Hattingen in alten Ansichten

Hattingen in alten Ansichten

Auteur
:   Erna und Angela Beisken
Gemeente
:   Hattingen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4517-6
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hattingen in alten Ansichten'

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59. Die mittelalterliche katholische Kirche in Niederwenigem konnte 1858 die ständig wachsende Zahl der Gemeindemitglieder nicht mehr fassen. An den 700 Jahre alten Turm baute der Architekt und Baumeister Friedrich von Schmidt, dessen bedeutendste Schöpfung das Wiener Rathaus ist, ein neugotisches Kirchenschiff an. Zur Einweihung am 4. Juli 1861 bestieg der Bischof von Paderbom in Dahlhausen ein Boot und fuhr damit bis zur Anlegestelle am Kernpel. Von dort folgte eine feierliche Prozession zur Kirche. Das erste Schulhaus des Dorfes, das hinter der hohen Pappel sichtbar ist, wurde 1811 am Kirchplatz gebaut. Kinder beider Konfessionen wurden hier unterrichtet. Die Straße im Vordergrund führt nach Altendorf.

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60. Diese Karte aus der Zeit vor 1900 ist leider nicht gut erhalten. Die Turmburg Altendorfwurde zwischen 1180 und 1200 in romanischem Stil erbaut. Trotz ihrer Höhenlage war sie eine reine Wasserburg, deren Gräben sowohl die ausgedehnte Vorburg mit den Wirtschaftsgebäuden als auch die Hochburg schützten. Diese bestand lediglich aus dem massiven, etwa fünfstöckigen Turm, der im Erdgeschoß eine Mauerstärke von bis zu zwei Metern aufwies. 1606 gehörten etwa fünfzig Höfe zum grundherrlichen Besitz der Ritter von Altendorf. In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der Adelssitz aufgegeben und 1798 in einen Erbkotten umgewandelt. In der Zeit nach 1855 benutzten die Bewohner der Gegend die Burg als Steinbruch.

61. Dies ist die älteste bekannte Fotografie der Burg Altendorf, die wahrscheinlich der Fotograf Ludwig oberste Bahrenberg aus Niederwenigern im Jahre 1887 aufgenommen hat. Sie zeigt die noch kaum mit Efeu bewachsene Turmruine und das Lehrerwohnhaus der katholischen Schulgemeinde. Diese hatte das ehemalige Kötterhaus, das unter Einbeziehung der Ringmauer in der alten Vorburg erbaut worden war, 1855 erworben. Infolge von Zechenschäden mußte das Gebäude 1895 geräumt werden. Mit einem gemieteten Schulzimmer begann in Altendorf der Unterricht im Jahre 1848, erst 1959 hatte die 'Burgschule' ausgedient. Das Bild zeigt den Lehrer Ludwig Hannen und den Landwirt und Heimatforscher Johannes Vaester zusammen mit weiterem Lehrpersonal.

62. Hattingen hat eine reizvolle Umgebung mit bewaldeten Höhen und zerstreut liegenden Ansiedlungen. An Sonn- und Feiertagen sind die Gebiete Bredenscheid, Stüter und Elfringhausen belebt durch Spaziergänger und Wanderer. Eines der vielen schönen Einkehrlokale soll hier gezeigt werden. Das Haus Sonnenschein auf einer Anhöhe im Wodantal betrieb Gemüsebau und Fremdenpension. Die Spezialität des Wirts war der selbst hergestellte Obstwein. Auch heute noch kann man im vergrößerten und renovierten Gasthaus eine gute Mahlzeit einnehmen.

63. Dieses Bild zeigt die kleine Zeche Wodan der Gewerkschaft Johannessegen in Bredenscheid. Heute erinnert nur noch die Wodantalstraße an den vergessenen Pütt. Der rechte Schornstein gehörte zur Zeche, der linke zur angeschlossenen Ziegelei. In dem langen Gebäude davor befand sich eine Anlage zum Dörren von Obst und Gemüse. Die Aufnahme stammt aus der Zeit um 1915 und ist vom Bahndamm der Strecke HattingenJBarmen aus aufgenommen. Im Hintergrund sieht man die Hügel des Elfringhauser Erholungsgebietes.

64. Neben verschiedenen Werkstätten der Zechenanlage Wodan ist rechts das Bürogebäude und links die Brikettfabrik zu sehen. Eine zweite Zeche der Gewerkschaft Johannessegen 'Edeltraut' lag in der Gegend GedulderweglHackstückstraße. Für den Transport der Kohle wurde eine Pferdebahn entlang des Paasbachs bis zur Johannessegener Straße gebaut. Heute ist die Trasse ein romantischer Spazierweg. 1929 wurde die Gewerkschaft mit 'Alte Haase' zusammengelegt. 1969 faßte man den Entschluß, die Förderung der Kohle auf allen Schachtanlagen einzustellen. - Oberhalb der Zeche Wodan hat einmal eine Kadaververnichtungsanstalt gelegen. Bei ungünstiger Windrichtung konnte man diese Tatsache im Tal deutlich wahrnehmen!

65. Der Direktor der Zechengesellschaft Johannessegen bewohnte mit seiner Familie eine Dienstvilla. Diese war ein einzeln stehendes Haus im Stil der Jahrhundertwende. Die geschlossene Veranda mit den großen Fenstern gibt dem Bau ein reizvolles Aussehen. Solche Anbauten fand man auch in der Stadt bei Bürgerhäusern aus jener Zeit, zum Beispiel in der Bismarck- und Viktoriastraße. Im großen Garten des Hauses gab es einen vorbildlich gebauten Hühnerstall. Der Hund als Bewacher und Spielgefährte für die Kinder gehörte immer dazu.

66. In der 'guten alten Zeit' vor dem Ersten Weltkrieg wurden gern Familienaufnahmen am Kaffeetisch im blühenden Garten oder in der Laube gemacht. Ein schattiger Platz war erwünscht, die Sonne schadete dem Teint der Damen. Man liebte Rosen, pflanzte sie in Rabatten oder ließ sie am Spalier hochranken. Die Beete begrenzte man mit abgerundeten Ziegelsteinen. Die Wege, belegt mit Abfallkies, wurden peinlich sauber gehackt. Auf dem gedeckten Tisch fallen die großen Kaffee- und Milchkannen auf. Ein Verwandtschaftsbesuch bot stets die Gelegenheit, wieder einmal das gute Tafelsilber, das kostbare Porzellan und die handgearbeiteten Tischdecken hervorzuholen und so zu demonstrieren, wie gut der Haushalt ausgestattet war.

67. Noch bis vor einigen Jahrzehnten besaß jede Familie, die etwas ländlich wohnte oder wenigstens einen großen Garten hatte, einen eigenen Hühnerstaat. Die Tiere liefen frei im Obsthof herum, wo kein Grashalm eine Chance zum Überleben hatte. Für die tägliche Ration Körnefutter bedankten sie sich mit fleißigem Eierlegen, eine gute Henne schaffte fünf oder sechs Eier pro Woche. Auch ein Hahn durfte nicht fehlen, da der Nachwuchs gesichert sein mußte. Den jungen Hähnchen ging es schon bald ans Leben. So mancher Hausherr benötigte erst einmal einen Schnaps, ehe er zum Schlag mit dem Beil ausholte.

68. Dies ist noch einmal ein Bild aus Bredenscheid-Stüter. Der Bliek geht über die EIfringhauser Straße hinweg in Richtung Hattingen. Im Hintergrund liegt der Höhenrücken des Schulenbergs, ganz schwach ist das ehemalige Lehrerseminar, heute Gymnasium, und auch der Wasserturm zu erkennen. Das dunkle Gebäude in der Häuserzeile ist die Schule für Oberbredenscheid. Im Jahre 1910, als dieses Foto etwa gemacht wurde, führte sie drei Klassen mit zwei Lehrern. Die Bäckerei Ahrens sieht man rechts im Bild. Ganz in der Nähe liegt der Bahnhof Bredenscheid.

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