Harburg in alten Ansichten Band 2

Harburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Irene Schmidt
Gemeente
:   Harburg
Provincie
:   Hamburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3015-8
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Harburg in alten Ansichten Band 2'

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69. Von der Brücke Wasmerstraße beim Rangierbahnhof Kanzlershof blickt der Betrachter in Richtung Harburg. Rechts neben dem Eisenbahngelände fließt der Seevekanal und hinter den dort stehenden Fachwerkhäusern sind in der Ferne die rauchenden Schornsteine im Harburger Hafengebiet erkennbar. Linksseitig war 1915 bis zum Wasserturm der Eisenbahn noch nichts bebaut. Zehn Jahre sollten noch vergehen, bis der Eisenbahnbauverein Harburg auf dem von Zimmermanns Erben erworbenen Gelände die Wohnhäuser an der Sophienstraße errichtete. Inzwischen ist es hier etwas ruhiger geworden, denn in den siebziger Jahren entstand Norddeutschlands größter Rangierbahnhof in Maschen. Als der Wasserturm nicht mehr benötigt wurde, erbaute der Verein auch auf diesem Grundstück Wohnungen.

70. Die Überschwemmung des Seevekanals hat die Kleingärten unter Wasser gesetzt. Am Seevedeich in Kanzlershof sind nach dem Zweiten Weltkrieg viele schmucke Einfamilienhäuser errichtet worden. Vor den Schornsteinen der Harburger Industriebetriebe stehen neben den Wohnhäusern der Wetternstraße links die Gebäude des einstigen Armenhauses, die zur Zeit als Asylantenunterkünfte dienen. Weiter rechts war in den dreißiger Jahren schon die Siedlung am Wohlersweg erbaut.

71. Das strohgedeckte Haus von Heinrich Albers II in Wilstorf ist erhalten geblieben. Neben dem Obsthof, in dem die Leiter für die Ernte bereitsteht, ist inzwischen eine Fläche für den Parkplatz des Supermarktes in der Rönneburger Straße asphaltiert worden. Das Kopfsteinpflaster der Straße erhielt ebenfalls eine neue Decke und wurde den Verkehrsverhältnissen entsprechend verbreitert. Infolge der Bebauung dieses Gebietes nach dem Zweiten Weltkrieg von der Rönneburger Straße bis Hanhoopsfeld war dies auch erforderlich, denn allein die heute parkenden Fahrzeuge würden die schmale Straße, die das Bild zeigt, blockieren.

72. Dort, wo die Mensingstraße in die Rönneburger Straße mündet, stand dieses Fachwerkhaus neben dem runden Luftschutzbunker. Es gehörte zu den Besitzungen der Wilstorfer Familie Wilkens. Nach einem Brand war das Dach heruntergesackt, so daß der Giebel seitlich überwegstand, Das Haus wurde abgebrochen und an seine Stelle Mehrfamilienhäuser errichtet.

73. Um 1820 wurde dieses Haus erbaut - also nach der Franzosenzeit. Die meisten Häuser wurden damals niedergebrannt, und die Bevölkerung mußte nach den unruhigen Kriegsjahren darangehen, wieder aufzubauen. In Wilstorf stand bis zum Zweiten Weltkrieg noch eine stattliche Anzahl alter bäuerlicher Anwesen, aber auch dieser Krieg hat etliche Bauernhäuser vernichtet. Die Drögemöllersche Hofstelle lag etwas abseits in der Rönneburger Straße. Wenige Tage vor dem Ende der Kampfhandlungen 1945 hatten hier Volkssturmleute - einige von ihnen hatten vor kurzer Zeit noch die Schulbank gedrückt - die mitgeführten Pferde und Wagen untergestellt. Der Abriß des Hauses erfolgte 1969. Es wurden hier Mehrfamilienhäuser errichtet, und gleich links nebenan wurde ein Haus für die Bugenhagengemeinde errichtet,

74. Dieses Foto wurde am 2. Februar 1916 in der Höpenstraße aufgenommen. Heinrich Behrens aus Neuland hatte die Abbauerstelle in Wilstorf NI. 28 etwa um 1885 von Claus Wülfken gekauft, Bevor das Haus am 15. September 1963 abbrannte, ·bewirtschafteten seine Enkelin Elfriede mit Ehemann Hans Hauffe das Anwesen. Das Ehepaar baute sich daraufhin ein neues Haus im Feld am Rönneburger Kirchweg. Auf der ehemaligen Hofstelle wurden einige Mehrfamilienhäuser errichtet. Nichts erinnert mehr an diese Idylle an der Ecke Höpenstraße/Berlepschweg.

75. Am Ende der Bonusstraße blickte man bis nach dem Zweiten Weltkrieg aufFelder, die etwas tiefer gelegen an die Höpenstraße grenzten. Ein kleiner Graben leitete das Wasser aus den beiden oberhalb der Höpenstraße gelegenen Teichen, von denen der Tümpel beim Berlepschweg nur älteren Leuten in Erinnerung ist, August Ahlers und Frau stehen mit den Nachfolgern Ihres Kolonialwarenladens vor dem Grundstück. Herr Ahlers war gehbehindert, aber er hatte ein Herz für Kinder. Gab es mal I oder gar 2 Pfennig zum Vernaschen, was die Kinder meist nach dem Einkaufen für Nachbarn gewissermafsen als 'Lohn' erhielten, dann warteten sie draußen, bis Herr Ahlers irn Laden war, denn bei ihm fielen die Bonbon-Portionen immer etwas größer aus,

76. Bei Wagen er in Rönneburg Nr. 36 an der Ecke Radickestraße/Vogteistraße ist Schlachtefest. Fast jeder, der ein Haus im Dorf hatte, machte ein Schwein fett für den eigenen Bedarf, manchmal auch wohl für den Nachbarn oder Verwandte noch ein zweites. Der Hausschlachter kam auf Bestellung, und dann ging die Arbeit los. Jeder mußte mit anfassen, aber dafür gab es dann auch etwas Frischgeschlachtetes zum Essen und obendrein eine Kanne Brühe für Frische Suppe mit nach Haus.

77. In vielen solcher, um die Jahrhundertwende erbauten Eckhäuser, befanden sich 'Colonial- und Fettwarenhandlungen'. Der Laden von Anna Schütt an der Ecke Radicke-jKanzlerstraße war ein typisches Beispiel dafür. Es gab keine Supermärkte und der kleine Tante-Ernma-Laden an der Ecke bot Gelegenheit für einen kleinen Klönschnack, und man konnte dort auch wohl den neuesten Dorfklatsch erfahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte ein Geschäft nach dem anderen zu. Die Inhaber wurden älter und der Nachwuchs sah für sich keine Chance. Die Ladenketten der Großmärkte schossen förmlich aus dem Boden.

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78. Der alte Cramer in Rönneburg, Nachkomme der Höpen-Vögte Cumme hat sich mit seinem einzigen Töchterchen Erna im Gemüsegarten fotografieren lassen. Seine Frau mag wohl im Hintergrund stehen, bei den Stangenbohnen, die fast in jedem Garten gepflanzt wurden. Rechts erhebt sich der Burgberg. 1876 war das neue Backsteinhaus vor das weichgedeckte Fachwerkgebäude errichtet worden. Nach Cramers Tod am 10. September 1906 erwarb Christian Meyer diese Hofstelle. Das Haus wurde 1944 durch Bomben zerstört.

69. Von der Brücke Wasmerstraße beim Rangierbahnhof Kanzlershof blickt der Betrachter in Richtung Harburg. Rechts neben dem Eisenbahngelände fließt der Seevekanal und hinter den dort stehenden Fachwerkhäusern sind in der Ferne die rauchenden Schornsteine im Harburger Hafengebiet erkennbar. Linksseitig war 1915 bis zum Wasserturm der Eisenbahn noch nichts bebaut. Zehn Jahre sollten noch vergehen, bis der Eisenbahnbauverein Harburg auf dem von Zimmermanns Erben erworbenen Gelände die Wohnhäuser an der Sophienstraße errichtete. Inzwischen ist es hier etwas ruhiger geworden, denn in den siebziger Jahren entstand Norddeutschlands größter Rangierbahnhof in Maschen. Als der Wasserturm nicht mehr benötigt wurde, erbaute der Verein auch auf diesem Grundstück Wohnungen.

70. Die Überschwemmung des Seevekanals hat die Kleingärten unter Wasser gesetzt. Am Seevedeich in Kanzlershof sind nach dem Zweiten Weltkrieg viele schmucke Einfamilienhäuser errichtet worden. Vor den Schornsteinen der Harburger Industriebetriebe stehen neben den Wohnhäusern der Wetternstraße links die Gebäude des einstigen Armenhauses, die zur Zeit als Asylantenunterkünfte dienen. Weiter rechts war in den dreißiger Jahren schon die Siedlung am Wohlersweg erbaut.

71. Das strohgedeckte Haus von Heinrich Albers II in Wilstorf ist erhalten geblieben. Neben dem Obsthof, in dem die Leiter für die Ernte bereitsteht, ist inzwischen eine Fläche für den Parkplatz des Supermarktes in der Rönneburger Straße asphaltiert worden. Das Kopfsteinpflaster der Straße erhielt ebenfalls eine neue Decke und wurde den Verkehrsverhältnissen entsprechend verbreitert. Infolge der Bebauung dieses Gebietes nach dem Zweiten Weltkrieg von der Rönneburger Straße bis Hanhoopsfeld war dies auch erforderlich, denn allein die heute parkenden Fahrzeuge würden die schmale Straße, die das Bild zeigt, blockieren.

72. Dort, wo die Mensingstraße in die Rönneburger Straße mündet, stand dieses Fachwerkhaus neben dem runden Luftschutzbunker. Es gehörte zu den Besitzungen der Wilstorfer Familie Wilkens. Nach einem Brand war das Dach heruntergesackt, so daß der Giebel seitlich überwegstand, Das Haus wurde abgebrochen und an seine Stelle Mehrfamilienhäuser errichtet.

73. Um 1820 wurde dieses Haus erbaut - also nach der Franzosenzeit. Die meisten Häuser wurden damals niedergebrannt, und die Bevölkerung mußte nach den unruhigen Kriegsjahren darangehen, wieder aufzubauen. In Wilstorf stand bis zum Zweiten Weltkrieg noch eine stattliche Anzahl alter bäuerlicher Anwesen, aber auch dieser Krieg hat etliche Bauernhäuser vernichtet. Die Drögemöllersche Hofstelle lag etwas abseits in der Rönneburger Straße. Wenige Tage vor dem Ende der Kampfhandlungen 1945 hatten hier Volkssturmleute - einige von ihnen hatten vor kurzer Zeit noch die Schulbank gedrückt - die mitgeführten Pferde und Wagen untergestellt. Der Abriß des Hauses erfolgte 1969. Es wurden hier Mehrfamilienhäuser errichtet, und gleich links nebenan wurde ein Haus für die Bugenhagengemeinde errichtet,

74. Dieses Foto wurde am 2. Februar 1916 in der Höpenstraße aufgenommen. Heinrich Behrens aus Neuland hatte die Abbauerstelle in Wilstorf NI. 28 etwa um 1885 von Claus Wülfken gekauft, Bevor das Haus am 15. September 1963 abbrannte, ·bewirtschafteten seine Enkelin Elfriede mit Ehemann Hans Hauffe das Anwesen. Das Ehepaar baute sich daraufhin ein neues Haus im Feld am Rönneburger Kirchweg. Auf der ehemaligen Hofstelle wurden einige Mehrfamilienhäuser errichtet. Nichts erinnert mehr an diese Idylle an der Ecke Höpenstraße/Berlepschweg.

75. Am Ende der Bonusstraße blickte man bis nach dem Zweiten Weltkrieg aufFelder, die etwas tiefer gelegen an die Höpenstraße grenzten. Ein kleiner Graben leitete das Wasser aus den beiden oberhalb der Höpenstraße gelegenen Teichen, von denen der Tümpel beim Berlepschweg nur älteren Leuten in Erinnerung ist, August Ahlers und Frau stehen mit den Nachfolgern Ihres Kolonialwarenladens vor dem Grundstück. Herr Ahlers war gehbehindert, aber er hatte ein Herz für Kinder. Gab es mal I oder gar 2 Pfennig zum Vernaschen, was die Kinder meist nach dem Einkaufen für Nachbarn gewissermafsen als 'Lohn' erhielten, dann warteten sie draußen, bis Herr Ahlers irn Laden war, denn bei ihm fielen die Bonbon-Portionen immer etwas größer aus,

76. Bei Wagen er in Rönneburg Nr. 36 an der Ecke Radickestraße/Vogteistraße ist Schlachtefest. Fast jeder, der ein Haus im Dorf hatte, machte ein Schwein fett für den eigenen Bedarf, manchmal auch wohl für den Nachbarn oder Verwandte noch ein zweites. Der Hausschlachter kam auf Bestellung, und dann ging die Arbeit los. Jeder mußte mit anfassen, aber dafür gab es dann auch etwas Frischgeschlachtetes zum Essen und obendrein eine Kanne Brühe für Frische Suppe mit nach Haus.

77. In vielen solcher, um die Jahrhundertwende erbauten Eckhäuser, befanden sich 'Colonial- und Fettwarenhandlungen'. Der Laden von Anna Schütt an der Ecke Radicke-jKanzlerstraße war ein typisches Beispiel dafür. Es gab keine Supermärkte und der kleine Tante-Ernma-Laden an der Ecke bot Gelegenheit für einen kleinen Klönschnack, und man konnte dort auch wohl den neuesten Dorfklatsch erfahren. Nach dem Zweiten Weltkrieg machte ein Geschäft nach dem anderen zu. Die Inhaber wurden älter und der Nachwuchs sah für sich keine Chance. Die Ladenketten der Großmärkte schossen förmlich aus dem Boden.

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78. Der alte Cramer in Rönneburg, Nachkomme der Höpen-Vögte Cumme hat sich mit seinem einzigen Töchterchen Erna im Gemüsegarten fotografieren lassen. Seine Frau mag wohl im Hintergrund stehen, bei den Stangenbohnen, die fast in jedem Garten gepflanzt wurden. Rechts erhebt sich der Burgberg. 1876 war das neue Backsteinhaus vor das weichgedeckte Fachwerkgebäude errichtet worden. Nach Cramers Tod am 10. September 1906 erwarb Christian Meyer diese Hofstelle. Das Haus wurde 1944 durch Bomben zerstört.

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