Heiligenwald in alten Ansichten Band 1

Heiligenwald in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Horst Wilhelm
Gemeente
:   Heiligenwald
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4741-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heiligenwald in alten Ansichten Band 1'

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39. Ein Bliek von Süden in die 'belebte' Schulstraße um 1900 (Foto oben). Links die Metzgerei Bickeimann, später Schröer; vorne rechts die Metzgerei Tornes später Kolonialwaren Beek. Links daneben das Schuhhaus Gordner. Die Straße ist geschottert, eine Kanalisation gibt es noch nicht, die Entwässerung erfolgt oberirdisch über Ablaufrinnen. Der Straßenverkehr fand per Fuhrwerk statt. Neben dem Schuhhaus Gordner (Foto unten) gab es noch andere Schuhgeschäfte im Ort (z.B. Bongard und Degen). Weitere Schuhmacher (z.B. Blum, Larouette) waren als reine Reparaturbetriebe tätig. Schuhe waren zwar noch kein Modeartikel, aber dem Schuhwerk mußte vor allem vom Bergmann sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Für seine gefährliche Arbeit auf der Grube mußte es kräftig und dauerhaft sein.

Lebensmittel, Feinkost Branntweine, Liköre deutsche. französische und SOdweine

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Heiligenwald

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40. In dem von den Einheimischen seitjeher 'Kaserne' genarmten Eckhaus Schulstraße-Antonstraße war in den Jahren um die Jahrhundertwende zunächst - nach dem Abriß des ersten Geschäftes an der Ecke Kar!straße - die Metzgerei Wilhelm Tornes untergebracht. Danach richtete Josef Beek dort eine 'Colonialwarenund Delikatessenhandlung' ein, die später in einen Neubau in der mittleren Schulstraße (ehemals Kaufhaus Weiter) umzog.

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41. Ein Bliek in die untere Schulstraße zeigt links das Schuhhaus Wilhelm Ebener, heute Haus Petry, daneben das Haus Dörrfeld. Charakteristisch der hohe, breite Lattenzaun, der die Baulücken verdeckte. Trotz des zahlreich vertretenen Schuhmacherhandwerks war das Reparieren von Schuhen bei vielen kindcrreichen Familienvätern - acht bis zehn Kinder waren keine Seltenheit - notgedrungenermaßen ein fast tägliches 'Hobby'. In kaum einer Familie fehlten das Nageleisen, der Schusterharnmer, die Feile , Holzpinnen, 'Drahtspitz' und Schusterahle.

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42. An der Ecke Schulstraße-Karistraße standen vor der Jahrhundertwende die Metzgerei Wilhelm Tornes und das Haus des Kaufmanns Sehn. Beide wurden wegen Grubenschäden abgerissen. Neben dem 'schieten Schulhaus' wurde im Jahre 1900 das Geschäftshaus Trarbach mit dem Friseursalon Nikolaus Trarbach und dem 'Consum-Geschäft Fritz Schmoll' (Foto) eröffnet. Nikolaus Trarbach war einer der ersten Fotografen, die Heiligenwald in dem neuen Medium der Fotografie festhielten. Wie das Geschäftsleben blühte, zeigt eine Statistik aus dem Jahre 1878: Damals gab es in Heiligenwald 18 Gastwirtschaften, 2 Metzgereien, 3 Bäckereien, 4 Schuster , 2 Schmiede und 10 Kramladen (sogenannte Kolonialwarenläden).

43. Im mittleren Teil der Schulstraße siedelte sich um 1900 der Huf- und Wagenschmied Otto Wolf an. In seiner Werkstatt wurde die Esse nie kalt und der Klang des Ambosses hallte von früh bis spät über den Ort. Es gab viel zu tun in jenen Tagen, als das Auto noch keine Rolle spielte und viele Bergmannsbauern ihr Land bearbeiteten und Fuhrdienste leisteten. Pferde mußten beschlagen, Radnaben geschmiedet und Reifen aus Bandstahl auf die hölzernen Speichenräder aufgezogen werden. Auch zahlreiche kunstvoll geschmiedete eiserne Tore und Zäune zeugten vom handwerklichen Können des Schmiedemeisters Wolf, dessen Sohn Otto jun. später die Schmiede weiterführte. Auf dem Foto Otto Wolf sen. (links) mit Nachbar Dörrfeld, Gesellen und Kindern (2. von rechts Otto jun.). Am Fenster die Ehefrau Wolf.

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i- 44. Das in der Schulstraße 23 irn Jahre 1873 erbaute vierklassige Schulhaus war das erste gemeindeeigene Schulgebäude von Heiligenwald. Bis zu seiner Indienststellung mußten die Kinder seit 1863 in Notschulhäusern und Wirtshaussälen unterrichtet werden. Davor wurde die allgemeine Schulpflicht in der Pfarrschule zu Schiffweiler abgeleistet. Das Haus auf dem Foto hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Nach kurzer Zeit wegen Grubenschäden an die Bergverwaltung veräußert, wurde es von dieser 1889 wieder als Schulhaus angemietet. Von 1912 bis 1922 dienten seine Räume als Wohnungen für Bergleute; danach zog die französische Domanialschule ein. Während des Dritten Reiches war das Gebäude das 'Braune Haus' von Heiligenwald.

45. Ein Beispiel für Veränderung der Ortsstruktur durch den untertägigen Bergbau bietet das im Jahre 1875 durch die Gemeinde in der Schulstraße 3 errichtete vierklassige Schulhaus, das bereits 1935 wieder wegen Unbenutzbarkeit durch Grubenschäden abgerissen werden rnußte. Es hatte sich 7 Meter gesenkt und von Ecke zu Ecke 1,45 Meter Schieflage, weswegen es im Volksmand 'das schiefe Schulhaus' genannt wurde. Das Foto zeigt das Gebäude zwischen dem Haus Trarbach (rechts) und der 1930 erbauten Volksbank. Im Jahre 1907 wurde das bisher schönste Schulgebäude in Heiligenwald in Dienst gestellt: die achtklassige Itzenplitzschule (siehe Foto 1). Bis zu ihrer Fertigstellung mußten erneut Wirtshaussäle - z.B. das Gasthaus Sachsenkreuz (Jäcker) - für den Unterricht angemietet werden.

46. Anfang der zwanziger Jahre entstand das Gerneindehaus, das als Verwaltungsgebäude der neuen Gemeinde diente. Es war großzügig dimensioniert, so daß es zusätzlich noch anderen Zwecken dienen konnte:

Zur Behebung der Schulraumnot nutzte die Volksschule viele Jahre freie Räume; außerdem war bis zum Jahre 1986 in einem Anbau die Freiwillige Feuerwehr untergebracht. Das Foto zeigt den Schlauchtrockenturm der Feuerwehr auf dem Dach des Gemeindehauses; er war über Jahrzehnte bis zu seinem Abriß in den sechziger Jahren ein Wahrzeichen des Dorfes.

47. Die freiwillige Feuerwehr blickt auf eine stolze Tradition in unserem Ort zurück. Im Jahre 1893 bildete sich irn Turnverein eine 'Feuerwehrriegc' ,aus der 1895 die 'Freiwillige Feuerwehr Heiligenwald' hervorging. Erster Brandmeister war Joharm Wede. Einer seiner Nachfolger war der legendäre Steiger Nikolaus Scholl. Unser Foto zeigt die Feuerwehr um 1923 mit (in der ersten Reihe) J. Rett, Michel Schwarz (Gipser-Michel), Joharm Krämer, dem damaligen Oberbrandmeister Lorenz Riehrn, Fritz Heintz und Bernh. Rauschenberger. Rechts der Alarm-Trompeter Kar! Bender mit seinern Signalhorn.

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- ?....?... 48. Im Jahre 1902 gründeten der Heiligenwalder Bäckermeister Kar! Kraus, die Gastwirte Friedrich Heintz und Edmund Hoffmann-Dörr sowie der Bergmann Peter Hoffmann den 'Spar- und Darlehnskassenverein' . Vorsitzender war von 1904 bis 1931 der Gastwirt Johann Dörr, der als Bergmann 1893 wegen seiner Beteiligung am damaligen Streik von der Grubenverwaltung abgelegt worden war. Der Verein war der Vorläufer der Volksbank Heiligenwald. Unser Foto zeigt die Volksbank in ihrem 1930 errichteten Haus.

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