Heilsbronn in alten Ansichten

Heilsbronn in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Johannes Hung
Gemeente
:   Heilsbronn
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5520-5
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heilsbronn in alten Ansichten'

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29. Die Klostermühle, Mühlgasse 9, urkundlich erstmals 1336 anläßlich einer verheerenden Überschwemmung genannt. Sie wurde bis in unsere Zeit betrieben durch das Wasser des Mühlteiches, gespeist durch das kleine Flüßchen Schwabach aus dem Westen und aus dem Osten durch den umgeleiteten Bergbach. 1516ließ der 25. Abt Sebaldus Bamberger als Anbau zur Mühle ein 39 Fuß langes Ökonomiegebäude errichten und die Mühlböden bis zur heutigen Höhe von 28 Metern erweitern. Die beiden Giebel erhielten Lisenen (pilasterartige Wandverstärkungen). Die Mahlmühle samt einem später angeschlossenen Sägewerk und einer Landwirtschaft wurde 1714 privatisiert. Der heutige Besitzer, Müller Faatz, nutzt die Mühle nur noch für den eigenen Bedarf.

30. Maurer und Hilfsarbeiter nach getaner Arbeit vor der Spitalkapelle. Links am Fenster wahrscheinlich das Ehepaar Blümlein, ca. 1933. Es handelt sich um den Abriß eines Scheunenteils des Bäckers Gechter in der Spitalgasse, der darauf Garten wurde. Die Seitenwand des anderen Teils wurde hochgemauert. Heute im Besitz der Sparkasse, die ihn als Garage nutzt.

31. Das in Heilsbronn bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg noch vielfach übliche Ochsengespann mit dem Stirnjoch und dem Kastenwagen. In den zwanziger Jahren schnitt man das Getreide mit der Sichel von den Beeten. Felder im heutigen Sinn gab es noch nicht.

32. Das Haus Alte Poststraße Nr. 9 rechts im Bild hatte 1881 der Heilsbronner Fuhrunternehmer aus der Pfarrgasse, Georg Wittig, gebaut und er verlegte das damals ausschließlich mit Pferden betriebene Geschäft nach hier. Bei einer nächtlichen Rückfahrt von Nürnberg verunglückte er ein Jahr später am Buchschwabacher Berg tödlich mit seiner Fuhre. Wenig später heirate seine Witwe Johann Michael Wäger aus Wippendorf. Die Firma Wäger betreibt noch heute in erweiterter Form das Unternehmen. Das Bild gibt die Situation vor dem Ersten Weltkrieg wieder und zeigt den damals üblichen Planwagen mit zwei schweren Kaltblütern vor der 1730 erbauten Zehntscheune, die Georg Wittig bereits 1879 samt Heuwaage erworben hatte.

33. Die private Kapelle des Abtes in der ersten Etage der Neuen Abtei, die noch heute für Gäste des Hauses benutzt wird. Von 1878 bis 1889 war sie den katholischen Gemeindegliedern für ihre Gottesdienste überlassen worden. Diese Kapelle ist ein kunstgeschichtliches Juwel mit ihren allseitigen Wandgemälden, die Gestalten aus der Bibel und Kichengeschichte zeigen. Das dreifache Holztonnengewölbe als Decke soll den Himmel mit den Sternen aus goldenen Knöpfen auf blauem Grund wiedergeben. Der Beginn dieser Ausschmückung soll vom 21. Abt Arnold Waibler (1435 gestorben) ausgegangen sein und bis 1519 von seinen Nachfolgern vollendet worden sein. Die jetzige Eingangstüre stammt von 1578. Die Äbte betraten ihre Kapelle direkt von ihrem Arbeitszimmer, heute vermauert. (Foto: Schmid, Heilsbronn. )

34. Das Kaiserzimmer in der Neuen Abtei, nachmalig Schulstube in der alten Schule, mit einem Ausschnitt der insgesamt neun geschnitzten Deckenbalken, die der kunstbeflissene 24. Abt Conrad Haunolt 1494 für 24 Gulden anfertigen ließ. Am mittleren Balken der Täufer Johannes mit dem Lamm, Maria mit dem Kind, ein Kaiser mit Reichsapfel und Zepter, darunter der zweiköpfige Adler, an den anderen acht Balken die Wappen des Zisterzienserordens und der Kurfürsten von Mainz, Trier, Köln, Sachsen und Brandenburg. In der nachklösterlichen Zeit befand sich in der Abtei das markgräfliche Absteigquartier, in dem hohe Gäste bei ihrem Besuch logierten, also auch die diversen Kaiser, demnach der Name Kaiserzimmer .

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Neues Schulhaus in Heilsbronn,

35. Die neue Volksschule, 1916 erbaut. Das Bild zeigt den Neubau kurz nach seiner Vollendung. Rechts das Wohnhaus für den Schulleiter. Die alte Schule, bisher in der Neuen Abtei, platzte aus allen Nähten, nur die achte Klasse blieb am alten Ort. Die spätere Erweiterung der Volksschule durch Anbauten reichte immer noch nicht aus, sodaß man den kleinen Saal des Gasthauses 'Zur Eisenbahn' als Unterrichtsraum schon vor dem Zweiten Weltkrieg anmietete.

36. Die Nürnberger Straße vom Unteren Tor aus in Richtung Götz-Kreuzung gesehen. Die Nr. 8 (Dr. Ristl) und die Nr. 10 (Inge Zellert), beide rechts im Bild, wurden nach dem Zweiten Weltkrieg völlig umgebaut. Die Häuser in diesem Teilabschnitt der Nürnberger Straße wurden alle im ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts erbaut.

37. Das östliche Drittel des früheren Klosterverwalterhauses am Markt mit der seit dem vorigen Jahrhundert noch heute existierenden Schmiede. Sohn und Enkel des damaligen Mitinhabers betreiben, natürlich in modernisierter Form, das Handwerk. Um 1930 spielte sich das Geschehen weitgehend aus räumlichen Gründen im Freien ab. Links im Bild das große Fenster ist die innere recht kleine Werkstatt, später zum Hinterhof verlegt, wo vorher im Erdgeschoß der Stall war.

38. Gasthaus 'Zur Eisenbahn', Bahnhofsplatz Nr. 6, von Leonhard Dürnhöfer. Das Gebäude, gegenüber dem Bahnhof, war 1874/75 vorn Maurermeister Wolfgang Geyer aus Heilsbronn erbaut worden und stand noch bis in unser Jahrhundert allein auf weiter Flur, 20 Gehminuten vom Zentrum der Marktgemeinde entfernt. Wirtshaus und Bahn wurden zur gleichen Zeit eröffnet. Geyer war der Erbauer und auch der erste Gastronom dieses Lokals. Der später gebaute Saal diente zwischen den beiden Weltkriegen als Unterrichtsraum fürdie Volksschule.

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