Harsefeld in alten Ansichten

Harsefeld in alten Ansichten

Auteur
:   Margritt Bomhardt
Gemeente
:   Harsefeld
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5893-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Harsefeld in alten Ansichten'

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59. Albert Brüggmanns Gasthof war schon vor 1928 ein Begriff; heute wird es als Brüggmanns Hotel von der Familie Eichhorn bewirtschaftet. Das Foto entstand vor dem Umbau 1928. Damals entstand ein kleiner Ausschank an der Seite, der von außen benutzt werden konnte und als'Brüggrnann sien Schapp'in die Fleckensgeschichte einging. Hier konnte man schnell mal 'einen kippen', wie man das nannte. Der Gasthofwar schon seit 1880 in Familienbesitz.

60. Diese Postkarte zeigt außer dem Panorama von Harsefeld vom Mühlenberg gesehen links unten die Walkmühle von Ohrensen, wo schon zur Klosterzeit Leinen und Felle gewalkt wurden. Rechts oben sieht man das Hauptgebäude der Volksschule, 1859/60 an der Schulstraße erbaut. Hier eine Aufnahme von 1905. Zwei weitere Schulgebäude, im Hintergrund und rechts vom Schulhof direkt an der Straße gelegen (hier nicht im Bild), nahmen später acht Klassen auf. Die Volksschule betrieb in den vierziger Jahren eine Seidenraupenzucht und hatte im Schulgarten die Maulbeerbäume angepflanzt, die für die Zucht benötigt wurden. Heute werden die Gebäude anderweitig genutzt. Die Grundschule hat ihren Platz als großes Schulzentrum an der Meybohmstraße.

61. Der Lehrer Herr Holst stellt sich hier im Jahre 1885 dem Fotografen mit drei Jahrgängen der siebenklassigen Volksschule. 249 Kinder wurden in dem Jahr in dem Haus an der Sehulstraße unterrichtet. In Griemshorst gab es noch eine Winterschule mit sieben Kindern.

62. Hier in der Schulstraße gab es die älteste Möbelwerkstatt von Harsefeld. Sie wurde 1792 von dem Drechslerrneister Jakob Fick gegründet. Durch Einheirat, etwa 1905, kam der Betrieb in die Hand von Wilhelm Bokelmann. Die Niedersächsischen Werkstätten stellten gedrechselte Sitzmöbel mit Binsensitzen, der Betrieb hatte eine Stuhlbinderei, sowie auch Schränke und Truhen mit Schnitzereien her. Im Jahre 1843 hatte man noch für einen gedrechselten Eichenstuhl 22 Thaler zahlen rnüssen. Damals kamen viele Bestellungen aus dem Alten Land, farbig bemalt, nannte man sie Altländer Stühle, auf der Geest bevorzugte man sie in Naturholz. Die Möbel waren über die Region hinaus sehr beliebt. Das Wohnhaus auf dem Foto (vor 1910) wurde total umgebaut. Heute sind andere Geschäfte hier etabliert.

63. Noch erhalten ist das Wohnhaus in der Schulstraße, erbaut 1812-1814 von Böttcherrneister Andreas Tipke. Es wurde auch vermietet an die Harsefelder Gendarmen. Sowohl der reitende Gendarm Carl Peltz wohnte hier vor seiner Verheiratung als auch die Familie des Gendarms Thiesing.

64. Das Foto stammt aus dem Jahre 1925. Der Bliek fällt auf den Hof mit Werkstatt und Lagerschuppen der Harsefelder Werkstätten, die 1907 gegründet wurden. Dreyer entwickelte einen besonderen Stil in der Gestaltung, Möbel kunsthandwerklich anzufertigen. Beeinflußt von Worpsweder Künstlern entstanden Möbel von zeitloser Schönheit, die über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg richtete er eine Lehrwerkstatt für Tischlergesellen mit Internat in Harsefeld ein. Nach seinem Tode 1959leiteten seine Söhne die Werkstätten. Heinrich Dreyer jun., letzter Firmenchef, hatte nach seinem Tod keine Nachfolger; die Werkstätten wurden autgelöst. Das von Isa Dreyer geführte Kunstgewerbegeschäft blieb noch lange Jahre bestehen. Heute gehört der Komplex H.P. Fröhling.

65. Dieses Haus- es brannte 1924 ab -wurde von dem Vorfahren der Schmiedemeisterdynastie, dem Fahnenschmied Schreiber, 1756/57 erbaut. Nach dem Brand wurde das Ziegelhaus errichtet an der Schulstraße, in dem die Familie Schreiber heute noch wohnt. Seit 1757 besteht die Schmiede, die 1987 an Axel Haupt verkauft wurde, der außer Metallverarbeitung auch noch Kunstschmiedearbeiten ausführt. So wurde mit der Tradition nicht gebrochen. Aus der Familie Schreiber gingen zwei Fleckensvorsteher und Bürgermeister hervor, von 1872 bis 1883 Joharm Hinrich Andreas Schreiber und von 1910 bis 1919 Karl Schreiher.

66. Im Jahre 1904 war die Schulstraße noch ungepflastert, aber es standen auch Bäume dort, die später der Verbreiterung der Straße weichen mußten. Vorn das Haus von Sattlermeister Schreiber, dahinter das Wohnhaus von Heinrich Dreyer, HarsefeJder Werkstätten, heute im Besitz von Fröhling; dann ist noch das Cordes'sche Haus zu erkennen, heute noch im Familienbesitz. Alle Hausfassaden haben sich stark verändert,

67. Fleißige Leute pflasterten wenige Jahre vor dem Ersten Weltkrieg die Schulstraße. Sie war eine der letzten Hauptstraßen im Flecken, die eine Steindecke bekam. Auf dem Foto ist man gerade vor dem Wohnhaus von Heinrich Dreyer angekommen mit den Pflasterarbeiten. Für die Möbelwerkstätten war eine feste Straße sicher sehr willkommen für das An- und Abfahren von Material und Möbelstücken. Nach dem Zweiten Weltkrieg mußten die alten Bäume in der Straße dern steigenden Verkehr bei der Verbreiterung geopfert werden.

68. Einer völlig neuen Straßenführung mußte das Haus des Kaufmanns Bösch weichen. Es stand einst an der Schulstraße an der Ecke gegenüber dem Hotel Brüggmann. Die Aufnahme entstand etwa Anfang 19. Jahrhundert. Früher wurde eine Schmiede hier betrieben. Das Ladengeschäft hat auf dem Foto noch die kleinen Fenster zum Ausstellen der Ware. Durch einen Umbau entstanden später große Schaufenster. Von dem ehemaligen Ortsbild ist hier heute nichts mehr zu erkennen.

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