Heiligenwald in alten Ansichten Band 2

Heiligenwald in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. Horst Wilhelm
Gemeente
:   Heiligenwald
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4997-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heiligenwald in alten Ansichten Band 2'

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19. Bekannte Persönlichkeiten im Heiligenwalder Schul- und Kirchenleben waren die Geschwister Nikolaus und Amalie Schlicker, die 1903 bzw. 1905 ihre erzieherische Tätigkeit in Heiligenwald begannen. Nikolaus Schlicker wurde 1925 als Konrektor nach Merchweiler versetzt, Amalie Schlicker war später Konrektorin in Heiligenwald. Das Foto zeigt den Schuljahrgang 1923 hinter der Itzenplitzschule mit Lehrer Nikolaus Schlicker und Kaplan Konrad Engel. Zu erkennen sind unter anderen: A. Scholl, W. Kiefer, W. Behles, K. Mattis, Maldener, Hautz, R. Klein, Rauschenberger, P. Schmitt, Ida Bronder, M. Kartes, Emma Molitor-Zägel, M. Mark-Weber, Sofia Baltes-Staudt, M. Poth, A. Grenner, E. Wachs, A. Zägel, Kath. Horbach, L. Lieber, FelixZägel, H. Bronder und A. Clemens.

2D. Fröbelsche Kindergärten waren in Preußen seit 1851 wegen angeblicher 'sozialistisch-atheistischer Tendenzen' verboten. Die Grubenverwaltung richtete aber bereits 1868 sogenannte Kleinkinderschulen ein. Ihre Aufgaben: Bewahren und behüten der Kleinkinder zwischen 4 und 6 Jahren und damit Entlastung der Mütter. 1911 kamen in Heiligenwald täglich 177 Kinder in diese 'Spielschule'. Erste Betreuerinnen waren die Witwe Kruse-Hierholzer und Fräulein Wichmann. Spätere 'Spielschultanten' waren unter anderen die Witwe Kuhnen und Fräulein Krämer. Erster Standort in Heiligenwald war das inzwischen abgerissene Haus Kaiserstraße 35 (neben dem Haus Keller). Das obere Foto zeigt die Heiligenwalder 'Spielschule' mit etwa 110 Kindern um 1910 mit zwei (unbekannten) Spielschultanten, das untere Foto die 'Spielschule' im Jahre 1920/21 mit Fräulein Kuhnen

21. In den zwanziger Jahren wurde die unter der Trägerschaft der Saarbergwerke stehende Heiligenwalder 'Spielschule' im ehemaligen Gasthaus Hoffmann-Jäcker am Sachsenkreuz untergebracht. Die Kinder - auch die meisten Jungen - erschienen stets mit sauberen Schürzen. Das Frühstück - die 'Schmeer' - befand sich in einer bemalten länglich-ovalen Blechbüchse mit Klappdeckel, die man um den Hals trug. Daran befestigt war ein Aluminiumbecher für die tägliche heiße Milch, die, vom 'Keiler-Hannes' geliefert, kostenlos an die Kinder abgegeben wurde. Auf den Fotos zwei Spielschulgruppen um 1935 mit Fräulein Keller (oben) und Fräulein Rosar.

22. Der Schulhof des 1894 bezogenen vierklassigen 'schiefen Schulhauses', Der Platz erstreckte sich hinter dem Schulhaus und der angebauten Hauptlehrerwohnung (auf dem Foto links in Anschluß an das Schulgebäude). In der Bildmitte sind zwei später wegen Grubenschäden abgerissene Bergarbeiterhäuser in der Karlstraße/Ecke Laurentiusstraße zu sehen. Hinter dem Toilettenhäuschen rechts das Haus Kirsch-Kammer. Im Hintergrund ragt einer der Schornsteine der Grube Reden ins Bild. Im Vordergrund findet ein turnerischer Wettbewerb - offensichtlich Tauziehen - im Rahmen eines Turnfestes statt. Bis zum Jahre 1903 hatte der Turnverein Heiligenwald keinen eigenen Turnplatz. Turnveranstaltungen mußten daher auf den Schulhöfen startfinden.

23. Obwohl Bergrnannsdorf, gab es in Heiligenwald zahlreiche Landwirte: größere, wie z.B. Weyand, Kraus, Heintz und Kneip, vorwiegend aber kleinere, sogenannte Bergrnannsbauern mit geringem Viehbestand - eine Kuh mil Ziege und Schwein war die Regel - und wemgen kleinen Äckern auf Pachtland. Damit konnte man den meist kargen Bergrnannslohn aufbessern. Fast jedes Bergmannshaus hatte einen Stall und ein 'Rauchhaus' , und kaum ein Bergrnann, der nicht einen Garten bewirtschaftete. Das Erntedanktest im Herbst war stets ein willkommener Anlaß, seine Errungenschaften aus Feld und Garten vorzustellen. Auf dem Foto ein Erntedank-Umzug um 1935. Im Vordergrund als Bäuerinnen verkleidete junge Mädchen mit Garten- und Feldfrüchten. Im Hintergrund rechts der Rohbau der PestalozzischuIe.

24. Im Jahre 1894 trat Peter Niesen, aus Leverkusen stammend, in der Vikarie Heiligenwald seinen Dienst als Küster und Organist an. Er hat während eines halben Jahrhunderts das musikalische Geschehen in unserem Ort als Chorleiter und Musikpädagoge entscheidend mitbestimmt. Im Jahre 1900 heiratete er die Bergmannstochter Christine Wallacher. Das Foto zeigt das Ehepaar im Kreis seiner Kinder:

Küster und Organist Hans Niesen, Tochter Margarethe Britz, die als Lehrerin in Heiligenwald tätig war und den Vater oft als Chorleiterin venrat. Neben dem Vater Sohn Wilhelm. der irn Bergcorps Reden die Baßtuba spielte. Eine weitere Tochter, Katharina, betätigte sich ebenfalls als Küsterin und Organistin.

25. Die Begeisterung für das Kraftfahrzeug in den Jahren zwischen den Kriegen wurde in Deutschland gefördert durch die alljährlich stattfindenden Rennen auf Avus und Nürburgring. Der Musiker und Chorleiter Hans Niesen sen. war ein früher Fan des Motorsports. Er widmete einen von ihm komponierten 'Marsch für Klavier zu 2 Händen' dem damals auf seinem roten Alfa Romeo sehr erfolgreichen und berühmten Rennfahrer Rudolf Caracciola, 'dem Sieger vom Großen Preis von Deutschland 1931'.

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26. Im Jahre 1893 wurde der katholische Cäcilienchor gegründet, der fast fünf Jahrzehnte von Peter Niesen geleitet wurde. 1899 fand das Verbandslest der katholischen Cäcilienvereine in Heiligenwald statt. Im Vordergrund des musikalischen Schaffens des Kirchenchors steht selbstverständlich die 'Musica Sacra'. Aber auch weltliche Musikwerke wurden und werden bis in unsere Tage zusammen mit renommierten Solisten und Musikorchestern aufgeführt. Das Foto zeigt den Chor anläßlich eines Familienausflugs in den dreißiger Jahren. Wir erkennen unter anderen, von links: Peter Schwan, Elise Emmerich mit Sohn Gerhard, Alois Jakob, Chr. Naumann, den zeitweiligen Chorleiter Hans Niesen sen. mit Frau, Adolf Müller, Kurt Feit, Frau Will-Haas, K. Will, Ernst Ernmerich, Peter Kleber, Barbian, R. Bick und Robert Nehren.

27. Neben zahlreichen weltlichen Gesangvereincn entstanden schon sehr früh auch konfessionelle Chöre. Der evangelische Kirchenchor fand seinen Ursprung um 1893 im evangelischen Arbeiterverein, dessen Gesangsabteilung unter der Leitung des Bergrnarins Joharm Wagner schon ab 1891 auch bereits mit einem gemischten Chor - an vielen kirchlichen und nationalen Feiertagen auftrat. Im Jahre 1899 wurde diese Gesangsabteilung unter dern Vorsitz von Steiger Friedrich Klein als Kirchenchor eigenständig. Sein erster musikalischer Leiter war der Lehrer und Schulleiter Karl Loos. Das Foto entstand anläßlich eines Familienausflugs zum Stuhlsatzenhaus um 1920. Zu erkennen sind unter anderen: Friseur Ludwig Henkel, Chorleiter Lehrer Tiedt, Frau Zehren, Bausteiger Moser und Posthalter Konrad Gerhardt.

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28. Unter Bergleuten ist seit jeher das für den schweren und gefährlichen Beruf unter Tage so wichtige Solidaritätsgefühl stark ausgeprägt. Es wirkte über die Schicht hinaus und war ein Zeichen dafür, daß die bcrgmännischc Arbeit die Menschen nicht trennt, sondern zusammenführt. Zahlreiche frühe Vereinsgründungen mit dem Zweck der gegenseitigen Hilfe sind Ausdruck dieses 'Wir-Gefühls'. Auf konfessioneller Basis entstanden so der katholische 'Elisabethenverein', die evangelische 'Frauen-Hilfe", der evangelische Arbeiterverein und überkonfessionell der Krankenhilfsverein, der spätere 'Sterbeund Unterstützungsverein'. Das Foto zeigt eine Mitgliedskarte der evangelischen 'Frauen-Hülfe', die unter dem Protektorat der Kaiserin Auguste-Viktoria stand.

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