Harsefeld in alten Ansichten

Harsefeld in alten Ansichten

Auteur
:   Margritt Bomhardt
Gemeente
:   Harsefeld
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5893-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Harsefeld in alten Ansichten'

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69. Noch bis in die vierziger Jahre unterhielt der Flecken ein Armenhaus; es stand in der Straße 'Im Sande' und beherbergte bedürftige Familien, die sonst keine Unterkunft fanden. Es gab immer wieder Harsefelder Familien und Geschäftsleute, die diesen Leuten Pakete mit Lebensmitteln und Kleidung spendeten, ganz besonders zu Weihnachten.

70. Die Harsefelder Wasserrnühle an der Aue am Fuße des Mühlenberges steht nicht mehr (Foto von 1928). Schon zur Klosterzeit wurde hier Korn gemahlen. Die Mühle hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Lange Zeit im Besitz des Kaufmanns Katt im 19. Jahrhundert, wechselten die Besitzer und Pächter mehrmals. Nach Schmidt war Hugo Rolff lange Jahre Eigentümer. Zu seiner Zeit passierte 1942 der große Dammbruch, der durch die riesigen Wassermassen der Schneeschmelze die kleine Aue in einen reißenden Fluß verwandelte, der große Schäden anrichtete. Das geschah während des Zweiten Weltkriegs, wo es ein großes Problem war, Material für die umfangreichen Reparaturen zu bekommen.

71. Der Mühlenteich an der Wassermühle bildete bis 1938 die 'Badeanstalt' für Harsefeld und seine Gäste, die Sommerfrischler. Das Foto zeigt die alten hölzernen Umkleidekabinen, wie sie schon vor 1930 bestanden. Hier teilten sich die Badegäste das Wasser mit den Fischen und Enten. Als Sprungbrett diente die Staumauer, von der sich die Mutigen in die Tiefe stürzten.

72. Der Mühlenteich, der,durch die Straße getrennt, gegenüber der Wassermühle lag, wurde noch bis in die Zeit des Zweiten Weltkriegs fleißig zum Schlittschuhlaufen benutzt, wenn das Eis hielt. Die Mühlenbrücke, hier auf dem alten Foto noch intakt, wurde zum Schluß des Krieges 1945 wegen der Kampfhandlungen gesprengt, um den Zugang zum Ort zu erschweren für die Angreifer. Sie war nach dem Waffenstillstand durch eine Notbrücke ersetzt worden, die jahrelang ihren Dienst tun mußte.

§..

73. Um 1900 (Foto) existierte noch die alte Katt'sche Ziegelei. In Harsefeld wurden schon zur Klosterzeit von den Mönchen in Feldbrennerei Ziegel gebrannt. 1792/93 errichtete Heitmann eine neue Ziegelei; 1797 verpachtet an Hombastel aus Horneburg; 1848 wurde von Kaufmann Lahusen und Buddelmann eine zweite Ziegelei am Mühlenberg eingerichtet. Beide gingen 1853 an den Kaufmann Katt. Später im Besitz von Schmidt, bis 1914 der Betrieb eingestellt wurde. Zeitweilig waren hier bis siebzig Arbeiter beschäftigt. Die Ziegel waren von hervorragender Qualität und wurden nicht nur im damaligen Deutschen Kaiserreich vertrieben, sondern bis nach Südamerika geliefert.

74. Die ehemaligen Klosterteiche bilden auch heute noch eine Parkanlage am Rosenborn. Die einst eingefaßte Quelle ist nicht mehr zugänglich, das Wasser fließt heute gleich in den Teich. Die Anlagen mit Bänken waren besonders gerne ein Ziel der Sommergäste zur Zeit als Harsefeld Luftkurort war. Auf dem großen Schwanenteich konnte man auch mit Booten fahren. Als die schottische Besatzung nach 1945 das Schwimmbad für sich beschlagnahmt hatte, war der Schwanenteich ein Ersatz für die Harsefelder Bevölkerung zum Schwimmen. Die Anlage auf dem Foto existiert nicht mehr.

75. Der Rosenbornquelle hat man 1931 eine neue ummauerte Fassung gegeben, an einer Kette hing ein Becher, der zum Trinken des wohlschmeckenden Wassers einlud, Das Wasser der Quelle trieb ein kleines Miniaturwasserrad an und mündete in ein rundes Becken, in dem ein Springbrunnen eine Fontäne in die Luft warf.

76. Der Schlagbaum auf Hohebrügge ging einst nur hoch, wenn die Fuhrwerke, die weiter fahren wolltcn, den Wegezoll entrichtet hatten. Für den Durchlaß eines Pferdefuhrwerks mußte man fünf Pfennige zahlen. Der Wirt der Gastwirtschaft kassierte den Obolus. Das Foto entstand 1880 als der Gastwirt noch Gerkens hieß. Die Wegezollpflicht bestand noch bis 1910. Ab 1954 hieß der Inhaber Viebrock. Heute wird Viebrocks Gasthof von der Familie Cohrs bewirtschaftet. Das stilvoll restaurierte Haus trägt heute noch wie damals den Sinnspruch über der Tür: 'Heute für Geld, morgen umsonst.'

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