Heinsberg in alten Ansichten Band 1

Heinsberg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   H.P. Funken
Gemeente
:   Heinsberg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4707-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heinsberg in alten Ansichten Band 1'

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9. Der Heinsberger Bürger Max Blancke erbaute Ende des letzten Jahrhunderts im Stil der Zeit ein großes Haus in der Hochstraße, Es überragte die kleineren Bürgerhäuser mit ihren einfachen Fassaden. 1927 erwarb die Heinsberger Volksbank das Haus. Es wurde 1944 zerstört und 1954-1955 durch einen neuen Bau ersetzt. Im Hintergrund rechts liegt der Marktplatz. Fast alle Häuser, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden, waren Wohnhäuser. Heute dagegen ist die Hochstraße eine reine Geschäftsstraße. Aufnahme: C. Mergelsberg, um 1910.

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10. Die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse waren in Heinsberg bis weit in das vorige Jahrhundert hinein schlecht. Deshalb entstand um 1870 ein Bürgerverein 'Das landwirtschaftliche Casino', der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die wirtschaftliche Lage der Stadt zu verbessern. Unter seinem langjährigen Präsidenten, dem Geheimen Medizinalrat Dr. Noethlichs wurde deshalb unter anderem eine genossenschaftliche Volksbank gegründet (1874). Die Bank wurde in dem Haus neben der 1898 erbauten kaiserlichen Post (vor der eine Postkutsche zu sehen ist) in der Apfelstraße (links im Bild) eröffnet. 1m Schuppen rechts neben der Post waren Remisen und das Spritzenhaus der Feuerwehr. Karte: Verlag Jac. Krapohl, Mönchengladbach 1915.

11. Bereits im Mittelalter hatten sich die Bürger der Stadt eine Brandordnung gegeben, um große Feuersbrünste, die die Stadt oft heimgesucht hatten, zu verhindern. Jeder Bürger war verpflichtet bei der Brandbekämpfung mitzuwirken undjeder Neubürger mußte einen ledernen Brandeimer stiften. Im Jahre 1878 wurde die 'Freiwillige Feuerwehr' gegründet. Anläßlich eines Feuerwehrfestes zum fünfzigjährigen Jubiläum im Jahre 1928 stellten sich ihre Mitglieder mit der neuen Motorspritze dem Fotografen. Die Aufnahme entstand vor dem 'Steigerturm' auf der 'Blanckschen Wiese' an der Westpromenade. Links auf dem Bild sehen wir den langjährigen Stadtbrandmeister Joharm Wählen, den Vorsitzenden DI. H. Cüppers und ganz rechts Brandmeister A. Schürgers. Aufnahme: 1928.

12. Auf der Hochstraße liegt heute noch die Buchhandlung Heinrich Wahlen. An derselben Stelle verkaufte schon dessen Vater Karl Wahlen Bücher und Papierwaren. Außerdem arbeitete er als Buchbinder. Neben dem Haus Wahlen lag eine Gaststätte 'Berliner Hof'. Er war im Besitz der Familie Birgelen. Die Heinsberger nannten dieses Haus spöttelnd 'Lehmhotel'. Um 1900 wurde das Haus abgebrochen, und an seiner Stelle bauten die Geschwister Schieren das noch heute bestehende Gebäude, das als eines der wenigen Häuser in der Hochstraße den Bombenangriff von 1944 überstand. Im Haus daneben, in dem sich heute die Dresdner Bank befindet, war damals das Hotel 'Herfs', später im Besitz der Familie Behring und danach der Familie A. Claßen. Karte: Verlag C. Mergelsberg, 1907.

13. Vor seiner Metzgerei und Restauration an der Ecke Hochstraße/Weberstraße steht Metzgermeister Wilhelm Wecks. Sein Sohn Konrad hat am Selfkant Schlachtvieh eingekauft. Er hält ein Rind, das im Schlachthaus hinter dem Wohngebäude geschlachtet werden soll. Die Ehefrau und die Tochter Lilly (in der Türe rechts) schauen zu. In der Gaststätte trafen sich gerne die Mitglieder des Artillerievereins. Besonders feierten sie arn Fest ihrer Patronin der Heiligen Barbara. Das Haus Wecks wurde 1944 duren Bomben zerstört und an der gleichen Stelle wieder aufgebaut. Aufnahme: um 1912.

14. Der Erste Weltkrieg weckte die sonst so stille alte Stadt Heinsberg aus ihrer Ruhe. Nach der Mobilmachung am 1. August 1914 zogen bei Tag und Nacht deutsche Truppen aller Waffengattungen durch die Hochstraße in Richtung Aachen. Von dort aus wurden sie mit der Eisenbahn an die Westfront weitertransportiert. Das Bild entstand am 7. August 1914. Infanteristen haben auf der Hochstraße vor den Häusern Krekels und Bischof (heute Hürten und Krieger) eine Marschpause eingelegt. Aufnahme: P. Rolffs, 1914.

15. Im Spätsommer 1914 ist die Hochstraße zu einem der ersten Siege geflaggt, Das hohe Haus rechts war im Besitz von Wilh. Schuwerack (Kolonialwaren und Sarnenhandlung), vcrher gehörte es E. Verpoorten. Daneben lag die Wirtschaft 'Alt Heinsberg' von A. Houben. Während der Franzosenzeit war in dem Haus eine Militärtuchfabrik gewesen. Der erste Besitzer der Gaststatte braute Bier und war auch zugleich Hutmacher. Im Hause mit den beiden Lorbeerbäumen vor der Tür wohnte der Zahnarzt DI. Kleeff. Das Haus war 1847 vom Bürgerrneister J.P.L. Otterbein erbaut worden. Hinter diesem Hause lag die jüdische Synagoge, die 1811 erbaut und 1936 von den Nazis zerstört wurde. Aufnahme: 1914.

16. Als Ende 1914 die Kämpfe an den Fronten immer härter wurden, richtete man in der Heinsberger Schützenhalle (Weberstraße) ein Lazarett ein. Es stand unter der Leitung des Mönchengladbacher Fabrikanten F. Berghöfer. Arztlich wurden die Verwundeten und Kranken von DI. Dahm betreut. Neben Ordensschwestern (Vinzentinerinnen) waren auch junge Heinsbergerinnen bereit, als Krankenschwestern die Soldaten zu pflegen. Unsere Aufnahme zeigt Verwundete im Lazarett mit den Heinsberger Schwestern Maria Zohren (oben), Else Weißner (links), Dilla Peters-Haruacher und Elisabeth Corsten (rechts). Aufnahme: um 1915.

17. Dieses Bild zeigt die starke Veränderung der Stadt. Anstelle der Häuser im Hintergrund verlängert heute die Erzbischof Philipp-Straße die Hochstraße. Diese neue Straße wurde um 1950 angelegt. Im Haus ganz rechts war um 1900 das Geschäft W. Sornmer, später Geffers, heute Büromaschinen Friedrich, links daneben war das Café 'Rosen'. Das schöne Empirehaus in der Bildmitte gehörte Jos. Knieps, danach Hugo Dahm und später Heinrich Fabry. Links neben Fabry war ein kleiner Winkel, 'dr. Huck' genannt, wo schon immer eine Gaststatte lag. Im Haus links mit der Treppe war ein Gasthof. Später erwarb es Notar Pomp und dann Dr. Linzen. Davor lag das Haus Joppen, in dem die Heinsberger Volkszeitung gedruckt wurde, Aufnahme: um 1920.

18. In der Hochstraße und in der Josefstraße erbauten die Nonnen des Ordens der Poenitentinnen 1662 ein Kloster. Es beherbergte eine Mädchenschule, in der neben den Elementarfächem auch Französisch, Sticken, Weben und Klöppeln gelehrt wurde. 1711 brannte das Kloster ab und wurde bis zum Jahre 1719 wieder aufgebaut. 1802 wurde es, wie alle anderen Klöster, durch die Säkularisation aufgelöst. Die Klosterbauten wurden an Privatleute verkauft. Der Teil des Klosters, der zur Hochstraße lag, diente als Katasteramt. In der Front zur Josefstraße schmückte eine barocke Madonnenfigur eine Nische. Die Figur befindet sich heute in der Propsteikirche. 1944 wurde das Haus durch Bomben zerstört. Aufnahme: um 1910.

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