das Ä.rztehaus am Reeseberg gehört.

66. Käthe Lakü steht hier auf ihrem Gartenland an der Jägerstraße. Die ehemalige Kleinkothe von Busch stand am Reeseberg zwischen der Knigge- und Roseggerstraße. Besitzer war inzwischen der Trohnhofbauer Wendt/Kröger am Heckengang, aber Bewohner des Hauses waren bis in die zwanziger Jahre Wilhelm und Katharina Dohrmann mit ihren Kindern, Katharine Dohrmann kaufte gern auf Auktionen. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg wollte sie in Meckelfeld eine Nähmaschine ersteigern. Ehe das Inventar unter den Hammer kam, mußte das Vieh verkauft sein. Sie trieb schon zur Eile an, denn sie hatte keine Zeit mehr. Als dann die letzte tragende Starke keiner haben wollte, weil man befürchtete, daß sie beim Kalben verenden würde, sagte der Auktionator zu ihr: 'Nu mok Du man mol een Gebot, dormit de Kroom in de Gang kummt.' Sie tat es auch und blieb tatsächlich damit hangen. So sim} die Dohrmanns noch zu einer Kuh gekommen. Eines Morgens stand ohne menschliche Hilfe ein gesundes Kalb im Stall. Im Krieg waren sie dann sehr froh, daß die Kuh ihnen täglich frische Milch lieferte.

67. Das alte Strohdachhaus von Niemeyer am Reeseberg Ecke Roseggerstraße, neben den hohen Mietshäusern, wird noch vielen in Erinnerung sein. Der Eisenbahnbauverein hatte es erworben, später abreißen lassen und auf dem Grundstück einen neuen Wohnblock errichtet. Die Straße wurde asphaltiert, der Fußweg mit Platten belegt. Der Hydrant, die Hecke und auch der letzte Baum mußten weichen. Die zweite Frau des Kleinköthners Gebel in Rönneburg hatte ihrer Tochter des öfteren erzählt, daß sie 1891, als sie durch Heirat auf den Hof kam, von der Dielentür des Hauses an der heutigen Kanzlerstraße die Dachspitze von Nierneyers sehen konnte, sonst waren dazwischen noch keine Häuser.

68. Das Zigeunerviertel an der Wasmerstraße war in Wilstorf jedem bekannt. Dort standen ihre Wohnwagen, dazwischen spielten ihre Kinder, und meistens hing draußen auf der Leine die Wäsche zum Trocknen. Es sah eigentlich nicht viel anders aus, als heute auf den Campingplätzen, natürlich ist jetzt alles neu und modern. Sie gingen wohloft von Tür zu Tür um sich etwas zu erbetteln, oder auch eine 'Weissagung' von sich zu geben, aber unruhiger als heute waren die Zeiten deshalb nicht. Gewiß hat es auch unter den Zigeunern schwarze Schafe gegeben, die bei passender Gelegenheit unter ihren langen weiten Röcken etwas mitgehen ließen, das sollte jedoch nicht verallgemeinert werden.

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