Harderberg in alten Ansichten/90 Jahre aus über 900

Harderberg in alten Ansichten/90 Jahre aus über 900

Auteur
:   Dipl. Thed. Thomas Nuxoll
Gemeente
:   Harderberg
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6291-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Harderberg in alten Ansichten/90 Jahre aus über 900'

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· .. 1956 war wieder ein Vereinsjubiläum angesagt. Man gedachte der Vereinsgrûndung vor fünfzig [ahren. Zu einem besonderen Ereignis wurde in diesem [ahr das Königsschießen. Der Verein hatte zum erstenmal in seiner Geschichte einen 'Jungkönig'.Am 29. Mai 1956 harte der 23jährige Paukenschläger des Spielmannszuges, Heinz Bünte, den Königsschuß abgefeuert. Nach der Satzung desVereins muß ein regierender König aber mindestens 25 Iahre alt sein, also mußte der König neu ausgeschossen werden. Schützenbruder Heinz Bünte bekam 'nur' die Königsplakette, neuer König für das Iahr 1956/57 wurde Ehren- und Alterspräsident Mathias Korte.

Das Iahr 1956 ist auch das Iahr in dem sich einige Schützenbrüder im Ausflugslokal 'Waldesruh' trafen um durch intensiven Gedankenaustausch und fleißlge Arbeit die vergangenen Zeiten derVergessenheit zu entreißen. Die Geburtsstunde der handschriftlichen Chronik des Schûtzenvereins schlug im September 1956, also vor vierzig jahren. Man traf sich nun öfter, zuletzt in der Kiffe.

Der Prolog der Chronik lauter so:

Was aus alter Zeit geschrieben, - es der Nachwelt zu erhalten gaben unsre lieben Alten

gern aus der Erinn'rung Schatz. So sind dem Verein geblieben Väterbrauch undVätersitten,

Freud und Schmerz: drum hat es mirten drin in uns'rem Herz Platz.

Doch es seien Ulls indessen

auch noch [ene unvergessen,

die mit junger Kraft, gewandt, pflügten der Erinn'rung Land ....

26 Dieses Bild zeigt das 'HarderbergerTrommler-Korps' mit Mitgliedern der Harderberger Schützengesellschaft im jahre 1927.

Im [ahre 1957 schaffte der Verein zum Preise von 1 18 DM die Chronik an, die fortan von Hermine Möller bis zum Iahre 1974 fortgeschrieben wurde. Ihr folgten als Chronisten des Vereins der verstorbene pfarrer von Harderberg, Pastor Bernhard Holtmann (1975/7 6) und Frau Ursula Weber (1977 bis heute).

Am 19. Mai 1957 wurde RudolfNiermann durch einen gezielten Schuß neuer Schützenkönig des Vereins. Am Abend des gleiehen Tages gab es für die Schützenbrüder noch eine große Überraschung, der 1. Vorsitzende Heinrich Wessenberg übergab dem Tambourmajor Waldemar Baumann einen handgearbeiteten Schellenbaum und eine zweite Lyra für den Spielmannszug. Der prächtige Schellenbaum wurde von Maschinenbaumeister Heinrich Hügelmeyer aus Holsten-Miindrup angefertigt. Der Harderberger Spielmannszug war damit der einzige im ganzen Landkreis, der überhaupt einen Schellenbaum besaß. Ende 1957 legte Waldemar Baumann sein Amt nieder und Josef Köhne wurde Tambourmajor.

Das Königsschießen 1959 brachte wieder eine Überraschung, wieder hatte man einen 'Jungkönig' . Während 1956 der Paukenschläger Heinz Bünte den Vogel abschoß, gelang diesmal seinem Bruder Manfred Bünte der Treffer. Den gültigen Königsschuß gab dann aber Friedel Hilge ab, der seine Frau zur Königin wählte.

Das Königsschießen 1960 brachte schließlich zum dritten Male einen 'Jungkönig' hervor. Spielmann Friedel Wüller schoß den

Rumpfherunter, ohne das vorgeschriebene Mindestalter von 25 Jahren zu haben. Den gültigen Königsschuß tat dann Paul Berlage, der mit seiner Frau ..

27 Mitglieder des 'HarderbergerTrommler-Korps' und des Spielmannzuges des Harderberger Schützenvereins unter Tambourmajor josef Vogt Mitte der dreißiger Iahre.

· .. Elisabeth den Harderberger Königsthron bestieg, freilich, so berichtet die Chronik bei strömenden Regen, was aber die Schützen nicht von ihrem Festumzug von der 'Heideschänke' hin zur 'Kiffe' abhielt! Allerdings schloß der Verein erstmalig ein Fest mit einem Minus (von 270 DM) ab. Ähnlich war es aber auch den Nachbarvereinen ergangen, denn der Sommer 1960 war insgesamt sehr regnerisch gewesen. Trotz des schlechten finanziellen Abschneidens beirn Schützenfest schaffte man für den Schellenbaum einen größeren, handgetriebenen Adler an, zum Preis von immerhin 125 DM. Ein Großteil dieser Summe konnte durch Spenden aufgebracht werden.

In der Generalversammlung 1961 zog der 1. Vorsitzende Heinrich Wessenberg eine positive Bilanz der vergangenen [ahre, dennoch bat er die Versammlung auf eine Wiederwahl seiner Person zu verzichten. Obwohl man es versuchte, ließ er sich nicht umstimmen und so wurde Heinrich Reinkemeyer einstimmig zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt.

Der 'Jungkönig' scheint bei den Harderberger Schützen so langsam zu einerTradition zu werden! Zum vierten Mal seit 1956 ergab der Kampf um die Königswürde zunächst einen Jungkönig. Diesmal war es Günter Berlage, der den Rumpfherunter holte, obwohl er noch keine 25 Iahrc alt war. Der Königsschuß mußte also erneut wiederholt werden und diesmal hatte Hans Longerich die sicherste Hand.

Das Schützenfest 1961 fand statt vom 29. April bis 1. Mai. Da man sich mit der Vereinswirtin nicht über das von ihr an den Verein zu zahlende Geld für die Vergabe des Festes an sie einigen konnte, wurde das ganze Fest an Schützenbruder Hans Bau-

mann aus Holzhausen vergeben. Es fand dann nicht wie gewohnt am Vereinslokal statt, sondern diesmal auf dem Sportplatz neben der Grundschule.

Im [ahre 1962 wurde das Schützenfest dann erstmalig in den Räumen und den Zelten der 'Heideschänke' (Rolf-Steinkühler) gefeiert ...

28 Der Spielmannszug unterTambourmajor Rudolf Reinersmann Mitte zwanziger Iahre.

... Ende 1962, genau seit dem 15. Dezember 1962, wird der Schützenverein Harderberg von 1653 endlich auch zum eingetragenen Verein.

1963 und auch 1964 feiert man das Schützenfest bei der Heideschänke. Wobei das Fest 1964 wohl bei Alt und Jung großen Eindruck hinterlassen hat. Strahlend schönesWetter und prächtigste Festtagsstimmung bei allen Gästen. Vor allen den Kindern wird unvergessen geblieben sein, daß der Schützenkönig sie alle zum Karussellfahren einlud. 'Ein Jubel für alle, schier ohne Ende!' wie die Chronik uns berichtet.

Himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt!

Für die Chronik 1964 trifft dieser Satz leider zu. Mit ernstem Unterton ließ man dort von der Generalversammlung am 2. Januar 196 6. Leider mußte der 1. Vorsitzende Heinrich Reinkemeyer der Versammlung mitteilen, daß der Stolz der Harderberger Schützen, der Spielmannszug, nicht mehr besteht. Gegen Ende des [ahres 1964 hatte er sich aufgelöst. Seither verrotten die Instrumente und der so geliebte Schellenbaum im Keller von Hermann Ralf. Die Übungsabende waren nur noch mäßig bis gar nicht besucht worden und die einst so große Freude am Spiel der Trommeln und Flöten - das alles war vergangen. Von Trägheit der Herzen und vom 'Wirtschafiswunderland' , das keinen Platz mehr für Idealismus und Opfersinn läßt ist da die Rede. Resignierend nüchtern vermerkt die Chronistin: 'Die Spielleute sind aus dem Schützenverein ausgetreten.'

Ende der Eintragung.

Ebenfalls seit 1964 nimmt die Lehrerschaft am Kinderschützenfest nicht mehr teil, sodaß die Kinder sich nicht mehr bei der

Schule sammeln, sondern gleich zum Festzelt bei der Heideschänke kommen. Doch man ließ sich nicht unterkriegen und pflegte auch weiterhin echte Kameradschaft und gute Traditionen. Zum Schützenfest 1966 vermerkt die Chronik noch dieses eigens: 'Etwas Besonderes: Es gab keinen Streit infolgeTrunkenheit. Niemand fiel aus der Rolle!' ...

29 Zugleich mit derWiedergründung des Schützenvereins gründete sich auch der Spielmannszug neu,

... Das Schützenfest 1967 wurde als Kreisschützenfest begangen. Der ewig gleichbleibende Kummer des 1. Vorsitzenden Heinrich Reinkemeyer ist die stetig schlechte Beteiligung am Schießen. Man stelle sich vor, daB im ganzen Iahr 1966/67 kein einziger Schuß abgegeben worden ist, mit Ausnahme an den Schützenfesttagen. Immer wieder wiesen die Schützen als Entschuldigung darauf hin, daB der Schießstand auf der Kiffe zu weit abgelegen sei und schon längst nicht mehr den modernen Ansprüchen genüge. Man versuchte nun Abhilfe zu schaffen und sprach mit den Wirtsleuten Heinrich und Anni Rolf (geborene Steinkühler) von der 'Heideschänke' . Diese stellten daraufhin ihre Kegelbahn zur Verfügung, die dann als Schießstand hergerichtet wurde. Man bedauerte zwar sehr, daB man hier nur mit dem Luftgewehr schießen konnte und nicht mehr mit dem Kleinkaliber, aber man versprach sich von dieser Umsiedelung in die 'Heideschänke' doch eine regere Beteiligung am regelmäßigen Schießen. Seit dem 30. Dezember 1967 ist die 'Heideschänke' zugleich Vereinslokal des Harderberger Schützenvereins von 1653 e.V

Das [ahr 1968 brachte wieder ein ganz besonderes Königsschießen! Gleich dreimal mußte der Adler fallen, bevor Hans Osterbrink die Königswfude errang.Als erster holte Hans-Michael Möller den Rumpf von der Stange, da er aber noch nicht 25 Iahre alt war wurde er 'nur' der 5. 'Iungkönig' derVereinsgeschichte. Als nächster fá1lte Karl-Heinz Kemkes den Vogel, da er aber innerhalb der letzten fünf Iahre zuvor bereits König war, konnte auch er nicht König werden, so kam die Reihe dann an Hans Osterbrink, der den zähen Kampf mit dem Königsschuß für

sich entschied. Im [ahr 1967 schaffte derVerein sein zweites Luftgewehr an, um in Zukunft auch den Schießsport im Verein mehr zu fördern.

1969 fiel der gültige Königstreffer auch erst im zweit en Anlauf, nachdem zunächst der amtierende König Hans Osterbrink den Rumpfherunter geholt hatte. Neuer König wurde dann Hans Scholz, der seine Frau Irmgard zur Königin erkor ...

30 Die alte Gasrwirtschaft 'Zur Kiffe' an der alten Rothenfelder Straße um das Jahr 1910. Das schöne Fachwerkhaus wurde 1919 ein Raub der Flammen,

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