Heiligenhaus damals und heute Band 2

Heiligenhaus damals und heute Band 2

Auteur
:   August Steinbrink
Gemeente
:   Heiligenhaus
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5730-8
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heiligenhaus damals und heute Band 2'

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EINLEITUNG

'Vom Dorf zur Stadt' war der Untertitel des 1989 erschienenen Buches 'Heiligenhaus - damals und heute'. Mit der Übergabe eines Bandes 2 dieser Schriftenreihe an die Öffentlichkeit möchten wir nicht nur dem Wunsch vieler älterer Heiligenhauser Bürger entsprechen, sondern auch interessierten Neubürgern ihre neue Heimatstadt Heiligenhaus näher bringen. Nicht nur seit 'Großvaters Zeiten' haben sich im Ortsbild wesentliche Veränderungen ergeben; auch die Generation der Mütter und Väter hat zahlreiche Ansichten noch in guter Erinnerung. Viele Fotos werden ältere Bürger unserer Stadt wehmütig stimmen, wenn auch die Zahl derer, die sich noch an das alte Gesicht 'unseres Dorfes' erinnern, von Tag zu Tag geringer wird.

Der Geschichtsverein Heiligenhaus e. V. hat es für angebracht gehalten, im Band 2 wieder jeweils ein Bild von 'damals' und ein Bild von 'heute' gegenüberzustellen und damit zum zweiten Male 'alt' und 'neu' zu veröffentlichen. Auf der linken Seite werden überholte Heiligenhauser Ansichten mit einer kurzen Erläuterung dargestellt; auf der rechten Seite sieht man die gleichen Baugrundstücke mit ihrer heutigen Bebauung, meistens aus der gleichen Perspektive fotografiert. Deutlich ist zu erkennen, wie sich innerhalb unseres Gemeinde- bzw. Stadtgebiets wesentliche Veränderungen ergeben haben.

Oft aber meint man 'das ist ja noch wie damals', obwohl Fassaden, Dächer, Fenster und Ornamente an den Hausfronten das Aussehen - wenn manchmal auch nur geringfügig - verändert haben. Einige der dargestellten Blickpunkte wurden bereits im Band 1 veröffentlicht; uns in der Zwischenzeit zugänglich gemachtes Bildmaterialläßt jedoch eine nochmalige Wiedergabe als sinnvoll erscheinen.

Die ausgewählten Bilder sollen etwas von dem Heiligenhaus unserer Eltern, Großeltern und Urgroßeltern erzählen. Zu manchen Fotos wird der alteingesessene Bürger sagen 'Ja, so

war es damals!' und die Erläuterungen, die wir nach bestem Wissen zusarnmengestellt haben, rufen manche Erinnerung an alte Zeiten wach. Die jüngere Generation und die Neubürger können in diesem Bildband erkennen, wie unser Heiligenhaus früher ausgesehen und wie sich die Stadtentwicklung gestaltet hat. Sie werden sehen und lesen, was aus den Erzählungen älterer Mitbürger - die oft noch die Geschehnisse aus eigenem Erleben kennen - bekannt ist. Der geschichtlich interessierte Leser findet außer den Jahreszahlen in den Erklärungen am Schluß dieses Buches auch einen kurzen Überblick über die Geschichte unserer Stadt.

Was nicht durch Denkmalschutz und Denkmalpflege erhalten bleibt, geht unwiderbringlich verloren. Dieser Bildband soll deshalb mit dazu dienen, in unserer Stadt das Alte zu erhalten und mit dem Neuen sinnvoll zu kombinieren. Heimat- und geschichtsbewußt zu bleiben ist auch eine wichtige Aufgabe unserer Zeit.

Unser Dank gilt allen Mitbürgern unserer Stadt, die uns Fotografien von damals zur Verfügung stellten. Besonders bedanken möchten sich die Autoren aber auch bei den älteren Mitbürgern für hilfreiche Hinweise, die mit zum Gelingen dieses Bildbandes beigetragen haben.

Wir bitten um Verständnis, wenn manche Druckvorlage nicht dem heutigen Standard der Fotografie entspricht. Verwendung fanden zu diesem Bildband Aufnahmen aus Privatbesitz, aus den Beständen des Heimatkundlichen Archivs des Geschichtsvereins e.V., des Stadtarchivs und der Tonbildreihe 'Heiligenhaus - gestern, Heiligenhaus- heute' des Geschichtsvereins e.V,

Heiligenhaus, im November 1993 Geschichtsverein Heiligenhaus e. V.

STADTWAPPENVON HEILIGENHAUS

Zur Bedeutung des Heiligenhauser Stadtwappens

Das Stadtwappen zeigt unter einem silbernen Sparren, dessen Spitze zum oberen Schildrand ragt und links und rechts Dreieekfelder in blauer Farbe ausspart, in rotem Feld einen silbernen Amboß, darüber schräg gekreuzt, ebenfalls in Silber, Hammer und Zange.

Zur Bedeutung des Stadtwappens ist zu sagen, daß es die wesentlichste Erscheinungsform des Heiligenhauser Gemeinwesens, seine weltbekannte Eisenindustrie, versinnbildlicht.

Die heutigen Industriebetriebe aller Produktionszweige (z.B. Schloß- und Beschlägeindustrie, Eisengießereien) haben in der alten Heiligenhauser Schmiede ihren gemeinsamen Ursprung. Hier waren Zange, Hammer und Amboß heimisch. Erst die Entwicklung der Maschine verdrängte langsam die Hausschmiede und ließ die Betriebe zu ihrer heutigen Größe emporwachsen. Im Mittelfeld des Wappenbildes wurden deshalb auch Zange, Hammer und Amboß zur Darstellung gebracht.

Zur besseren Aufteilung des Wappenbildes, gleichzeitig hinweisend auf das Dach der alten Hausschmiede, wurde vom mittleren bis zum oberen Schildrand des Wappenentwurfs die Giebelform gewählt. Das Recht zur Führung des Wappens wurde der Gemeinde Heiligenhaus durch Verfügung des Regierungspräsidenten in Düsseldorf vom 7. Dezember 1937 ausgesprochen.

Quelle: 'Heiligenhaus- Vergangenheit und Gegenwart 1972.

1. 'Am schmalen Pinn' hieß im Volksmund das Haus Velberter Straße 83. Franz Schumacher übernahm von seinem Bruder Johann die Schankwirtschaft, die die Geschwister gemeinsam weiterführten. Im angebauten Saal fanden Versammlungen Hetterscheidter Bürger und Veranstaltungen des damals schon sehr regen Vereinslebens statt. 1940 wurde das Anwesen von der Schwepper Beschlag GmbH übernommen. Im ehemaligen Saal und den erfolgten Anbauten werden jetzt Beschläge hergestellt. Nicht nur das äußere Bild der ehemaligen Wirtschaft, sondern auch der Verwendungszweck hat eine grundlegende Veränderung erfahren. Das damals für Pferdefuhrwerke am 'Pinner Berg' geeignete Straßenpflaster wurde durch Asphalt für den heute hier ständig fließenden Kraftfahrzeugverkehr ersetzt.

2. Das 1868 errichtete Wohnhaus Hetterscheidt 108 hatte die Bezeichnung 'Am Strötershüsken' und wurde über Generationen von der Familie Hasenbusch bewohnt. Das Bruchsteinmauerwerk erhielt im Laufe der Jahre einen Glattputz mit Anstrich und veränderte somit das ursprüngliche Aussehen. Ein Brand vernichtete im November 1982 dieses Haus bis auf die Grundmauern. Auf dem Gelände dieses Einfamilienhauses wurde ein Mehrfamilienhaus an der hier beginnenden Leibnizstraße zu Anfang der Kolping-Siedlung erbaut und erhielt wegen seines Aussehens im Volksmund den Namen 'Schloß Leibniz',

3. Wenig Gemeinsamkeiten haben beide Aufnahmen des Ortsteils Hetterscheidt, obwohl der Standpunkt der Fotografen fast identisch war. Die Häuser Hetterscheidt Nr. 107 'Am Fürkothen' und Nr. 108 'Am Strötershüsken', links bzw. rechts im Bild, fielen der Spitzhacke bzw. einem Schadenfeuer zum Opfer. Die Freifläche zwischen den alten Häusern und der Velberter Straße am oberen Bildrand wurde als Neubaugebiet erschlossen und im Laufe der letzten vier Jahrzehnte mit Ein- und Mehrfamilienhäusern bebaut.

4. Nach Gründung der Evangelischen Volksschule Tüschen um das Jahr 1757/58 war diese im Laufe der folgenden zweiJahrhunderte in verschiedenen Gebäuden untergebracht. Das alte Schulgebäude an der Losenburger Straße 72 - dem damaligen 'Hauptweg' - wurde am 28. Juni 1886 eingeweiht. Der Schulbezirk Tüschen umfaßte die Honschaft Tüschen, sowie Teile der Honschaften Oefte, Hetterscheidt und Krehwinkel. Die ständig zunehmende Schülerzahl machte den Neubau der Joachim-Neander-Schule an der Tüschener Straße erforderlich; dieses neue Schulgebäude wurde am 1. März 1953 bezogen. Im Zuge der schulischen Neuordnung wurde die Evangelische Volksschule Tüschen am 31. Juli 1967 aufgelöst und in die 'Evangelische Grundschule Adolf-Clarenbach' in Isenbügel an der Pestalozzistraße eingegliedert. Das alte Schulgebäude an der Losenburger Straße wurde umgebaut und dient als Zweifamilienhaus heute Wohnzwecken.

5. Das 'alte Pastorat', Kapellenweg 25, oberhalb von Kapelle und Schule Abtsküche gelegen, wurde mit Natursteinen aus dem naheliegenden Steinbruch des 'Paradieses' im 18. Jahrhundert errichtet, nachdem die Schloßkapelle der Wasserburg zusammengestürzt war und der abteiliehe Gottesdienst 1759 ein Ende nahm. Die wechselvolle kirchliche Versorgung erfolgte durch Klostergeistliche der Abtei Werden bis zu deren Auflösung im Jahre 1803. Nachfolgend bot das Pastorat Aushilfsgeistlichen vom 'Centralkapuzinerkloster' Kaiserswerth und Hubbelrath Wohnung und Amtssitz. Nur ein einziges Mal, von 1826 bis 1831, wirkte in diesern Gebäude wieder ein ständiger Geistlicher, der aber schon bald in seine heimatliche Diözese Münster zurückkehrte. Über ein Jahrhundert diente das Gebäude als Wohnhaus, um dann 1974 endgültig der Wohnbauplanung zu weichen.

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