Harburg in alten Ansichten Band 2

Harburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Irene Schmidt
Gemeente
:   Harburg
Provincie
:   Hamburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3015-8
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Harburg in alten Ansichten Band 2'

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79. 'Mattens Hof' in Rönneburg stand 1906 zum Verkauf an, da Christian Meyer - der bisherige Besitzer - den gegenüberliegenden Hof vom verstorbenen Hermann Cramer erworben hatte. Adolf Brinckman aus der Harburger Schloßstraße wurde neuer Besitzer des bisherigen Vollhofes, der von Stund an nicht mehr landwirtschaftlichen Zwecken diente. Ob sich der Storch wohl damals auf dem am Dachfirst angebrachten Wagenrad ein Nest gebaut hat?

80. Brinckmans Gärtner Christian Wischwees sieht nach seinen Zöglingen in den Mistbeeten. Als Adolf Brinckman den Besitz in Rönneburg kaufte, fragte er den bisherigen Kontorboten, ob er Lust hätte, mit seiner Familie dort zu wohnen und alles in Ordnung zu halten. Es gab genug Arbeit auf dem großen Grundstück. Im Hintergrund neben dem Holzschuppen stand die Scheune von Friedl Meyer und weiter rechts im Bild das Wohnhaus, das 1928 abgebrannt ist.

81. Schon bald nach dem Erwerb des Rönneburger Hofes ließ Adolf Brinckman neben dem an die 300 Jahre alten Bauernhaus ein neues Haus im Jugendstil errichten, das nun der Harburger Familie als Sornmersitz diente. Im hinteren Teil dieses Neubaues befanden sich Diele, Pferde- und Hühnerstall und auch Wohnraum für den Kutscher. Das alte Haus bezog Christian Wischwees mit seiner Familie. Das Foto zeigt Adolf Brinckman mit Frau und Kindern vor dem neuen Domizil.

82. Gerade vor dem Ersten Weltkrieg baute Adolf Brinckman dann noch eine zweite Villa auf seinem Rönneburger Besitz. Im Zusammenhang mit diesem Bauvorhaben wurde das alte Bauernhaus um ungefähr 10 Fach der Diele mit Stallungen verkürzt. Um die Giebelwand wieder nach der bisherigen Ansicht herstellen zu können, war die Ansicht zuvor fotografiert worden. Mit einem überdachten Verbindungsgang wurden beide Häuser miteinander verbunden. Wegen Feuergefahr mußte diese Verbindung später aber wieder entfernt werden. Die Familie war eben im neuen Haus eingezogen, als der Mord des österreichischen Thronfolgerpaares in Sarajewo geschah, Nach dem Tod von Adolf Brinckman 1935 verkaufte die Familie die Rönneburger Häuser. Jetzt befindet sich in dieser Villa das städtische Kinderheim 'Am Burgberg".

83. Behr's alte Scheune findet der Betrachter noch immer an gleicher Stelle an der Straße Wittheck in Rönneburg, allerdings waren einige Reparaturarbeiten erforderlich, um das alte Gebäude zu erhalten. Die Wohnhäuser stehen jedoch nicht mehr. Hier war das Dorf früher zu Ende. Nun fährt sogar der Bus des Hamburger Verkehrsverbundes bis hierher.

84. In Rönneburg Nr. 18 bei Böhrs (Holzhäuser) sollen die Stangenbohnen gepflückt werden. Alles, was nicht für den eigenen Verbrauch benötigt wurde, brachten die Frauen nach Harburg zum Verkauf. Mit dem Tragholz und zwei Körben - der Tracht - mußte es zu Fuß bewältigt werden, bis man später zur Erleichterung ein Fahrrad anschaffen konnte. Nach den Groß- und Urgroßeltern von Hertha Böhrs, die hier ernten will, hieß die Kleinkothstelle 'Pepers'. Der Straßenname 'Pepers Seeg' ist nach dem ihnen in dieser Niederung gehörenden Wiesenland mit kleinem Waldbestand entstanden.

85. So wie hier bei Weselmann/Hesse in Rönneburg spielte sich das Leben in den ländlichen Regionen unserer Dörfer fast überall ab, Kindern, Eltern, Großeltern, Knechte und Mägde lebten unter einem Dach. Das Kleinvieh hatte noch die Freiheit auf dem Hofplatz zu laufen, so wie auf dem Bild mit den Hühnern und Gänsen sogar die Schweine. Das Haus am Diekdamm war damals noch ohne Schornstein und der Rauch des offenen Herdfeuers zog durch das Dach ab. Dabei erhielten die unter der Decke hängenden Würste und Schinken gleich den guten Landrauch gratis.

86. Die Straße 'Rotbergfeld' war einst der Rönneburger Kirchweg. Rönneburg hat erst nach dem Zweiten Weltkrieg seine eigene Kirche in der Rönneburger Straße erhalten, bis dahin war das Dorf nach Sinstorf eingepfarrt. Die Häuser links der Straße sind zu Beginn unseres Jahrhunderts erbaut worden. Rechts hinter dem Lehrerhaus stand noch bis 1978 die 1868 errichtete zweite Rönneburger Schule. Das Kopfsteinpflaster mit dem sandigen Fahrweg an der Seite verschwand im Zusammenhang mit der 1975 entstandenen Wohnanlage Rotbergfeld an der rechten Straßenseite.

Gruss aus Sinslorf

Gastwins<haft "Zur Linde" P. H Diercks Fernsprech Amt. Harburg :'39

87. Die Gastwirtschaft von P.H. Diercks in der Winsener Straße in Sinstorf beherbergt heute ein China-Restaurant. Allerdings erhielt das auf dieser Postkarte dargestellte Haus später einen grofsen Anbau. Durch den Zweiten Weltkrieg entstanden Zerstörungen, infolgedessen sich die Ansicht gänzlich änderte. Die Linde, die der Gaststätte den Namen gab, ragte aus den anderen Bäumen noch kaum heraus. Tische und Stühle vor dem Haus luden Reisende auf der Route Harburg-Lüneburg zu einer erfrischenden Rast.

88. Ganz Sinsterf ist auf den Beinen, denn der Sinstorfer Schützenverein besteht schon 25 Jahre. Man schreibt das Jahr 1928, und mit einem 'Herzlich Wilkommen' werden auch die Nachbargemeinden begrüßt. Hastedt hat einen Zaun um seinen Besitz gesetzt und die Bäume auf dem Grundstück der ehemaligen Schmiede sind ganz schön gewachsen.

79. 'Mattens Hof' in Rönneburg stand 1906 zum Verkauf an, da Christian Meyer - der bisherige Besitzer - den gegenüberliegenden Hof vom verstorbenen Hermann Cramer erworben hatte. Adolf Brinckman aus der Harburger Schloßstraße wurde neuer Besitzer des bisherigen Vollhofes, der von Stund an nicht mehr landwirtschaftlichen Zwecken diente. Ob sich der Storch wohl damals auf dem am Dachfirst angebrachten Wagenrad ein Nest gebaut hat?

80. Brinckmans Gärtner Christian Wischwees sieht nach seinen Zöglingen in den Mistbeeten. Als Adolf Brinckman den Besitz in Rönneburg kaufte, fragte er den bisherigen Kontorboten, ob er Lust hätte, mit seiner Familie dort zu wohnen und alles in Ordnung zu halten. Es gab genug Arbeit auf dem großen Grundstück. Im Hintergrund neben dem Holzschuppen stand die Scheune von Friedl Meyer und weiter rechts im Bild das Wohnhaus, das 1928 abgebrannt ist.

81. Schon bald nach dem Erwerb des Rönneburger Hofes ließ Adolf Brinckman neben dem an die 300 Jahre alten Bauernhaus ein neues Haus im Jugendstil errichten, das nun der Harburger Familie als Sornmersitz diente. Im hinteren Teil dieses Neubaues befanden sich Diele, Pferde- und Hühnerstall und auch Wohnraum für den Kutscher. Das alte Haus bezog Christian Wischwees mit seiner Familie. Das Foto zeigt Adolf Brinckman mit Frau und Kindern vor dem neuen Domizil.

82. Gerade vor dem Ersten Weltkrieg baute Adolf Brinckman dann noch eine zweite Villa auf seinem Rönneburger Besitz. Im Zusammenhang mit diesem Bauvorhaben wurde das alte Bauernhaus um ungefähr 10 Fach der Diele mit Stallungen verkürzt. Um die Giebelwand wieder nach der bisherigen Ansicht herstellen zu können, war die Ansicht zuvor fotografiert worden. Mit einem überdachten Verbindungsgang wurden beide Häuser miteinander verbunden. Wegen Feuergefahr mußte diese Verbindung später aber wieder entfernt werden. Die Familie war eben im neuen Haus eingezogen, als der Mord des österreichischen Thronfolgerpaares in Sarajewo geschah, Nach dem Tod von Adolf Brinckman 1935 verkaufte die Familie die Rönneburger Häuser. Jetzt befindet sich in dieser Villa das städtische Kinderheim 'Am Burgberg".

83. Behr's alte Scheune findet der Betrachter noch immer an gleicher Stelle an der Straße Wittheck in Rönneburg, allerdings waren einige Reparaturarbeiten erforderlich, um das alte Gebäude zu erhalten. Die Wohnhäuser stehen jedoch nicht mehr. Hier war das Dorf früher zu Ende. Nun fährt sogar der Bus des Hamburger Verkehrsverbundes bis hierher.

84. In Rönneburg Nr. 18 bei Böhrs (Holzhäuser) sollen die Stangenbohnen gepflückt werden. Alles, was nicht für den eigenen Verbrauch benötigt wurde, brachten die Frauen nach Harburg zum Verkauf. Mit dem Tragholz und zwei Körben - der Tracht - mußte es zu Fuß bewältigt werden, bis man später zur Erleichterung ein Fahrrad anschaffen konnte. Nach den Groß- und Urgroßeltern von Hertha Böhrs, die hier ernten will, hieß die Kleinkothstelle 'Pepers'. Der Straßenname 'Pepers Seeg' ist nach dem ihnen in dieser Niederung gehörenden Wiesenland mit kleinem Waldbestand entstanden.

85. So wie hier bei Weselmann/Hesse in Rönneburg spielte sich das Leben in den ländlichen Regionen unserer Dörfer fast überall ab, Kindern, Eltern, Großeltern, Knechte und Mägde lebten unter einem Dach. Das Kleinvieh hatte noch die Freiheit auf dem Hofplatz zu laufen, so wie auf dem Bild mit den Hühnern und Gänsen sogar die Schweine. Das Haus am Diekdamm war damals noch ohne Schornstein und der Rauch des offenen Herdfeuers zog durch das Dach ab. Dabei erhielten die unter der Decke hängenden Würste und Schinken gleich den guten Landrauch gratis.

86. Die Straße 'Rotbergfeld' war einst der Rönneburger Kirchweg. Rönneburg hat erst nach dem Zweiten Weltkrieg seine eigene Kirche in der Rönneburger Straße erhalten, bis dahin war das Dorf nach Sinstorf eingepfarrt. Die Häuser links der Straße sind zu Beginn unseres Jahrhunderts erbaut worden. Rechts hinter dem Lehrerhaus stand noch bis 1978 die 1868 errichtete zweite Rönneburger Schule. Das Kopfsteinpflaster mit dem sandigen Fahrweg an der Seite verschwand im Zusammenhang mit der 1975 entstandenen Wohnanlage Rotbergfeld an der rechten Straßenseite.

Gruss aus Sinslorf

Gastwins<haft "Zur Linde" P. H Diercks Fernsprech Amt. Harburg :'39

87. Die Gastwirtschaft von P.H. Diercks in der Winsener Straße in Sinstorf beherbergt heute ein China-Restaurant. Allerdings erhielt das auf dieser Postkarte dargestellte Haus später einen grofsen Anbau. Durch den Zweiten Weltkrieg entstanden Zerstörungen, infolgedessen sich die Ansicht gänzlich änderte. Die Linde, die der Gaststätte den Namen gab, ragte aus den anderen Bäumen noch kaum heraus. Tische und Stühle vor dem Haus luden Reisende auf der Route Harburg-Lüneburg zu einer erfrischenden Rast.

88. Ganz Sinsterf ist auf den Beinen, denn der Sinstorfer Schützenverein besteht schon 25 Jahre. Man schreibt das Jahr 1928, und mit einem 'Herzlich Wilkommen' werden auch die Nachbargemeinden begrüßt. Hastedt hat einen Zaun um seinen Besitz gesetzt und die Bäume auf dem Grundstück der ehemaligen Schmiede sind ganz schön gewachsen.

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