Heiligenhaus damals und heute Band 1

Heiligenhaus damals und heute Band 1

Auteur
:   August Steinbrink
Gemeente
:   Heiligenhaus
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4825-2
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heiligenhaus damals und heute Band 1'

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39. Die als 'Höhere Privatschule zu Heiligenhaus' bezeichnete Vorgängerin der späteren Mittelschule mit dem Namen 'Hindenburgschule' (Rektoratschule) bezog im lahre 1909 an der damaligen Marktstraße, heute MitteistraßelEcke Südring, ein neues Schulgebäude, da die bisherigen Räumlichkeiten (jetzt Bürogebäude der Firma Kiekert & Nieland am Südring) wegen steigender Schülerzahlen nicht mehr ausreichend waren. Auch diesem Schulgebäude wurden später weitere Klassenräume angebaut. Nach dem Umzug der Realschule in das 1957 fertiggestellte Schulhans an der Hülsbecker Straße befinden sich in den Räumlichkeiten des alten Schulgebäudes die Unterrichtsklassen der Volkshochschule, die Dienststelle des Deutschen Roten Kreuzes und eine Modellbaugruppe der Segelflieger. Den größten Flächenanteil hat seit dem 1. September 1986 die Stadtbücherei.

40. Nach Entfernung des Germaniadenkmals vom Rathausplatz wurde durch Mitarbeit weiter Bevölkerungskreise - diese verrichteten in Handarbeit die Erdbewegungen zur Abtragung des 'Kieskopp' - der Platz für ein neues Ehrenmal geschaffen. In dem gärtnerisch gestalteten Gelände standen dann der 'Germanische Siegfried' mit Schwert sowie eine Säule mit Hoheitsadler und Hakenkreuz. Nach Kriegsende 1945 wurde das 1937 geschaffene Ehrenmal 'geschleift' , d. h. dem Erdboden gleichgemacht und zu einem Fußballplatz umfunktioniert; eine Maßnahme, die für viele Einwohner unserer Stadt nicht ganz verständlich war. Es konnte aber nicht ausbleiben, daß die Frage nach einem Ehrenmal später wieder akut wurde und zu heftigen Diskussionen führte. 1961 wurde an derselben Stelle ein neues Mahnmal errichtet, an dem am Volkstrauertag alljährlich eine Gedenkstunde mit Kranzniederlegungen stattfindet.

41. Ein nicht wegzudenkender Bezugspunkt im Dorf und in der späteren Stadt war die Wirtschaft 'Zum Schwan' in der Kettwiger Straße. Am späten Nachmittag trafen sich hier die Honoratioren zum Därnmerschoppen, um die Tages- und Dorfcreignisse zu diskutieren. Am Lohntag, der war freitags, genehmigten sich 'einen' die Arbeiter der in der Nachbarschaft befindlichen Betriebe A.K.S. und KuK auf dem Nachhauseweg. Jeden Freitagabend probten hier die Sänger des 1867 gegründeten Männergesangvereins 'Frohsinn'. Am Sonntagrnorgen versammelten sich nach dem Gottesdienst die 'Lutherischen' zum Frühschoppen, was der Wirtschaft zeitweilig den Namen 'Lutherisches Hotel' einbrachte. Nach dem Tod des Wirtes Jansen führte seine Schwägerin Else Horn das Lokal weiter, bis dieses dann von dem Konditormeister Fritz Leibeek übernommen wurde, der ein Café angliederte, wozu auch ein Ladenlokal für Backwaren gehörte. Mit der Neugestaltung des Kirchplatzes wurde das alte Lokal 'Zum Schwan' abgerissen. Auch der 1963 erstellte Neubau 'Zum Schwan' fiel später der geplanten Entflechtungsstraße zum Opfer. Nur eine Baulücke, die der permanenten innerstädtischen Parknot eine kleine Erleichterung schafft, ist bis jetzt geblieben.

42. Windschief und vom Alter gezeichnet waren die Baulichkeiten 'Am Zimmeshaus', die sich an der Kettwiger Straße links unterhalb der Eisenbahnüberführung befanden. Veränderungen in der Straßenführung brachten es mit sich, daß man von der Straße aus über die später angebrachten Schutzgeländer in die Dachrinnen greifen konnte. Schon zu Anfang der fünfziger Jahre mußten diese Häuser, die ein Stück von Alt-Heiligenhaus mit darstellten, abgebrochen werden. An dieser Stelle entstanden einige der ersten Häuser des sozialen Wohnungsbaues in Heiligenhaus. Nichts deutet mehr auf die aus dem vorigen Jahrhundert erbaute Häuserzeile: 'Am Zimmeshaus'; die heutige Straße mit demselben Namen, beginnt gegenüber.

43. Schon in der Katasterkarte von 1859 ist das an der Kettwiger Straße 9 gelegene 'Bösenhaus' aufgeführt. Hier waren noch lange Zeit Webstühle der Heimarbeiter tätig. Hinter dem Bösenhaus befand sich der Eingang zum alten evangelischen Friedhof, und über die Kettwiger Straße führte der Weg der Leichenzüge, die damals noch vom Trauerhaus aus gingen. Mit dem Bau der Friedhofskapelle 1957 am neuen Friedhof fand auch diese Tradition ein Ende. Im Zuge der Stadtentwicklung und neuer Straßenführung fiel auch das 'Bösenhaus' dem Räumbagger zum Opfer. Die neu geschaffene Rheinlandstraße nimmt hier ihren Anfang in westlicher Richtung, und ein innerstädtischer Parkplatz wurde eingerichtet. Der Eingang zum alten evangelischen Friedhof wurde zur Rheinlandstraße verlegt. Beide Bilder haben gemeinsam im Hintergrund das Haus Hauptstraße 200 'Am Ufer'.

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