Heiligenhaus damals und heute Band 1

Heiligenhaus damals und heute Band 1

Auteur
:   August Steinbrink
Gemeente
:   Heiligenhaus
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4825-2
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Heiligenhaus damals und heute Band 1'

<<  |  <  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  11  |  12  |  13  |  >  |  >>

-"

54. Am Ende der Hauptstraße in Richtung Hösel steht das Haus Nr. 301. In der Wirtschaft 'Auf'm Keller' machten Fuhrleute, die mit ihrem Pferdegespann Güter an die Bahn nach Hösel brachten, auf dem Hin- oder Rückweg Halt, um sich einen 'Bergischen Klaren' - auch Fuhrmannsschnaps genannt - zu genehmigen, während nebenan in der Huf- und Wagenschmiede, die auch von Familie Meier berrieben wurde, die Pferde neue Hufeisen bekamen. Nach einem Brand im Jahre 1926 wurde das Restaurant neu erbaut. Die Schmiede mußte dem Wohnhausneubau Haupstraße 299 weichen. Heute ist hier mit dem sich anschließenden Höseler Platz ein innerstädtischer Verkehrsknotenpunkt.

55. Das Ende der Hauptstraße/Ecke Ratinger Straße zeigte sich seit dem Bau der repräsentativen Villa von Fritz Kiekert sen. jahrzehntelnach unverändert. Gegenüber dem Gartenhaus stand ein Rundtransformator, der das Unterdorf mit Strom versorgte. Die Scheune gehörte zum Hof 'Stüttgeslinde', oder im Volksmund 'an der Leng'. Ein während der Nacht ausbrochener Brand vernichtete die Scheune. Der Transformator reichte für die sich ausdehnende Stadt nicht mehr aus; das Gartenhaus mußte dem Straßenausbau weichen. In Heiligenhaus, Kettwiger Straße, produzierte die A.E.G. (Allgemeine ElekrrizitätsGesellschaft) Meß- und Regelgeräte seit 1946, bis man an der Ecke Ratinger Straße/Höseler Straße 1950 ein neues Werk baute , das am 1. Juli 1968 von H & B (Hartmann & Braun) übernommen wurde; jetzt sind hier etwa 1 500 Mitarbeiter tätig. Die Villa Kiekert wurde 1983 von der Stadt Heiligenhaus erworben und ist nach erfolgtem Umbau seit dem 1. Oktober 1987 Dienstgebäude der Polizeistation Heiligenhaus.

56. Beispielhaft für das Wachstum der Industrie in Heiligenhaus sind die K.W.S.-Betriebgebäude. 'Das durch Karl Woelm sen. mit seinem Sohn Kar! 1925 gegründete Unternehmen hatte zuerst eine Betriebsfläche von knapp 50 nr', die dem Wohnhaus Hasselbeckerstraße 2 angefügt waren, Später kam der Sohn bzw. Bruder Robert mit zur Geschäftsführung. Durch verschiedene Betriebserweiterungen - die letzte erfolgte 1989 - hat das an vier Straßen gelegene Unternehmen jetzt eine Produktionsfläche von 4000 nr'. Die Firmenleitung liegt heute in den Händen von drei Enkelsöhnen des Firmengründers. Der Trampelpfad zwischen Talburgstraße und Höseler Straße entlang der Hecke wurde später Teilstück der Rheinlandstraße. Auf dem Gartengelände wurde eine weitere Fabrikhalle erstellt, nachdem die kleinere Halle auch umgebaut wurde. Beide Aufnahmen machte der Fotograf vom Eingang des Postamtes Heiligenhaus 2,

57. Mit Einführung der Dampfmaschinen - die erste wurde 1878 in Heiligenhaus in Betrieb genommen - wandelte sich die handwerkliche zur mechanischen Fertigung der in Heiligenhaus heimisehen Schloß- und Beschlagindustrie. Die aus dem Jahre 1920 stammende Aufnahme eines Maschinensaales zeigt den Antrieb der Maschinen über Transmissionen. Mit der zunehmenden Elektrifizierung der Betriebe bekamen alle Maschinen eigene Antriebe, neuerdings zunehmend mit CNC-Steuerung. Früher wurde jedes Schloß handwerklich gefertigt; heute wird in Großserien produziert.

58. Die Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie Wülfrath - Ratingen- West mit dem Bahnhof Hofermühle im Süden von Heiligenhaus und der Arbeitsbeginn im Steinbruch Hofermühle der Rheiuisch-Westfälischcn Kalkwerke erfolgten 1903. Mit den hier erbauten zwei Ringöfen wurden 'Weißkalk in Säcken' und 'Kalksteine' erzeugt. Da die Voraussetzungen für einen rationellen Betriebsablauf nicht mehr gegeben waren, erfolgte 1945 die Stillegung des Betriebswerkes Hofermühle. Die Werksanlagen wurden abgerissen, der Schornstein Ende der fünfziger Jahre gesprengt. In der Folgezeit etablierten sich auf dem ehemaligen Betriebsgelände Handwerks- und Gewerbebetriebe; nach Abbruch dieser Baulichkeiten wurde das Terrain renaturalisiert. Der Personenzugverkehr auf der Bahnlinie Wülfrath - Ratingen- West wurde eingestellt. Heute ist für die vielen Güterzüge auf dieser 'Kalkbahn' der Bahnhof Hofermühle Rangier- und Abstellbahnhof.

<<  |  <  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  11  |  12  |  13  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2021 Uitgeverij Europese Bibliotheek