Heiligenwald in alten Ansichten Band 2

Heiligenwald in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Dr. Horst Wilhelm
Gemeente
:   Heiligenwald
Provincie
:   Saarland
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4997-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heiligenwald in alten Ansichten Band 2'

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39. Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland zu Beginn des Jahrhunderts machte sich auch bei den Geschäftsleuten bemerkbar. Es fehlte eine Bank, die sie zur Verbesserung ihres Angebots unterstützte. Die Einrichtung einer Kreissparkasse scheiterte trotz mehrfacher Versuche an der mangelnden Fachkraft, die die 'Rendantur' hätte übernehmen können. 1902 wurde der Spar- und Darlehnskassenverein - die spätere Volksbank - gegründet. Gründungsmitglieder waren der Bäcker Karl Kraus, der Bergmann Peter Hoffmann und die Gastwirte Friedrich Heintz und Joharm Dörr. Letzterer war von 1904 bis 1935 Vorsitzender des Aufsichtsrates, dem außerdem der Kaufmann Joh. Werle, der Bauunternehmer Peter Broschard und der Zimmerer Michel Kraß angehörten. Auf dem Foto Joh. Dörr mit Ehefrau Barbara geborene Nehren.

40. Gastwirtschaften waren früher mehr als heute für Bergleute beliebte Treffpunkte und vielfach Zentren der Vereinsaktivitäten. Eines der ältesten Gasthäuser war die Wirtschaft Tornes in der Hüngersbergstraße (Foto). Es war für Heiligenwalder Bürger eine willkommene Raststation auf dem Weg durch das Rombach- und Mühlbachtal zum Rathaus Schiffweiler. Die Gasthäuser wechselten häufig den Besitzer. Das Gasthaus 'Zum Storehen in der Schulstraße zum Beispiel ging im Jahre 1907 von Kar! Kraus an Ludwig Bruch, der es im gleichen Jahr an den Händler Locher verkaufte. Bruch übernahm das Gasthans Fritz Henkel in der Kaiserstraße, das später von Nikolaus Schmidt übernommen wurde, der einen Saal anbaute.

41. Einer der bekanntesten Wirte in Heiligenwald war Peter Brachle. Er eröffnete 1876 im Haus Lenhardt seine erste Gastwirtschaft. Tochter Katharina hatte den Nachbarsohn Peter Lenhardt geheiratet. Später erwarb Peter Brachle auch die beiden Nachbarhäuser und erweiterte die Gastwirtschaft um einen Biergarten. In einem Neubau an der Kreuzung Illingerstraße-Hüngersbergstraße, dem späteren Rathaus, führte sein Sohn Jakob die Wirtschaft mit Saal weiter. Das Gebäude ging 1918 wegen Grubenschäden in den Besitz der Saargruben über. Jakob Brachle zog mit seiner Gastwirtschaft in ein neues Haus gegenüber dem Kirmesplatz. Auf dem Foto Peter Brachle und Frau Margarethe Göbel.

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42. Im Jahre 1907 erwarb der Wagnermeister Wilhelm Karioth in der darnaligen Bahnhofstraße die Gastwirtschaft von Ludwig Kraus zum Preis von 35 000 Mark. Karioth stammte aus Wemmetsweiler und führte sein dort begonnenes Wagnerhandwerk sowie ein Haushalts- und Spielwarengeschäft in Heiligenwald neben der Gastwirtschaft weiter. Das Foto zeigt die Familie W. Karioth mit den Töchtern (von links) Johanna, Hilde, Adele und Agnes im Jahre 1925 im Gastraum.

43. Viele der ehemals existierenden Gasthäuser hatten einen 'Biergarten' bzw. eine 'Gartenwirtschaft', wo man sich im Sommer bei manch fröhlichem Fest im Kreise seines Vereins oder an der Kirmes traf und ausgiebig zu feiern verstand. Das obere Foto entstand in der Gartenwirtschaft des Gasthauses Fingerhut in der Bahnhofstraße. Auf dem unteren Foto musiziert der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr in 'Helle Biergaade', einer Obstwiese mit Tanzpodium im 'Hühnerbrunnenfeld' . Sie wurde in den zwanziger und dreißiger Jahren von vielen Vereinen - auch von der Feuerwehr - für ihre Feste genutzt. Auf dem unteren Foto sind zu erkennen: Nikolaus Zägel (links mit Trommel), Peter Schmitt (rechts), außerdem die Gebrüder Horbach (vorne und Mitte) sowie Willi Kolling und P. Feit (hinten rechts).

44. Das Gasthaus Edmund Schönwolf - ursprünglich Weyand, dann Mag - beherbergte in seinem Saal jahrzehntelang das Union-KinoTheater, sonntäglicher Treffpunkt für alt und jung ab der zwanziger Jahre. Viele ältere Mitbürger/innen erinnern sich noch heute gerne an Filme ihrer Kinder- und Jugendzeit: 'Hans im Glück', die Tom-Mix- und Karl-May-Filme, aber auch an die 'Highlights' der deutschen Vorkriegsfilmkunst, die unvergesslich geblieben sind. Das Kino wurde von Familie Erwin und Luise Krummenauer geborene Seibert (Foto unten mit den Kindern Willi, Max, Ruth, Horst, Christel und UrseI) betrieben.

45. Das 'Harnmelaustanzen' war früher ein beliebter Kirmesbrauch. Der Hammel wurde am Tag vor der Kirmes unter großer Beteiligung der jungen Leute des Ortes in einern Festzug, dem der Kirmesstrauß vorangetragen wurde, zum Tanzsaal geleitet (Foto) und beim Kirmestanz am Sonntag dem Siegerpaar übergeben.

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46. Der Wehrdienst spielte unter der preußischen Herrschaft bei den Heranwachsenden eine wichtige Rolle. Die Mehrzahl der jungen Saarländer leistete ihn in Saarlouis beim Königl, Preußischen Infanterie-Regiment Graf Werder Nr. 30 oder in Straßburg ab. Der Gefreite Rudolf Gräßer aus der Bahnhofstraße, Jahrgang 1879, erhielt 1902 nach zweijähriger Dienstzeit ein 'Führungs-Zeugniß' (Foto links) mit der Note 'Recht gut'. Laut Soldbuch hatte er eine Fußlänge von 28/2 cm, ein Kopfmaß von 57 cm und eine Taillenlänge von 44 cm. Seine Stiefellänge betrug 30 cm und seine Stiefelweite 4. Er wurde 1904 zum Unteroffizier befördert. In Uniform Iieß man sich bis in den Krieg hinein gerne für die Familie ablichten. So auch Peter Lenhardt als Infanterist im Ersten Weltkrieg (rechts).

47. Nach dem Krieg 1870/71 entstanden in Heiligenwald sechs militärische Vereine: 1880 der 'Kriegerverein', 1897 der 'Verein deutscher Waffenbrüder'. 1906 der 'Deutsche Flottenverein', 1911 der Gardeverein, 1912 der Kavallerie- und der Artillerieverein. Die damaligen Aktiven in diesen Vereinen:

Werkmeister Ziervogel, die Steiger Kar! Berndt, Nikolaus Scholl, Olaf Sachse, die Bergleute Michel Schienhofen, Jakob Baltes, Hermann Larouette, Jakob Pfeiffer, Joharm Hautz, Johann Weirich, Friedrich Wichmann, Lehrer Philïpp Roth und Heildiener Haag. Der Kriegerverein hatte 1906 einen Kassenbestand von 3 840 Mark und über 220 Mitglieder. Das Foto zeigt Mitglieder des 'Vereins deutscher Waffenbrüder' am Schießstand des Vereins nördlich des Itzenplitzer Weihers.

48. Heiligenwald war seit eh und jeh ein vereinsfreudiger Ort. Neben zahlreichen Sportvereinen - Turnverein, Fußballclub, Wanderverein. Schützenverein - waren es in den ersten zwanzig Jahren unseres Jahrhunderts vor allem die kulturpflegenden Vereine, die große Anziehungskraft auf die Bergleute ausübten. Insbesondere der Chorgesang stand in hohem Ansehen. Zeitweilig existierten hier neben den beiden Kirchenchören sechs Gesangvereine. Höhepunkte des 'gesanglich-kulturellen Schaffens' waren die alljährlich stattfindenden Preissingen, die mit festlichen Umzügen begannen. Das Foto zeigt einen solchen Umzug angeführt von einem Spielmannszug, gefolgt von einern Gesangverein mit Dirigent Josef Voltmer . Ehrenjungfrauen tragen den Medaillenschatz.

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