Harsefeld in alten Ansichten

Harsefeld in alten Ansichten

Auteur
:   Margritt Bomhardt
Gemeente
:   Harsefeld
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5893-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Harsefeld in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

39. An der Friedrich-Huth-Straße steht immer noch das Gebäude des ehemaligen Kröger'schen, vormals von Ropers betriebene Hotel 'Stadt Hamburg', ein Mietshaus das noch immer in Familienbesitz ist. Zu Beginn unseres Jahrhunderts fanden hier die 'Sornmerfrischler' gute Unterkunft, besonders als Harsefeld sich zum Luftkurort entwickelte. Dazu trug auch die 1902 eröffnete Eisenbahnanbindung bei. Das Haus hat eine wechselvolle Geschichte. Nicht mehr als Hotel genutzt, bot es nach dem Zweiten Weltkrieg verschiedenen Institutionen Platz. Lange Jahre hatte sich die Mädchenabteilung der Landwirtschaftschule Stade mit Internat, genannt 'Puddingakademie', hier eingemietet. Auch der Mittelschulzweckverband, die spätere Realschule, hat hier einige Jahre den Schulbetrieb untergebracht, bis der Umzug in den Amtshof stattfand.

Bahnhofstra13e

? .ç;.';;;'-' ---' - ? _:--_.--

--

40. Jenseits der Bahnlinie wurden nach der Jahrhundertwende in der damaligen Bahnhofstraße mehrere Villen gebaut. Hier fällt der Bliek auf das Haus Hinck, dahinter die Schmidt'sche Villa. Im Vordergrund sieht man die Knaben in ihren für die Zeit typischen Matrosenanzügen. Die Bahnhofstraße wurde später in Friedrich-Huth-Straße umbenannt.

41. Die ehemalige Villa von W. Schmidt steht heute noch in der Friedrich-Huth-Straße, damals Bahnhotstraße. Der Treppenaufgang in der Mitte des Hauses mit der Veranda wurde schon vor langer Zeit abgerissen. Im Besitz des Kaufmanns H.H. Meibohm erfuhr das denkmalgeschützte Haus eine gründliche Restaurierung und ist heute ein Schmuckstück, 1945 war es lange Zeit von einem Teil des schottischen Generalstabs besetzt.

42. Im Jahre 1911ließ Hinrieh Hink sein Wohn- und Geschäftshaus an der Bahnhofstraße errichten, heute Friedrich-Huth-Straße, Kolonialwaren und Kurzwaren wurden hier angeboten. Schon unter seinem Schwiegersohn Joh. Meibohm erfuhr das Ladengeschäft einen Urnban. Sein Enkel H.H. Meibohm erweiterte es zu einem Selbstbedienungsgeschäft mit einer großen Porzellanabteilung. Das Erdgeschoß hat sich mi! Anbau vollkommen verändert, nur der alte Fachwerkgiebel hat die Zeiten überdauert. Er trägt die Hausinschrift: 'Wäge richtig und gleich, so wirst Du selig und reich.'

43. Villa Margarethe an der Friedrich-Huth-Straße, früher Bahnhofstraße, wurde 1912 erbaut von dem Molkereibesitzer Gustav Thömke. Ihm gehörten die Molkereien in Farven und Brest-Aspe und Gustav Thömkes Tafelbutter wurde im ganzen damaligen Kaiserreich per Versandhandel vertrieben. Das Foto stammt von 1913 und der im englischen Stil vom Gärtner Paul Bady angelegte Garten, begann gerade erst zu wachsen. 1945 bewohnte der schottische Generalstab der Besatzungsmacht für einige Zeit das Haus. Durch innere und äußere Umbauten - es mußten zum Kriegsende und nach der Zeit der Besetzung viele Flüchtlinge untergebracht werden - verlor das Haus seine einstige Schönheit. Heute ist es im Besitz von dem Kaufmann Hans Hinrich Meibohm; es wurde 1976 verkauft.

44. Als das Automobil auch in Harsefeld seine Liebhaber gefunden hatte, war auch die Tankstelle von Hinrich Brunsen ein wichtiger Platz. Dort wo sonst Fahrräder und Zubehör verkauft wurden, konnte man seine Benzinkutsche fachgerecht betreuen lassen. Das 1910 errichtete Wohn- und Geschäftshaus mit Werkstatt veränderte seine Fassade und seine Größe durch mehrere Umbauten erheblich. Heute kann man kein Benzin mehr dort tanken. dafür gibt es eine große Ausstellungfläche in einer Halle der Firma Opel-Brunsen, die rechts neben dem Gebäude in der Friedrich-Huth-Straße errichtet wurde.

45. Die alten Linden standen noch, als dieses Foto von der Friedrich-Huth-Straße entstand. Hier in der Gastwirtschaft von Rolff, rechts im Bild, trank so mancher noch sein Bier, wenn er das Korn zur Mühle gebracht hatte, die, etwas zurückgesetzt, sich neben dem Haus befand. 1929 erwarb Hugo Rolff das Haus von dem Viehhändler Wolf. Links hinter dem Haus befand sich damals eine Herberge für Wanderburschen. Hier wurden auch herumziehende Obdachlose einquartiert. Heutehat das Haus eine Schaufensterfront; die Familie betreibt hier eine Zoohandlung und ein Geschäft für Gartenzubehör und Landhandel.

46. Diese Postkarte bietet gleich acht verschiedene Ansichten von Harsefeld an, die sicher zum Verweilen einladen. Die Helene, die diese Karte verschickte, hatte aber mit dem Wetter Pech und schrieb: 'Liebe MarthaI Hier regnet es den ganzen Tag. Es grüßt Deine Helene.' Auf dem Bilderbogen grüßen: die Gastwirtschaft und Mineralwasserfabrik Prüß, später Poppe, Herrenstraße, die Molkerei, die Oberförsterei, damals noch am Pumpelhorn; das Hotel Deutscher Kaiser, Café Kaufmann, Marktstraße, das Deutsche Haus, Ecke Herrenstraße, das 'Kanapee' lädt zum Spaziergang im Wald ein und Harsefeld kann man von Osten besichtigen. So sah es 1902 hier aus, auch wenn der Zeichner ein wenig künstlerische Freiheit walten ließ. 'Laßt es ruhig regnen, es hört auch wieder auf.'

47. Heute starten von hier die Linien- und Reisebusse der Fa. Reese. Das Wohnhaus von Johannes Reese steht noch in etwas umgebauter Form. Einst betrieb er in dem Haus ein Schuhgeschäft und unterhielt eine Taxe. Daraus entwickelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg ein großes Busunternehmen, was heute von seinem Sohn Erwin Reese geführt wird.

6rub aus J)ar[efeld.

Gaswerk Harsefeld, erbaut 1906.

48. Im Jahre 1906 baute man auf dem Gemeindegrundstück "Irifft im Sande', ein Gaswerk. Damit wurden die dunklen Straßen des Fleckens endlich des nachts erleuchtet, denn es wurden Gaslaternen installiert. Die vorher versuchsweise aufgestellten Spirituslaternen hatten sich als unbrauchbar erwiesen. Die Haushalte konnten ihre Petroleumlampen gegen Gasleuchten austauschen, was ein großer Fortschritt war. Auch Kocher konnten betrieben werden und Gasmotoren. Es wird berichtet, als das Gaswerk. das 120 000 Mark gekostet hatte, am 18. Juli 1906 eingeweiht wurde, daß man bei einem Umzug durch den Ort eine Petroleumlampe auf einem Karren mitführte, der von einem weißen Ziegenbock gezogen wurde, Symbolisch wurde die Lampe beim Gaswerk eingegraben. 1960 wurde die Gasproduktion eingestellt.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2021 Uitgeverij Europese Bibliotheek