Hattingen in alten Ansichten

Hattingen in alten Ansichten

Auteur
:   Erna und Angela Beisken
Gemeente
:   Hattingen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4517-6
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hattingen in alten Ansichten'

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Hattingen. Rrankenhaus

79. Außerhalb der Stadt, an der Sprockhöveler Chaussee, wurde am 29. September 1901 das evangelische Krankenhaus eingeweiht. Ein Festgottesdienst fand in der St.-Georgs-Kirche statt. Der erste Bauabschnitt war der Mitteltrakt mit dreißig Betten. Die Pflegesätze betrugen damals für die erste Klasse pro Tag 6 Mark, für die zweite 4,50 Mark und für die dritte 2 Mark. 1912 war der Anbau von zwei Gebäudeflügeln dringend erforderlich geworden. Die Henrichshütte hatte zu dieser Zeit ihr eigenes Krankenhaus aufgegeben, sodaß auch diese Patienten Aufnahme finden mußten. 1967 wurde das Haus durch einen Neubau ersetzt, der den Ansprüchen der neuen Zeit gerecht wurde.

80. Auch dies ist ein Bild von der Sprockhöveler Straße. Vor der Scheune von Auto-Brinkmann verkaufte bis 1918 der Bildhauer Strauß Grabsteine und Kreuze für den nahe gelegenen Friedhof. Dann übernahm der Bildhauer Graevingholt das Geschäft, er verlegte die Werkstatt später an die Friedrichstraße. 1919 baute der Gärtner Friedrich Tiggemann zusätzlich auf diesem Grundstück die 'Blumenhalle', um den Grabschmuck komplett zu machen. 1936 wurde das Häuschen durch einen größeren Pavillion ersetzt, der bis zum Auslaufen des Pachtvertrages 1956 bestand.

81. Die Firma Heinrich Brinkmann KG besteht seit über hundert Jahren als Familienbetrieb in der vierten Generation. Begonnen hatte man mit einer kleinen Huf- und Wagenschmiede an der Friedrichstraße, dann wurde der Betrieb an die Sprockhöveler Straße verlegt. Um 1878 beschäftigte die Schmiede fünf bis sechs Personen. 1936 stellte man sich auf die neue Zeit ein: der Schmiedebetrieb wurde aufgegeben und eine Kraftfahneugwerkstatt eingerichtet. Auf dem Bild ist die große Esse mit dem Schmiedefeuer zu sehen. Links bedient ein Mann einen maschinell betriebenen Hammer, rechts stehen zwei Arbeiter am Amboß.

82. Durch die fortschreitende Entwicklung der Automobilindustrie angeregt, entschloß sich die Familie Brinkmann 1928 zur Errichtung einer Reparaturwerkstätte für die junge Technik. Eine neue Halle und auch Büros wurden notwendig. Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Betrieb durch dauernde Modernisierung zeitentsprechend bis zur heutigen Größe. Aus den ersten Anfängen der AutomobilReparatur stammt dieses Bild. Die Kraftfahrzeugherstellung mag sich seit damals zwar gänzlich geändert haben, der Werkstattbetrieb jedoch beruht noch heute größtenteils auf Handarbeit.

83. Die Sprockhöveler Chaussee, die heute Bredenscheider Straße genannt wird, wurde erst 1841 gebaut, um die starke Steigung der Friedrichshöhe zu vermeiden, über die seit alter Zeit der Reiseweg führte. Auf dem Bild steht rechts das im Krieg ausgebombte Haus Becker, daneben liegt die Keusersche Besitzung, die später Tiggemarm gehörte. An das Haus des Lehrers Klauke schließt sich das Eekhaus des Totengräbers Breitenbach am Eingang zur Schulstraße an. Noch gerade sichtbar ist das Wohnhaus der Familie HilI, die über Generationen ein Einzelhandelsunternehmen geführt hat. 1855 eröffnete Heinrich HilI sein erstes Geschäft in Bredenscheid. Sein Sohn betrieb Groß- und Kleinhandel mit Filialen, die sich später zu Supermärkten entwickelten.

84. Die Emschestraße beginnt kurz hinter dem ehemaligen Steinhagentor und führt zunächst in Richtung Kirchplatz, den sie dann halb umschlieBt, bis sie am alten Rathaus endet. Das Bild zeigt den Abschnitt zwischen Steinhagen und Talstraße. Vor dem Möbelhaus Möller in der Bildmitte kann man noch einen der alten Hattinger Brunnen sehen. Ein runder Steinsockel und der hölzerne Oberbau schützten den Schacht, der hier im Bachbett der Emscher sicher nicht allzu tief sein mußte. Rechts neben Möllers Haus hatte der Bäkker Emil Heller sein Geschäft, Links stehen die Häuser von Rechtskonsulent Böttinger und Moses Löwenstein. Das Gebäude gegenüber ist ein Doppelhaus, dessen rechter Teillaut einer Balkeninschrift 1504 errichtet wurde. Rechts vorne führt eine Gasse zum Hinterhaus,

85. Dies ist nun die beim vorherigen Bild erwähnte Gasse. Links ist das Vorder- und Hinterhaus aus dem Jahr 1504 zu sehen, es hat eine interessante Entstehungsgeschichte. Im Mittelalter war es in Hattingen üblich, den Kirchenzehnten in Form von Hafer an den Pfarrer abzuliefern. Da dieser 'Meßhafer' eingelagert werden mußte, richteten die Kirchengemeinden Sammelstellen ein, die im niederdeutschen Sprachraum 'Offerhus' genannt wurden. Ein solches Haus, als Hofstelle ausgestattet, befand sich an diesem Platz. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurden die Wirtschaftsgebäude durch angebaute Wohnhäuser ersetzt.

86. Dieses Foto zeigt die Stelle, an der die Emsche an den Rand der Kirchinsel stößt. Das Haus, in dem Robert Fritsch seine Schuhe verkaufte, gehörte der Familie Bredenbruch. Hinter dem nächsten Gebäude führt links die Kirchstraße zum Steinhagen. Die beiden mittleren Häuser gehören zur Randbebauung des Kirchplatzes, im linken befindet sich der Treppenaufgang, der schon vorher auf einem Bild zu sehen war. Da der Platz mehrere Meter höher als das Niveau der Emsche liegt, blickt man auf die Kellereingänge dieser mittelalterlichen Gebäude, die Haupteingänge befinden sich auf der Kirchhofseite. Jedes der Häuser ist auf einer Grundfläche von nur 33 Quadratmetern errichtet worden.

87. Folgt man weiter der Emsche entlang der Kirchinsel, so kommt man zum Armen- und Waisenhaus. Dessen hoher Giebel ist in der Bildmitte zu sehen. Bereits im Jahre 1474 wurde auf diesem Grundstück der Kirchengemeinde ein HeiligGeist-Gasthans erbaut, das die Aufgabe hatte, den alten oder kranken Bürgern der Stadt ein Obdach zu geben. Sammlungen und Stiftungen erbrachten das zum Bau notwendige Kapital. Die jetzige Form des Armenhauses stammt aus dem Jahre 1781 und erfüllte seinen Zweck bis 1919. Das alte Foto zeigt links daneben einen Teil des im 18. Jahrhundert erbauten ehemaligen Pastorats, zu dessen Grundbesitz auch der 'Pastorskamp' außerhalb der Stadtmauern im Heggerfeld gehörte.

88. Dies ist ein Bliek über die Emsche zurück bis zur Einmündung der Kirchstraße. Der Fotograf stand vor dem Armenhaus, der Kirchplatz liegt auf der rechten Seite. Die Mauer im Vordergrund zeigt, daß auch damals schon glat

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