Heiligenwald in alten Ansichten Band 2

Heiligenwald in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. Horst Wilhelm
Gemeente
:   Heiligenwald
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4997-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Heiligenwald in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

29. Neben den konfessionellen Vereinen und Bünden gab es auch schon politisch orientierte Jugendorganisationen, in denen sich interessierte Heranwachsende engagieren konnten. So existierte in den zwanziger Jahren in Heiligenwald eine Ortsgruppe des Windhorstbundes, der Jugendorganisation der Zentrurnspartei, dem viele junge Männer unseres Ortes angehörten. Auf dem Foto sind zu erkennen:

Willi Fuchs, Franz Spaniol, Jakob Bost, Joharm Nickels (vordere Reihe von rechts), Willy Paulus, Gebrüder Bronder, Alb. Kiefer, Willi Kasper, Herbert Will, Günther Backes, Walter Becker und Leo Reinhard (mittlere und hintere Reihe von links).

30. Der Wirt und Bäcker Louis Heintz, Sohn von Friedrich Heintz (Friedrichstraße), der am 'Heintze Berg' eine Gastwirtschaft betrieb, mit Ehefrau Frieda geborene Fuchs, den Töchtern Frieda und Katharina (spätere Bickelmann) sowie den Söhnen Ludwig, der später in der Schulstraße die Bäckerei und Wirtsohaft Heintz fortführte und August. Die Eltern Heintz waren ursprünglich in der Kaiserstraße ansässig. Die Söhne waren in zahlreichen Vereinen aktiv und auch kommunalpolitisch tätig. Bäcker und Wirt Louis Heintz, Mitbegründer des 'Narrenvereins Fidelio', war von 1921 bis 1923 Beigeordneter der Gemeinde, der Sohn Ludwig zur gleichen Zeit stellvertretender Gemeindevorsteher. Der Onkel Jakob Heintz und dessen Sohn Jakob waren zwischen 1923 und 1950 Bürgenneister der selbständigen Gerneinde.

Eugen Wanger ~-'d.SeJluft.na.~

Kunst- und Handelsgärtnerei [ .....? ~ .. ~ ?...

? """" f,.sc"." a ?.??..??.? YNl c.w..-

31. Früher gab es in Heiligenwald fünf Gärtnereien: Eugen Wanger in der Hüngersbergstraße, Konrad Schwarz am Friedhof, Ludwig Horbach in der Karlstraße, Kar! Meyer und Josef Lahr in der Brunnenstraße. Im Gegensatz zu den heutigen Gärtnereien lebten die damaligen Familien-Kleinbetriebc vorwiegend vom Verkauf von Samen aller Art, Gemüsepflanzen und Friedhofsbedarf. Links die Gärtner Ludwig Horbach (oben) und Eugen Wanger. Das rechte Foto entstand vor dem Haus Horbach und zeigt die fünf Horbach-Kinder Ludwig (Mitte), Katharina, Alwine, Mariene und Agnes (im Wagenfonds) zusammen mit den Nachbarkindern (von links) Alfred Gregorius, Elfr. Gutendorf, Robert Bick, Raimund Dreiser, Anna Nothoff, Hedwig Klos, Toni Spang, Martha Schäfer, Reg. Bick und Gretel König.

Drogene ~akob aeld

f)eiligenroa(d

1>rog~t.m':Hcti.lt und (3.lrom.lNtl

Tapetcu

In Niá)ft~t' RU$ltlJM ~ldlci~{'n

Rohlclftm <5old~,bbord 'D,d)otud) 1D,1d)$tud)t:l.lr.dfd)on"t' r,1dtc und ßt'<'ln3CQ Ucro.1ndft.;)ffc 'Kran&enpflc(l.cdl1lk('{ 1{lnd{'rnd~rmilt{'f

'5lulo und Kt'.lftcm.nc 5alJ" und 13utoct'

ll.lfttl[('n f)uftcngcglmmltlcl ticrttuU"r Ungc3icfcnniu('1

~rJcn3('n und <&cwtltac

3um 1<.onf{'to. d. (3rud)t(' l<thmld>< 0<1,

Tee'e .lUC s"ttm Ïeilcttcnartikel

mund. und 3a~npft{'(l.(' .f).1.utpfl c sc

Bürftttt und Sd);J>.lmmc 'lD.lrd)mlll('{ 1<lcidcrf.lckn

'D",kolk

5nJtitut

für innere und äuJiere 'l<ranftbeiten

RugendiagnoJe - f)amunterJud)ung ~lefttro~galtl. 'Bebandlung

S;:II:,cf)ftundcn tJge eerm, 0.8-12, n.ld)m. 0.2-5 Uhr

'Koftc:nf. RtakunJt in allen ('fnfá)l. Wt,19CQ <&aUenf(ein% und 13and1Durmletden toerden mil nacf.>mclsbat gut e m lh' 0 (g bcbandcfl

32. Der Drogist Jakob Feld sen. rnit seiner Frau Maria, Schwester Lisa, Schwiegertochter Maria geborene Degen und deren Kinder vor seiner Drogerie in der Jakobstraße, die nach ihm benannt wurde. Sein Sohn Jakob, der die Drogerie fortführte, wurde 'Lehmdoktor' genannt, weil er - wie die Anzeige aus dem Jahre 1928 zeigt - neben dem Angebot an typischer Drogistenware in seinem 'Institut für innere und äußere Krankheiten' auch Diagnostik betrieb und seine Kunden sowohl mit natürlichen Heilmitteln als auch 'elektro-galvanisch' therapierte.

33. Bereits 1899 beförderte Heinrich Langen mit einem Pferdeomnibus Passagiere für 15 Pfg. pro Fahrgast von 'Fingerhuts Wirtschaft' zum Bahnhof Reden und zurück. Peter Knapp, vormaliger Besitzer des Hauses Heinrich Sutter in der Antonstraße, Kar! Kuhnen und Nikolaus Meier aus der Itzenplitzstraße betrieben das Fuhrgeschäft nacheinander bis 1918. Der Sohn von Peter Knapp, August, fuhr als 14jähriger mil dem Postkutschenwagen auch die Post zur Sammelstelle. Ein erster motorisierter Bus wurde von Johann Keller in den zwanziger Jahren betrieben. Eine Kraftdroschke Marke Renault besaß zur gleichen Zeit auchJ. Theobald aus der Vogelstraße (Foto).

r Elegante Damen- und Kinderhüte pezialitär:

Trauerhüte und Trauerschleier

Frau K. Meier / Heiligenwald 1900 Yo!!el tralie 1 19'28

_ _ ~ ~~ -==J

34. Im Gegensatz zu heute gehörte in den zwanziger und frühen dreißiger Jahren der Damenhut obligatorisch zur Mode. Ganze Frauengenerationen bezogen in diesen Jahren ihre Hüte bei der Modistin K. Meier. Das Foto zeigt das 'Atelier Meier' Ecke Vogel-/Hüngersbergstraße um 1925. Die auf dem unteren Foto aus dem Jahre 1913 abgelichteten vier jungen Heiligenwalder Damen (von rechts Emma Stroh, Maria Bonner, Hoff, unbekannt) haben sicherlich ihre tollen Hüte von der Modistin Meier bezogen.

35. Nähschulen - von der Grubenverwaltung eingerichtet - gab es schon vor der Jahrhundertwende. 1896 nahmen 19 Schülerinnen am Unterricht teil. Von ihnen erhielten für gutes Arbeiten Preise in Höhe von 10 Mark: Anna Kelkel, Helene Nordeshäuser. 1912 wurden vierzig 'Bergmannstöchter' gezählt. Von ihnen erhielten Geldpreise unter anderen: Elise Schmidt, Lina Oswald, Maria Kirsch, Anna Breuer, Frieda Heintz, Marg. Arendt und Berta Roth. Sie fertigten unter anderem: 1 'Mannshemd', 3 Frauenhemden, 3 Kinderhemden, 12 Paar Strümpfe, 9 Jacken, 1 Hose, 6 Röcke, 6 Kinderkleider und 15 Schürzen, und sie reparierten viele Kleidungsstücke. Unsere Fotos zeigen zwei Nähschulklassen aus diesen und späteren Jahren. Auf dem unteren Foto sind unter anderen zu erkennen: Anna Zägel, Maria Rausch, Emma Zimmer, Else Fuchs, Maria Schmitt und Elli Doll.

36. Die Berufsausbildung für Mädchen lag bis in unser Jahrhundert hinein im argen. Akademische Berufe waren so gut wie ausgeschlossen und von Bergarbeiterfamilien auch nicht finanzierbar. Wer als Mädchen einen 'höheren' Beruf anstrebte, konnte allenfalls ein Lehrerinnenseminar besuchen. Auch Handwerksberufe waren eine Domäne der Männer. Lediglich der Beruf der Schneiderin und anderer hauswirtschaftlicher Berufe - zum Beispiel der der Köchin - standen weiblichen Schulabgängern offen. Ein ausgebautes Berufsschulwesen gab es zunächst noch nicht. Die Grubenverwaltung unterhielt sogenannte Industrieschulen für junge Bergmannstöchter. Eine berufliche 'Fortbildungsschule' für die Gemeinde Schiffweiler (unser Foto) wurde erst am 1. Juli 1911 vom Bürgermeistereirat beschlossen.

61' {Vtnllbt-!JitnRhud}

= =

, -l

I

1

2.

~ ?? ~. Zraab laub $o_uort

bee ~iuit'rrri~.ft

2

37. Wer keinen Beruf erlernen konnte oder wollte, hatte auf jeden Fall in den von der Grubenverwaltung für 'Bergmannstöchter' in den Industrieschulen angebotenen Näh- und Kochkursen die Möglichkeit, Haushaltungsfertigkeiten zu erwerben. Mit diesen Voraussetzungen konnte man sich bei 'besser gestellten Leuten' als Hausgehilfin oder Kindermädchen bewerben. In einem 'Gesinde-Dienstbuch', das alle Vorschriften für diesen Stand enthielt, wurden alle 'Dienstherrschaften' eingetragen, Das Foto zeigt das Gesinde-Dienstouch der Katharina Jung aus Heiligenwald, geboren 1892, der späteren Ehefrau des mit 102 Jahren verstorbenen Johann Fuchs. Sie war zwischen 1910 und 1914 als Dienstmädchen unter anderen bei der Fa. Josef Kruft in Coblenz-Lützel und in der Cigarrenhandlung L.C. Schneider in Neunkirchen tätig.

38. In der Kaiserstraße führte der ehemalige Bergmann Nikolaus Breit in den zwanziger und dreißiger Jahren eine gutgehende Praxis als Dentist. Er war lange Zeit der einzige Zahnarzt in unserem Dorf und hatte dementsprechend in einer Zeit, in der die Zahnhygiene noch in den Anfängen stand und Zahnschmerzen daher alltäglich (und -nächtlich) waren, Tag und Nacht stets guten Zuspruch. Das Foto zeigt ihn mit Schwiegermutter Anna-Maria Reinhardt, Frau Barbara und den Kindern Willi, Nikolaus und Maria.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek