Hattingen in alten Ansichten

Hattingen in alten Ansichten

Auteur
:   Erna und Angela Beisken
Gemeente
:   Hattingen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4517-6
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hattingen in alten Ansichten'

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19. Im Jahre 1924 versammelten sich die Führer der Freiwilligen Feuerwehr für diese Aufnahme vor der ausziehbaren Leiter. Die prächtigen Uniformen wurden ergänzt durch Pickelhaube, Säbel und Orden. Viele bekannte Hattinger Namen finden sich unter den Hauptmännern und Brandmeistern der Wehr: Deutz, Hüser, Ringel, Ibing ... , um nur einige zu nennen. Drei Löschzüge, eine Wachabteilung, eine Alters-Ehrenabteilung und eine Musikabteilung, die 1920 gegründet wurde, machten die Feuerwehr zu einer erfolgreichen Institution.

20. Dort, wo sich große und kleine Weilstraße treffen, stand bis 1954 der 'Trarbacher Hof. Der einst stolze Fachwerkbau entstand wohl schon vor dem Dreißigjährigen Krieg. Alten Kirchenbucheintragungen nach soll der kaiserliche General Johann Tserclaes Tilly auf seinem Feldzug nach Westfalen zwischen 1622 und 1628 zweimal in Hattingen Quartier genommen haben. Als Herberge könnte dieses alte Bürgerhaus gedient haben, das deshalb im Volksmund 'Tilly-Haus' genannt wurde. Im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt, verfiel das Gebäude und wurde schließlich als Verkehrshindernis abgebrochen. Der Wiederaufbau an anderer Stelle, der bei Fachwerkhäusern möglich ist und in diesem FaU wegen der Denkmalwürdigkeit geplant war, scheiterte am spurlosen Verschwinden des gesamten Holzwerkes.

21. Als die Bürgervon Hattingen imJahre 1586 damit begannen, ihre Stadt anstelle des Palisadenzaunes mit einer Mauer zu umgeben, verstärkten sie die Tore durch Zwinger und Vortore. Das Weiltor wurde zusätzlich durch einen runden Wehrturm gesichert, auf dessen Resten vormindestens 100 Jahren dieses kleine Haus erbaut wurde. 21Jz Zimmer umfaßt es und der Schornstein steht bereitsim Garten des Nachbarn. Vomrunden Keller aus führte ein unterirdischer Gang in einen Gewölberaum unter dem Grabenweg, der hier einige Meter über dem sonstigen Straßenniveau liegt. Das Gewölbe diente früher der Besatzung des Wehrturms als Aufenthalt. Im 17. Jahrhundert wurde derTurm von Steuereinnehmern als Dienstraum benutzt. So entstand wohl der heutige Name 'Zollhäuschen' .

22. Wenige Meter oberhalb des 'Zollhäuschens' wurde der Grabenweg von einem schmalen Fachwerkhaus überbaut. Ein einziges Zimmer befand sich über der balkengestützten Decke, die links auf der alten Stadtmauer liegt. Der Haupteingang zu diesem Haus warvon der kleinen Weilstraße zu erreichen. Der Grabenweg, der im Mittelalter innerhalb der Mauer um die ganze Stadt führte und größtenteils bis weit ins 20. Jahrhundert erhalten blieb, war höchstens drei Meter breit. Der hier gezeigte sowie ein weiterer Abschnitt dieser alten Befestigungsanlagen auf der anderen Seite der Stadt konnte fast unverändert erhalten werden. Das Haus mit dem Überbau ist jedoch verschwunden.

23. Dieses Bild zeigt nun die Giebelseite des Hauses mit dem Grabenweg-Überbau, Im Vordergrund verläuft die kleine Weilstraße am Krämersdorf vorbei zum Obermarkt. Die Gasse mit den anliegenden Häusern wurde oft als 'Malerwinkel' bezeichnet, da sie immer ein beliebtes Objekt für Zeichner und Fotografen war. Die ineinander geschachtelte Bauweise ist charakteristisch für mittelalterliche Städte. Der Raum innerhalb der schützenden Mauern war begrenzt, also baute man schmal und hoch und versuchte, auch den kleinsten Winkel auszunutzen. Nach dem Abbruch des mittleren Hauses gähnte hier jahrelang eine Lücke, deren Neugestaltung durch einen Anbau an das rechte Gebäude und eine Treppe zum Grabenweg gut gelungen ist.

24. Von der großen Weilstraße fällt der Bliek auf das Haus an der Ecke Bahnhofstraßelkleine Weilstraße, in dem sich das Tapetengeschäft Emil Schmidts befindet. Mit den Erkern, Balkonen und Türmchen zeigt es den Stil der Jahrhundertwende. Zu seinem 60jährigen Berufsjubiläum im Jahre 1958 hat Herr Schmidt sein Haus im schmucklosen Stil der neuen Zeit modernisieren lassen. Das Nachbargebäude ist das Haus Gräfe, wo später Café Leiffel zum Verweilen einlud. Links im Vordergrund erblickt man das Geschäft des Metzgers Hüser, dahinter die Gastwirtschaft des Wilhelm Blumeroth.

25. Die Gastwirtschaft des August Ibing am Anfang der großen Weilstraße bestand bis 1912. Ihr Name 'Weiltor' stammte von dem Stadttor, das bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts in unmittelbarer Nähe des Lokals gestanden hat. Die Wirtschaft hatte einen großen Saal, der zu zahlreichen Feierlichkeiten von Hattinger Bürgern angemietet wurde. Wie auf dem Schild am Türeingang zu lesen ist, befand sich auch noch seit 1893 eine Meldestelle des Bezirkskommandos Bochum in diesem Haus. Die Einfahrt zu den Stallungen bildete der runde Torbogen, der rechts an das Hüsersche Haus grenzt.

26. So sah die Front der Weygandschen Häuser an der Weilstraße vor 1900 aus. Eine Gasse zwischen den Gebäuden führte zur 'Kornbrennerei August Weygand, seit 1805'. Der 38 Vol. %ige Alte Weygänder - das Flaschenetikett zeigte die Hattinger Stadtsilhouette von 1800 - war von guter Qualität. Aus der Buchdruckerei C. Ringel im ersten Haus stammten fast alle Ansichtskarten der Stadt. Gleich nebenan verkaufte Herr Denkhaus Tabak und Zigarren. Im Hintergrund fällt das klassizistische Gebäude auf, das zunächst als Wohnhaus, Büro und Ausschank, später nur noch als Brennereibüro, diente. Die beiden Häuser rechts wurden Ende des 19. Jahrhunderts durch einen mächtigen Prachtbau ersetzt.

27. Auf dieser Postkarte wird die Verschieferung der Fachwerkhäuser - eine ähnliche Modeerscheinung wie das Verkleiden mit Eternit - deutlich sichtbar gemacht. Das Haus von Metzger Hüser springt rechts weit in die Weilstraße vor. Der Bliek geht bis zum Gelinde. Im Hintergrund erkennt man gut den Fachwerkbau der Färberei Galluschke, daneben das alte Haus von Weygand und dann deutlich hervortretend der neue Schmuckbau. Zwischen diesem und dem Gasthof 'Weiltor' hatten Friseur Siepmann und Metzger Rosenkranz ihre Geschäftsräume. In dem Sybergschen Haus, ganz links im Bild, soll in früheren Zeiten einer der Hattinger Braukessel gestanden haben.

28. Die große Weilstraße mit Bliek in Richtung Weiltor zeigt nach 1910 links den Neubau Weygand. Zigarrenimport Johann Denkhaus und der Verlag Ringel haben sich auch im neuen Haus etabliert. Eben bezugsfertig ist der hohe Bau mit dem aufgesetzten Spitzdach. Hierin eröffnete das Restaurant 'Weiltor' neu, Die Baulücke des vorherigen Gasthauses von Ibing ist noch mit einem Bretterverschlag geschlossen. Die Häuser Hüser und Blumeroth stehen zu dieser Zeit noch, dahinter erhebt sich das hohe Dachgeschoß des Geschäftsgebäudes Waskönig.

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