Heidenrod in alten Ansichten

Heidenrod in alten Ansichten

Auteur
:   Friedrich Schmidt
Gemeente
:   Heidenrod
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2861-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heidenrod in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Im Jahr 1972 entstand die Gemeinde Heidenrad durch die kommunale Gebietsreform in Hessen als freiwiliger Zusammenschluß von 18 ehemals selbständigen Dörfern. Martenroth schloß sich kurze Zeit später an, Hilgenroth wurde durch ein Abschlußgesetz der Landesregierung der Gemeinde Heidenrad zugeteilt.

Die große Flächengemeinde umfaßt ein Gebiet von über 100 Quadratkilometern und ist zur Hälfre mit Wald bedeckt. Sie liegt zwischen 300 und 500 Meter über NN. und gehört zum Taunus-Hochland zwischen Rhein, Lahn, Aar und Wisper.

Viele vorgeschichtliche Handels- und Heerstraßen durchkreuzen das Gerneindegebiet. Weit über 150 Grabhügel unweit der Wegeränder beweisen uns die frühe Besiedelung dieses Raumes.

Von 70 nach Christi Geburt bis zum Jahr 250 verlief auf zirka 6 Kilometer Länge der römische Grenzwall, Limes genannt, von Holzhausen/Haide bis Kemel durch das Gebiet der heutigen Gemeinde. Fundamente von römischen Wachttürmen sind noch ein Dutzend in unseren Wäldern zu finden. Auch das

Lagerdorf des Römerkastells liegt in der ehemaligen Laufenselder Gemarkung unweit vom Grauen Kopf, der mit dem Mappershainer Kopf eine der höchsten Erhebungen mit 543 Meter über dem Meeresspiegel ist.

Nachdem durch die Angriffe der Franken und Alemanen die Grenze des Römischen Reiches an den Rhein zurückgenommen wurde, gehörte dieses Gebiet zum Dekanat Marienfels, einer kirchlichen Herrschaft, die die römische Zivilverwaltung übernommen hatte. In karolingischer Zeit gehörte das Gebiet zum Einrichgau. Der Graf von Arnstein erhielt es als Lehen der Abtei Prüm in der Eifel, gehörte also zu dem kurtrierer Besitz.

Sein Erbe, ein Junker von Isenburg, verkaufte die Erbschaft zu gleichen Teilen an die Grafen von Nassau und von KatzeneInbogen. Dadurch entstand auf dem Einrich die Niedergrafschaft Katzenelnbogen. Daraus ging das 'Vierherrengericht' hervor. Diese vier Herren waren von Nassau die Ottonische und Walramische Linie und die von Alt- und Neukatzenelnbogen. So finden wir heute noch im Wald historische

Grenzsteine, in die die Buchstaben NS (Nassau-Saarbrücken), HR (Hessen-Rheinfels) und HD (HessenDarmstadt) eingemeiselt sind. Trotzdem darf man sich nicht vorstellen, daß die Fürsten zusammenhängende Gebiete beherrschten, im Gegenteil es waren die Dörfer und sogar einzelne Familien auf die Herrschaften aufgeteilt.

Zum Gemeindegebiet gehören die Burg Haneck in Geroldstein im Wispertal und das Kloster Gronau beim Altenberg, dem Hauskloster der Grafen von Katzeneinbogen. Es wurde nach der Reformation durch den Landgrafen von Hessen-Kassel in das erste hessische Landeshospital umgewandelt. Nach dem Wiener Kongreß verkaufte es das Herzogtum Nassau an den Fürsten zu Wied. So ist es heute im Privatbesitz.

Der Ortsteil Kemel wurde schon im 8. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Auch Laufenselden, Meilingen und Zorn deuten auf keltischen oder germanischen Ursprung hin. Ebenso sind Springen, Watzelhain, Wisper, Mappershain, Geroldstein, Dickschied und Langschied frühe Siedlungen. Durch die verstärkte Be-

siedelung im frühen Mittelalter mußte der Wald gerodet werden. Darauf weisen uns die Ortsnamen mit der Endsilbe -roth hin.

Im Dreißigjährigen Krieg zogen kaiserliche Truppen, vor allem Spanier und die Schweden, hier durch, bevor sie die Festung Mainz eroberten. Französische Truppen haben hier biwakiert. 1813 machten Preußen und Kosaken Quartier, bevor sie in der Neujahrsnacht den Rhein überquerten. Im Krieg 1866 kämpften die Nassauer auf der Seite Österreichs. Preußische Landwehr war von Koblenz aus auf das Dorf Zorn und Holzhausen vorgerückt. So ist die Schlacht bei Zorn in die Geschichte eingegangen. Ein Soldat aus Miehlen war gefallen, der mit militärischen Ehren auf dem 'Totenacker' in Kemel beerdigt wurde. 3000 Jahre Geschichte begegnen uns bei Wanderungen in der herrlichen Landschaft von Heidenrod. Im Rauschen der alten Eichen und Buchen und in den stillen Nadelwäldern erzählen stumme Zeugen der Geschichte aus vergangenen Zeiten. Wanderer kommst Du nach Heidenrod, dann wirst Du sie finden, wie kein Buch es beschreiben kann.

1. Zum Anfang dieses Buches eine idyllische Aufnahme von einem Schafhirt mit seiner Schafierde. Im Hintergrund liegt Heidenrod.

2. Ein großes Ereignis war die Fertigstellung der Eisenbahnlinie Wiesbaden-Diez an der Lahn. Um die Jahrhundertwende wurde die Teilstrecke zwischen Bad Schwalbach und Zollhaus in Betrieb genommen. Auf dem Bild sehen wir die Einweihung des Tunnels an der Neumühle im Aartal.

3. Die Burgruine Haneck im Ortsteil Geroldstein an der Wisper liegt 30 Kilometer von der Aartalbahn entfernt. Sie markiert die damalige Grenze zwischen dem kurmainzischen Rheingau und dem kurtrierischen Einrichgau. Die Ritter von Geroldstein beherrschten die Wisperstraße und sollen im ausgehender Mittelalter Raubritter gewesen sein.

4. Im Jahr 1922 wurden in Kemel die Wasserleitung und ein Stauweiher gebaut. Viele Jahre diente er der Jugend als Freizeitgelände und Schwimmbad, weil es an natürlichen Seen fehlt, obwohl reichlich Quellen und Grundwasser vorhanden sind.

5. Schon vor der Reformation halfen die Laufenselder der Gemeinde Rettert beim Kirchenbau. Seitdem haben sie das Recht alle drei Jahre dort die Kirchweih zu feiern, als Fahler Kerb weit über die Grenzen bekannt. Das Foto ist 1901 in der Kastellstraße aufgenommen. Mit Musik und dem Gemeindevorstand an der Spitze geht es nach Rettert.

6. Ein großes Ereignis war sicher der Besuch aus Amerika beim Sattler Philipp Haas in der Danunstraße in Laufenseiden. Ein Automobil war vor 1914 noch eine große Seltenheit, welches sich ein kleiner Handwerksmeister nichterleuben konnte.

7. Den ersten Omnibus besaß Fritz Bodenheimer. Er hatte einen hölzernen Aufbau für die Passagiere. Nun brauchte man nicht mehr zu Fuß die fünf Kilometer bis zur Bahnstation im Aartal zu laufen. Sogar für Vereinsausflüge wurde er schon benutzt und für Fahrten zu Turn- und Sängerfesten in der Nachbarschaft.

8. Der kaiserliche Postmeister Russert vor seinem Haus und Amtsgebäude in der heutigen Rathausstraße in Laufenselden, Selbst sein Urkenkei ist heute bei der Bundespost. So blieb die Tradition über Generationen in der Familie erhalten.

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