Harsefeld in alten Ansichten

Harsefeld in alten Ansichten

Auteur
:   Margritt Bomhardt
Gemeente
:   Harsefeld
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5893-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Harsefeld in alten Ansichten'

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19. Der Buch- und Papierwarenladen der Druckerei Kar! Möller war noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg in diesem Hause untergebracht und wurde von Hedwig Möller geführt. Einige Generationen von Schulkindern kauften hier ihre Schulbücher und Hefte. Von Kar! Möller stammen schon die ersten Fotodrucke um die Jahrhundertwende. Das Haus wurde später umgebaut für die Drogerie Rogge. Vor einigen Jahren fiel es der neuen Ortsplanung zum Opfer.

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20. Das älteste Haus in Harsefeld steht an der Griemshorster Straße. Die 1579 erbaute Großkate ist ein Zweiständerhaus. Die Aufnahme stammt vermutlich aus dem Jahre 1928. Das Haus ist in seiner Struktur so erhalten, hat aber innen einen totalen Umbau erfahren, um unter modernen Gesichtspunkten darin wohnen zu können. Es wird liebevoll von den jetzigen Bewohnern gepflegt. Da zur Klosterzeit hier auf der Herde die Klostermeyer gewohnt haben, ist anzunehmen, daß diese Kate damals auch von einem Bauern bewohnt wurde, der dem Kloster zehntpflichtig war.

.Harsefeld

Amtshof. Oberförsterei

21. Eine Aufnahme von 1928 zeigt das Amtshofgebäude, als das Forstamt hier seinen Sitz hatte. Einst als Abteigebäude des Benediktinerklosters bis 1647 genutzr, wurde es nach grundlegender Restaurierung und Verbreiterung 1742 als Verwaltungsgebäude des Alten Amtes Harsefeld eingcrichtet. Als Forstamt und lange Jahre als Realschule genutzt, war das Haus im Jahre 1979 stark renovierungsbedürttig, Die Samtgerneinde Harsefeld führte es nach der Restaurierung im Jahre 1980 einer neuen Nutzung zu. Heute hat die historische Friedrich-Huth-Bücherei hier ihren Platz gefunden, der KlosterkeIler ist zur kulturellen Begegnungsstätte geworden. Die Amtshofkonzerte sind eine feste Einrichtung des Hauses.

22. Ein Bliek in die Wilhelmstraße um 1930 zeigt rechts das Haus von Paul Richter, das längst abgerissen wurde; auch die Rückansicht des Kaufhauses Quast ist modernisiert worden. Links im Bild das ehemalige Schuhgeschäft von Dammeyer mit dem vorgebauten Schaufenster, heute nur als Wohnhaus genutzt. Im Hintergrund der Kirchturm der evangelischen Kirche.

23. Das Jahr 1861 war ein entscheidendes Datum in der Geschichte der ehemaligen Klosterkirche St. Marien und Bartholomai; sie wurde grundlegend in neogotischem Stil restauriert und erhielt einen hohen Turm, den der Londoner Bankier Friedrich Huth der Gemeinde gestiftet hatte. Huth, der sich an eine schöne Kindheit in Harsefeld erinnerte und es in London zu Reichtum und Ehren gebracht hatte, wurde zum großen Gönner des Fleckens. An der Einweihung nahm König Georg V. von Hannover teil. Die Kirche, ursprünglich (nach Vorgängerbauten) im 15. Jahrhundert als spätgotische Hallenkirche erbaut, wurde in den Jahrhunderten bis 1861 mehrfach verändert, blieb aber in ihrer Größenstruktur erhalten. Das Foto zeigt sie im Jahre 1925.

Kirche zu Harsefeld.

24. Die Innenansicht der Kirche weist noch den Zustand auf, wie er sich nach der Restaurierung 1861 bot, lediglich die Messingkerzenleuchter sind auf dem Foto schon mit elektrischen Birnen ausgestattet. 1966 veränderte man das Innere der Kirche total. Sowohl die neugotische Hochkanzel wie auch der Altar verschwanden und wurden durch moderne, einfache Elemente ersetzt; die Kanzel steht nur wenig erhöht an einem Pfeiler. Die alte Altarrückwand wurde zur Sakristei hin versetzt, für die abhandengekommene neugotische Christusfigur stellte man ein Kruzifix auf, die Arbeit eines süddeutschen Meisters aus dem 16. Jahrhundert. Die erste Orgel gab es schon zur Klosterzeit 1546. Sie wurde durch Neumeister 1583 mit sechs Registern erneuert und seit 1730 mehrfach verbessert mit 23 Registern.

25. Ein kostbares Stück in der Kirche St. Marien und Bartholomäi ist das bronzene Taufbecken, das der Erzabt Johannes de Lu von dem berühmten Glockengießer Ghert Klinghe im Jahre 1454 gießen ließ. Rundum sind 16 Relieffiguren dargestellt mit Namen; Christus am Kreuz mit Maria und Johannes, Maria mit dem Kind, die übrigen 11 Apostel, der Gründer des Mönchsordens, Benedikt, ein Abt (möglicherweise Johannes de Lu) und ein Ritter, Symbolfigur für den Stifter des Klosters. Die Umschrift nennt Namen der Mönche und in lateinischer Sprache: 'Im Jahre 1454ließ der ehrwürdige Herr Abt Johannes de Lu dies Gefäß gießen. Ghert Klinghe hat mich gegossen.' Außerdem hatte Klinghe 1453 eine Stundenglocke gegossen für die Klosterkirche.

26. An der Kirchenstraße steht heute noch das Haus von ehemals Schuster Peper, später Kackmann. Es wird als Pforthaus und Herberge des Benediktinerklosters bezeichnet, erbaut vermutlich um 1597. Die lateinische Inschrift im Türbalken 'Xenodochium' (Herberge) und ein Bibelspruch wiesen einst darauf hin. Harsefeld lag an einer alten Pilgerstraße, die von Süden bis nach Island führte. Möglicherweise haben hier die Pilger, wenn sic am Kloster eine Reisepause einlegten, um es zu besuchen, übernachtet.

27. Die Brücke über den Rellerbach in der Kirchenstraße war 1928 noch sehr schmal. In dem links erkennbaren Haus bediente einst die Heißmangel von H. Kaufmann ihre Kunden. Rechts hinter dem Baum versteekt sich das Haus von Christoffer Bösch; es wich einem Bau der Firma Tiefbau-Schmidt, Die Seitenansicht des Hauses 'Kirchenkackmann' ist in der Mitte des Fotos zu sehen (ehemalige Klosterherberge ). Der Rellerbach, der sich an der Marktstraße zwischen der Molkerei und Bäckerei durchschlängelt und unter der Straßenbrücke hier wieder erscheint, wurde im Volksmund 'Botterrnelkskanal' genannt.

28. Am Musterungstag im Jahre 1903 stellten sich die künfigen Soldaten dem Fotografen auf dem Hof des Hotels 'Deutscher Kaiser', Der behelmte Gendarm links Mitte ist der spätere Inhaber des Hotels, Springstubbe. Ironie des Schicksals ist, daß der Knabe mit der Schülerrnütze vorn links, der aus Spaß mit den Gemusterten fotografiert wurde, 1918 als Soldat im Ersten Weltkrieg gefallen ist.

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