Heiligenhaus damals und heute Band 1

Heiligenhaus damals und heute Band 1

Auteur
:   August Steinbrink
Gemeente
:   Heiligenhaus
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4825-2
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Heiligenhaus damals und heute Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

19. 'Am Rathaus' heißt jetzt die frühere Kirchhofstraße, die dann zwischenzeitlich in WalIstraße umbenannt wurde. Der Bliek in Richtung Hauptstraße zeigt in der Bildmitte das im Bergischen Fachwerk gehaltene Wohnhaus des Schreinermeisters Emil Kuhs, der in seiner Werkstatt Särge nach Maß handwerklich fertigte. Die Neugestaltung der Innenstadt ließ auch hier moderne Geschäftshäuser und das Café Leibeek entstehen. Seit dem 1. März 1973 finden die Räume des ehemaligen Cafés Leibeek Verwendung als kirchliche Altentagesstätte; diese wird von den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in ökumenischer Trägerschaft unterhalten.

20. Der Neubau einer vierklassigen evangelischen Volksschule wurde im Jahre 1886 in der Ortsmitte bezogen. Die Wohnung des Lehrers Büchter befand sich im linken Gebäudeteil. Nachdem am 1. April 1897 Heiligenhaus selbständige Landgemeinde wurde, bezog die Verwaltung unter Bürgermeister Paul Freund einen Flügel des Schulgebäudes. Der 1921 begonnene Urn- und Anbau des Schulgebäudes zum Rathaus wurde nach den Plänen des damaligen Gemeindebaumeisters Otto Baronetzky 1923 abgeschlossen. Vor dem Rathaus stand zur Erinnerung an den siegreichen Krieg 1870/71 das Germania-Denkmal. Zur Ostseite des Rathausplatzes versetzt wurde nach Abschluß der Bauarbeiten der Gedenkstein mit den Reliefs der Kaiser Wilhelm I. und Friedrich lIl. zur Erinnerung an das Dreikaiserjahr 1888. Das Gerrnania-Denkmal und der Gedenkstein wurden nach einem Bürgermeisterbeschluß vom 6. April 1938 in einer Nacht- und Nebelaktion abgerissen.

21. Die Generation unserer Großeltern hatte die westliche Seite des Rathausplatzes noch anders in Erinnerung. Damals verlief hier von der Hauptstraße in der Kurve das Gleis zum Betriebshof hinter dem Rathaus der Bergischen Kleinbahn A.G., wo die Straßenbahn Linie 29 ihr Depot hatte. Hier wurden auch die Lokomotiven des 'Feurigen Elias' für die Fahrten zum Reichsbahnhof Hösel bis zur Betriebseinstellung am 23. Januar 1923 betriebsbereit gemacht. Die Aufnahme links stammt aus dern Jahre 1950 und zeigt den Anfang eines entstehenden Geschäftszentrurns an der Hauptstraße bis zur Friedhofstraße, die damals den Namen Teichstraße hatte. In den Jahren 1988/1989 wurden im modernsten Stil hier das erweiterte Rathaus und das am 1. Oktober 1989 eröffnete Rathaus-Center mit insgesamt 3600 rrr' Laden- und Büroflächen errichtet. Auf beiden Bildern ist am rechten Bildrand die Westecke des 1923 fertiggestelJten Rathauses zu erkennen.

22. Mit dem Einzug von drei Ordensschwestern aus der 'Genossenschaft der Schwestern nach den Regeln des hl. Augustinus' am 2. Juni 1907 in das Haus NI. 2 der damaligen Kirchhofstraße begann eine segensreiche Arbeit für die Heiligenhauser Bevölkerung. Im gleichen Jahr konnten die Schwestern in das katholische St. Josefshaus an der Hauptstraße, genannt 'Klösterchen', umziehen. Dieses Gebäude wurde in den Jahren 1912 und 1913 um einen Kindergarten und Räume für Erholungssuchende erweitert. Etwa 2 000 leichtverwundete Soldaten wurden während des Ersten Weltkriegs hier gepflegt, wie auch bei den Straßenkämpfen des Kapp-Putsches Verwundete aufgenommen wurden. In der Zeit der großen Arbeitslosigkeit wurden 1932 noch 10000 kostenlose Mahlzeiten durch die eingerichtete Erwerbslosenküche ausgegeben. Auch der Zweite Weltkrieg prägte die Arbeit im Klösterchen. Da die Einrichtungen des Hauses modernisiert werden mußten, wurde 1960 ein Kindergarten für neunzig Kinder neu eingerichtet. Anstelle einer grundlegenden Renovierung des K1österchens wurde 1965 der Neubau des Altenheimes an der Lindenstraße in Betrieb genommen. Das an der Stelle des Klösterchens errichtete Geschäfts- und Ärztehaus erinnert nicht mehr an einen wichtigen Bezugspunkt in der Ortsmitte.

23. 'Am grünen Baurn' heißt das Haus Hauptstraße 156. Durch August Ehrmann wurden hier Textilien, Kolonialwaren und Gemischtwaren verkauft. Später wurde noch eine Drogerie angegliedert, hinzu kamen Sonnenstudio und Kosmetiksalon. Das in Bruchsteinmauerwerk 1859 errichtete Gebäude wurde innen verschiedentlich umgebaut; die erneuerte Fassade kann als Schmuckstück in unserer Innenstadt bezeichnet werden und beweist, daß nicht immer ein Räumbagger notwendig ist.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2021 Uitgeverij Europese Bibliotheek