Harburg in alten Ansichten Band 2

Harburg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Irene Schmidt
Gemeente
:   Harburg
Provincie
:   Hamburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3015-8
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Harburg in alten Ansichten Band 2'

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89. Vor dem Küsterhaus in Sinstorf ist die Sinstorfer Feuerwehr mit ihrem Schlauchwagen zu einer Übung versammelt. Viel Volk ist zum Zuschauen gekornrnen, deshalb ist eine Absperrung gezogen. Es wird ein Sonntag gewesen sein, denn die Kinder drängeln im Sonntagsstaat und die Damen sehen eine Gelegenheit, die neuen Hüte der damaligen Mode zur Schau zu tragen.

90. Die Gastwirtschaft von August Derboven in Sinstorf kann auf eine lange Zeit des Bestehens zurückblicken. In der Nähe der Sinstorfer Kirche gelegen, kamen die Kirchgänger früher meist nach dem Gottesdienst hierher, um noch einige Neuigkeiten aus den umliegenden Dörfern zu hören. Mancher Handel wurde auch wohl bei einigen Gläsern Bier oder Korn beredet. Hier haben sich die Bewohner des Hauses für eine Postkarte ablichten lassen. Auch heute ist noch immer viel los in dem gut geführten Lokal, dafür sorgen zu einem großen Teil schon einige Vereine, aber auch Familienfeiern sind hier an der Tagesordnung. Der Sandweg wurde inzwischen zu einer festen Straße ausgebaut, denn die Gäste kommen nicht mehr mit dem Pferdefuhrwerk sondern überwiegend mit Autos.

91. Die alte Zehntscheune in Sinstorf steht auch nicht mehr. Hierher hatten früher die Landleute termingerecht den zehnten Teil ihrer Ernte abzuliefern. Viele Höfe hatten einst Abgaben an die Kirche zu leisten, darum stand auch die Zehntscheune in der Nähe des Pfarrhauses, Auf dem unteren Bild sieht man links von der Scheune im Hintergrund das Pfarrwitwenhaus. Dazwischen liegt die Straße von Sinstorf nach Beckedorf.

92. Das Pfarrwitwenhaus diente, wie der Name schon sagt, um den Witwen der Pfarrer eine Wohnstatt zu geben. Nach dem Abgang eines Pfarrers zog ja dann der neue Pastor ins Pfarrhaus. Es war also sozusagen ein Altenteil und damit war schon in früheren Zeiten auf soziale Weise für die Witwen gesorgt. Ein Feuerteufel trieb 1973 sein Unwesen in dieser Gegend. Durch den Brand wurde das Haus schwer beschädigt und bald darauf ganz entfernt. Heute steht an dieser Stelle die neue Kapelle beim Sinstorfer Friedhof. Diese war schon lange nötig, denn die kleine alte Kapelle, die noch am oberen Friedhofseingang steht, war viel zu klein, und oft mußte ein Teil der Trauergemeinde draußen stehen.

93. Die Bank vor der Tür des Hauses Fischer in Marmstorf erzählt noch von der besinnlichen Zeit früherer Jahrzehnte. Man saß des abends hier beisarurnen und tagsüber fand die Großmutter vielleicht Gelegenheit, während sie zwei schlicht, zwei kraus die Wollstrümpfe strickte, den Kleinsten Geschichten zu erzählen. Das Haus stand am Sinstorfer Weg und wurde vor etwa zwanzig Jahren abgebrochen.

94. Sahlings Gasthaus und die Villa Noblee sind auf dieser Postkarte aus Marmstorf dargestellt. Zwischen beiden Häusern führt heute der asphaltierte Marmstorfer Weg zum Sinstorfer Weg. Noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg mußte man über eine kleine Brücke, Der hier fließende Bach, der schon durch den Dorfteich seinen Weg gesucht hatte, wurde dann durch neu verlegte Rohre unter der Straße hindurchgeleitet. Die Villa Noblee auf der kleinen Anhöhe ist abgebrochen und der gegenüberliegende Gasthof ist jetzt der 'Schützenhof Marmstorf'.

95. Trotz Modernisierung hat der 'Meinshof' von Witt am Appelbütteler Weg sein Äußeres in den vergangenen fünfzig Jahren kaum verandert. Gewiß, die jetzt verglaste Dielentür beweist, daß heute keine beladenen Erntewagen mehr auf der Diele entladen werden. Doch die Lindenbäume sind genauso beschnitten wie damals, als sich die Schweine auf der Wiese neben dem Haus im Sand suiten und die Enten schnatternd zurn Dorfteich watschelten. Für Aquariumbesitzer war der Teich noch vor einigen Jahren eine wahre Fundgrube, denn es wimmelte darin nur so von Wasserflöhen.

96. Wer von Marmstorf den Appelbütteler Weg entlanggeht, kommt gleich hinter dem Meinshof an dessen Wagenschauer vorbei. Es hat sich vieles so grundlegend in unserer heimatlichen Umgebung verandert. Dieses Foto - aufgenommen am 10. Januar 1915 - zeigt, wie festgefügt unsere Vorfahren das Mauerwerk zwischen dem Fachwerk erstellt hatten. Außer, daß das Strohdach durch eine feste Abdeckung ausgewechselt wurde, sind gewiß nicht sehr viele Reparaturarbeiten erfolgt.

97. Dort, wo vor einigen Jahren Dr. med. Kropphofer seine Praxis errichtete, stand vorher dieses Häuslingshaus. Was würde wohl heute von Liebhabern dafür geboten? Daß die Bauweise unserer Häuser dem jeweiligen Geschmack der Mode unterworfen ist, machte sich besonders beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg bemerkbar. Mit den verschiedensten Verblendsteinen gaben auch Althausbesitzer ihren Häusern ein neues Aussehen, Leider ist damals aber auch das schöne Ständerwerk vieler alter, schmucker Niedersachsenhäuser hinter neuen Mauern versteekt worden.

98. Der Eißendorfer Weg, der von Marmstorf zur Bremer Straße führte, war ein loser Sandweg. Wolkenhauers Haus am rechten Bildrand steht noch, doch durch die Erhöhung der Straße liegt es nun etwas tiefer an der Ecke Beutnering. Die Apfelbäume am Wegesrand, wonach die 'Appelchaussee' im Volksmund nur genannt wurde, sind seit langem abgesägt. Der ländliche Charakter dieses Gebietes verlor sich nach der Bebauung vor rund dreißig Jahren. Der Verlauf des Weges änderte sich. Die Umbenennung des Weges, auf dem die Eißendorfer einst zur Kirche nach Sinsterf gingen, erfolgte 1930 in Ernst-Bergeest-Weg, nach dem 1924 in Marmstorfverstorbenen Vollhöfner, der vierzig Jahre Mitglied des Gemeinderates gewesen ist.

89. Vor dem Küsterhaus in Sinstorf ist die Sinstorfer Feuerwehr mit ihrem Schlauchwagen zu einer Übung versammelt. Viel Volk ist zum Zuschauen gekornrnen, deshalb ist eine Absperrung gezogen. Es wird ein Sonntag gewesen sein, denn die Kinder drängeln im Sonntagsstaat und die Damen sehen eine Gelegenheit, die neuen Hüte der damaligen Mode zur Schau zu tragen.

90. Die Gastwirtschaft von August Derboven in Sinstorf kann auf eine lange Zeit des Bestehens zurückblicken. In der Nähe der Sinstorfer Kirche gelegen, kamen die Kirchgänger früher meist nach dem Gottesdienst hierher, um noch einige Neuigkeiten aus den umliegenden Dörfern zu hören. Mancher Handel wurde auch wohl bei einigen Gläsern Bier oder Korn beredet. Hier haben sich die Bewohner des Hauses für eine Postkarte ablichten lassen. Auch heute ist noch immer viel los in dem gut geführten Lokal, dafür sorgen zu einem großen Teil schon einige Vereine, aber auch Familienfeiern sind hier an der Tagesordnung. Der Sandweg wurde inzwischen zu einer festen Straße ausgebaut, denn die Gäste kommen nicht mehr mit dem Pferdefuhrwerk sondern überwiegend mit Autos.

91. Die alte Zehntscheune in Sinstorf steht auch nicht mehr. Hierher hatten früher die Landleute termingerecht den zehnten Teil ihrer Ernte abzuliefern. Viele Höfe hatten einst Abgaben an die Kirche zu leisten, darum stand auch die Zehntscheune in der Nähe des Pfarrhauses, Auf dem unteren Bild sieht man links von der Scheune im Hintergrund das Pfarrwitwenhaus. Dazwischen liegt die Straße von Sinstorf nach Beckedorf.

92. Das Pfarrwitwenhaus diente, wie der Name schon sagt, um den Witwen der Pfarrer eine Wohnstatt zu geben. Nach dem Abgang eines Pfarrers zog ja dann der neue Pastor ins Pfarrhaus. Es war also sozusagen ein Altenteil und damit war schon in früheren Zeiten auf soziale Weise für die Witwen gesorgt. Ein Feuerteufel trieb 1973 sein Unwesen in dieser Gegend. Durch den Brand wurde das Haus schwer beschädigt und bald darauf ganz entfernt. Heute steht an dieser Stelle die neue Kapelle beim Sinstorfer Friedhof. Diese war schon lange nötig, denn die kleine alte Kapelle, die noch am oberen Friedhofseingang steht, war viel zu klein, und oft mußte ein Teil der Trauergemeinde draußen stehen.

93. Die Bank vor der Tür des Hauses Fischer in Marmstorf erzählt noch von der besinnlichen Zeit früherer Jahrzehnte. Man saß des abends hier beisarurnen und tagsüber fand die Großmutter vielleicht Gelegenheit, während sie zwei schlicht, zwei kraus die Wollstrümpfe strickte, den Kleinsten Geschichten zu erzählen. Das Haus stand am Sinstorfer Weg und wurde vor etwa zwanzig Jahren abgebrochen.

94. Sahlings Gasthaus und die Villa Noblee sind auf dieser Postkarte aus Marmstorf dargestellt. Zwischen beiden Häusern führt heute der asphaltierte Marmstorfer Weg zum Sinstorfer Weg. Noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg mußte man über eine kleine Brücke, Der hier fließende Bach, der schon durch den Dorfteich seinen Weg gesucht hatte, wurde dann durch neu verlegte Rohre unter der Straße hindurchgeleitet. Die Villa Noblee auf der kleinen Anhöhe ist abgebrochen und der gegenüberliegende Gasthof ist jetzt der 'Schützenhof Marmstorf'.

95. Trotz Modernisierung hat der 'Meinshof' von Witt am Appelbütteler Weg sein Äußeres in den vergangenen fünfzig Jahren kaum verandert. Gewiß, die jetzt verglaste Dielentür beweist, daß heute keine beladenen Erntewagen mehr auf der Diele entladen werden. Doch die Lindenbäume sind genauso beschnitten wie damals, als sich die Schweine auf der Wiese neben dem Haus im Sand suiten und die Enten schnatternd zurn Dorfteich watschelten. Für Aquariumbesitzer war der Teich noch vor einigen Jahren eine wahre Fundgrube, denn es wimmelte darin nur so von Wasserflöhen.

96. Wer von Marmstorf den Appelbütteler Weg entlanggeht, kommt gleich hinter dem Meinshof an dessen Wagenschauer vorbei. Es hat sich vieles so grundlegend in unserer heimatlichen Umgebung verandert. Dieses Foto - aufgenommen am 10. Januar 1915 - zeigt, wie festgefügt unsere Vorfahren das Mauerwerk zwischen dem Fachwerk erstellt hatten. Außer, daß das Strohdach durch eine feste Abdeckung ausgewechselt wurde, sind gewiß nicht sehr viele Reparaturarbeiten erfolgt.

97. Dort, wo vor einigen Jahren Dr. med. Kropphofer seine Praxis errichtete, stand vorher dieses Häuslingshaus. Was würde wohl heute von Liebhabern dafür geboten? Daß die Bauweise unserer Häuser dem jeweiligen Geschmack der Mode unterworfen ist, machte sich besonders beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg bemerkbar. Mit den verschiedensten Verblendsteinen gaben auch Althausbesitzer ihren Häusern ein neues Aussehen, Leider ist damals aber auch das schöne Ständerwerk vieler alter, schmucker Niedersachsenhäuser hinter neuen Mauern versteekt worden.

98. Der Eißendorfer Weg, der von Marmstorf zur Bremer Straße führte, war ein loser Sandweg. Wolkenhauers Haus am rechten Bildrand steht noch, doch durch die Erhöhung der Straße liegt es nun etwas tiefer an der Ecke Beutnering. Die Apfelbäume am Wegesrand, wonach die 'Appelchaussee' im Volksmund nur genannt wurde, sind seit langem abgesägt. Der ländliche Charakter dieses Gebietes verlor sich nach der Bebauung vor rund dreißig Jahren. Der Verlauf des Weges änderte sich. Die Umbenennung des Weges, auf dem die Eißendorfer einst zur Kirche nach Sinsterf gingen, erfolgte 1930 in Ernst-Bergeest-Weg, nach dem 1924 in Marmstorfverstorbenen Vollhöfner, der vierzig Jahre Mitglied des Gemeinderates gewesen ist.

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