Heiligenwald in alten Ansichten Band 1

Heiligenwald in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Dr. Horst Wilhelm
Gemeente
:   Heiligenwald
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4741-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heiligenwald in alten Ansichten Band 1'

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59. Am Ortseingang aus Richtung Merchweiler entstand um 1880 das Gasthaus Jakob Hoffmann (das spätere Haus Heintz, heute Schrnieden), Wenige Jahre später erbaute Hoffmann auf der gegenüberliegenden Seite ein neues Gasthaus (Foto) mit Stallungen, die später in Logisräume für siebzig 'Quartierleute' umgebaut wurden, einer Gartenanlage und einer Freiluft-Kegelbahn. Seine Witwe betrieb die Gastwirtschaft nach ihrer Wiederverheiratung mit Joharm Dörr unter dem Namen Hoffmann-Dörr und ihr Sohn Edmund Hoffmann das angebaute Kolonial- und Eisenwarengeschäft weiter. Aloys Hoffrnann, der nach dem Tod von Edmund dessen Witwe geheiratet hatte, übernahm das gesamte Anwesen. Er war als 'Koore-Kläs' im Ort bekannt und beliebt.

60. Das Gasthaus Brachle ist seit vier Generationen eine der bekarmtesten Gastwirtschaften im Ort. Das Haus wurde von Peter Brachle im Jahre 1910/11 an der Ecke Pestalozzi-/HüngersbergstraBe erbaut, nachdem er bereits seit den neunziger Jahren im Nachbarhaus (auf dem Foto rechts) eine Wirtschaft berrieben hatte. Ältere Mitbürger erinnern sich noch lebhaft an die ungezählten Vereinsfeste und Kirmesbälle , die im angebauten großen Saal und irn Biergarten stattfanden. 1918 wurde das Haus von der Grubenverwaltung angekauft und als Hauswirtschaftsschule genutzt. Das Gasthaus BrachJe befindet sich seither in der Pestalozzistraße 38. Im Jahre ]964 erwarb die Gemeinde Heiligenwald die ehemalige Wirtschaft und baute sie zum Rathaus um.

61. Beim Brachles Jäb kehrte jung und alt sonntags zum Frühschoppen nach dem Hochamt genau so gerne ein, wie die Pensionäre nach dem täglichen Spaziergang. Dort wurde dann - so wie beim Hermann-Peter, beim Koore-Kläs oder beim Schmitt-Nickel- bei einern Bier und einern 'Knubbe oder 'Hund' (ein Tresteroder Kartoffelschnaps im 25 cl Stielglas) 'Bergrnannslatein . erzählt. Das Foto zeigt Jakob Brachle hinter dem Tresen, links Jakob Biehl und Wilhelm Ritz sen.

62. Groß war der Zuspruch der zahlreich am Ort vertretenen Gesangvereine. Bereits um 1885 wurde der 'Männcrgesangverein' gegründet, der in der Heintzschen Wirtschaft am Heintze Berg sein Vereinslokal hatte. Wenige Jahre später wurde die 'Harmonie' gegründet, die sich 1907 mit dem 'Männergesangverein' und der 'Liedertafel' vereinigte und bis in die dreißiger Jahre bestand. Das Foto, hinter dem ehemaligen 'Gerneindehaus' aufgenommen, zeigt die aktiven Sänger um 1930 mit ihrem Vorsitzenden Kurt Jakob und dem langjährigen Dirigenten Böhlinger. Die 'Harmonie' tagte im Gasthaus Brachle. Einer ihrer früheren Dirigenten war der weithin bekannte Kapellmeister der Bergkapelle Reden, loser Voltmer.

63. Ein Nachfolgeverein der 'Harmonie' war der Gesangverein 'Flora', der sich später mit dem Männerchor 'Edelweiß' (Foto aus dem lahre 1928) zur 'Chorvereinigung 1921' zusammenschloß. Urn die lahrhundertwende machte auch der Bcarnten-Gcsangverein 'Glück auf' der Grubenbeamten unter seinem Dirigenten Markscheider Nik. Herrig von sich reden. Im Volksmund wurde der Verein - wohl wegen seiner besonderen Bekleidungsvorschrift - 'Stehkragen' genannt.

64. Aus kirchlichen Gruppierungen, die sich kulturell und sportlich betätigten, entwiekelten sich nach und nach eigenständige Vereine. Der älteste Sportverein, der Turnverein Heiligenwald, ging aus dem 'zum Ausgleich konfessioneller Gegensätzc' im Jahrc 1880 gegründeten 'gernischten Jünglingsverein beider Konfessionen' hervor. Neben der Turnabteilung gab es auch Abteilungen für Handball und zeitweise für Fußball und Faustball. Im Jahre 1899 errichtete der Verein eine Turnhalle. die wegen bergbaulicher Einwirkungen im Jahre 1912 wieder abgerissen werden mußte. Bereits ein Jahr später wurde an der gleichen Stelle ein neuer Bau in Eisenkonstruktion errichtet (Foto oben). Einige Jahren später wurde die Turnergaststätte angebaut (Foto unten).

65. Die Jugend von Heiligenwald strömte vor und nach dem Ersten Weltkrieg in den Turnverein, wenngleich die turnerische Betätigung von konfessioneller Seite damals nicht so gerne gesehen war. Die Fotos zeigen die Knaben- und die Mädchenabteilungen des TVH im Jahre 1924. Verdiente Mitglieder in den frühen Jahren waren unter anderen Jakob Heintz, Andreas Kraus sowie Ludwig Jung als Vorsitzende und in anderen Funktionen Johann Wede, Joharm Weyrich, Georg Knerr, Fritz Heintz, Ludwig Kraus und Josef Beek. Als Turnwarte und Mannschaftsbetreuer betätigten sich unter anderen die Mitglieder Peter Knecht, Jakob Hasse!, Richard Haag und Ludwig Jäcker sowie Schneider, Oberringer , Will und Martin.

66. Die Heiligenwalder Turnerschaft errang in den zwanziger und dreißiger Jahren auf zahlreichen Sportfesten und Deutschen Turnfesten viele vordere Preise. In den Anfängen (auf dem Foto oben links Otto Wolf sen.), als es noch keine Turnhalle gab, wurde mit einfachern Gerät im Freien geturnt. Die Straßenkleidung wurde kurzerhand auf einer Bank abgelegt und dann begarmen die Übungen im darnaligen 'Turnerlook' . Interessierte Zuschauer gab es auch damals schon. Das untere Foto zeigt eine siegreiche Turnerriege um 1925 rnit dem Siegerkranz eines Turnfestes. Zu erkennen sind unter anderen, von links: E. Martin, Klos, G. Meier, J. Krämer, Ludw. Jäcker , Fahrstg. Eisenbeiß, Ludw. Jung, Peter Schmitt, Toni Beek, Richard Haag, Peter Knecht, Baltes, Stephan Zägel, Rob. Schneider und Josef Beek.

67. Heiligenwald war ehemals eine Hochburg des Kraftsportes: Gewichtheben, Ringen und Kunstkraftsport hatten seit Anfang des Jahrhunderts ihre begeisterte Anhängerschaft in unserem Ort. Besonders bekannt, ja berühmt geworden ist in den zwanziger Jahren die Artistentruppe 'Die 5 Pontios' des ehemaligen Bergmanns Robert Pontius. Elf Deutsche Meisterschaften brachte diese hervorragende Artistentruppe rnit Rudi Müller , A. Hoff, E. Schwindling, W. OsterundJ. Meyer (spätermit den 'Obermännern' B. Schmitt und H. Jakob), die in allen größeren Städten Deutschlands aufgetreten ist, nach Hause. Auch im Ausland wurde die Truppe bekannt: Der 'New York Herald' z.B. brachte das mittlere Foto 1938 anläßlich des '17. Fests derdeutschen Sportpresse ' auf seiner Titelseite.

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68. Im Gasthaus Hoffmann in der Itzenplitzstraße stand die Wiege des Sport-Club 07, dessen Väter Johann Will (Gründungsvorsitzender), Nik. Pfeiffer, Peter und Andreas Kartes und Johann Scholl waren. Auf einem Wiesengrundstück an der 'Kaffeemühle' wurden die ersten 'Wettspiele" mit 'Genagelten', einem Stoffball und je zwei Bohnenstangen als Torpfosten ausgetragen. An der Bahnlinie nach Bildstock entstand dann der erste Fußballplatz. Später stellte die Grube einen Platz vor den Itzenplitzer Schlafhäusern zur Verfügung. Das Foto zeigt die 1. Mannschaft auf diesem Feld. Von links: Os kar Wede, B. Arend, Fr. Wagner, Otto Pontius, K. Ningel, K. Bongard. Heini Fuchs, Fr. Zimmer, O. Holderbaum, Jakob Quint und Peter Quint. Am Sachsenkreuz entstand im Jahre 1923 der heutige Sportplatz.

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