Heinsberg in alten Ansichten Band 1

Heinsberg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   H.P. Funken
Gemeente
:   Heinsberg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4707-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heinsberg in alten Ansichten Band 1'

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19. Vom Burgberg aus überschaut man die Stadt. Auf unserer Aufnahme sieht man den 'Pley' und Teile der Josefstraße. Der 'Pley', an dessen Stelle heute der Parkplatz gegenüber der evangelischen Kirche ist, war der älteste Marktplatz der Stadt. Am Hang des Burgberges hatte im Anfang des vorigen Jahrhunderts der Bäcker Quinell einen schönen, weit gerühmten Garten. Zum 'Pley' gelangte man von der Josefstraße aus über eine kleine Brücke des Mühlenbaches, Das Bild zeigt unten rechts den 'Pley' mit dem alten Baumbestand, dann die Mauer, die den Mühlenbach einfaßt und dahinter Teile des ehemaligen Poenitentinnenklosters. Links im Bild die Rückfronten der Häuser Schmitz, Bast und Kohnen, heute ühlenforst. Links im Hintergrund die Paterskirche. Karte: Heinrich Wahlen, um 1925.

20. 1880 wurde die Josefstraße, genannt nach Josef Knieps, bis zur Ostpromenade geführt, nachdem man den Stadtwall abgetragen hatte. Zwischen Mühlenbach und Burgberg lagen die Häuser Schmitz, Bast, von der Stück und Kohnen, heute Ohlenforst. Der Mühlenbach unterfloß die Hochstraße und trieb früher die alte Stadtmühle an, im Bild links neben dem Haus Terasky im Hintergrund. Das saubere Bachwasser wurde vor einhundertfünfzig Jahren noch zum Brauen benutzt. Zuvor ließ der Brauer aussehelIen: 'Wir tun kund zu weisen, daß keiner in den Bach tut scheißen. Morgen wird gebraut!' Karte: Verlag Heinrich Wahlen, um 1925.

21. Vor etwa sechzig Jahren sah der Teil der Hochstraße, der heute Fußgängerzone ist, völlig anders aus. Im ersten Haus rechts war die nach einem Stadtbrand (1711) erbaute Apotheke. Zur Zeit der Aufnahme wurde sie vom Apotheker Claren geführt, später von dessen Nachfolger Josef Kreuder. Das Geschäftshaus Schweitzer, das daneben lag, wurde um die Jahrhundertwende errichtet. In dem kleinen Haus neben Schweitzer war das Lebensmittelgeschäft Derichs, dann Röter, und im Nachbarhaus wohnte die Musikerfamilie Krückel, Das Haus vor der evangelischen Kirche wurde noch zu Anfang des 19. Jahrhunderts als evangelische Schule benutzt. Im ersten Haus links hatte die Familie Pooth eine Färberei und Reinigung. Daneben befand sich das Textilgeschäft Coblenzer. Karte: Verlag Jac. Krapohl, Mönchengladbach 1915.

22. Vor der Zerstörung Heinsbergs hatten viele Bürgerhäuser stilvolle, alte Haustüren. Eine der schönsten im Stil des Rokoko war an der Apotheke Kreuder. Die Einfassung der Türe war aus profiliertem Blaustein. Ein fein geschwungenes Ornament gliederte das Oberlicht; unter dem verglasten Oberteil der Türe hob sich ein flaches Relief (zwei Schwäne im Schilf) ab. An der Türumrandung links erkennt man die damals übliche Hausglocke. Eine schlichte Steintreppe führte in das Haus. Aufnahme: P. Rolffs, um 1910.

23. Eine Gartenlaube besonderer Art stand im Garten des Kaufmanns Prummern hinter seinem Haus in der oberen Hochstraïse, neben der heutigen Propstei. Die Laube vor der er mit Frau und Tochter Agnes sitzt wurde aus alten Barockschnitzereien vorn Orgelgehäuse aus der Heinsberger Pfarrkirche erbaut. Diese alte Orgel, die aus der Zeit um 1725 stammte, wurde zu Ende des 19. Jahrhunderts im Rahmen der Renovierungsarbeiten in der Kirche abgerissen und durch eine neue Orgel ersetzt. Teile der Orgelverkleidung wurden zu der Laube verarbeitet. Andere Teile des Orgelgehäuses wurden nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Dachboden der Propstei gefunden und in das Heimatmuseum Heinsberg gebracht. Aufnahme: P. Rolffs, um 1910.

24. So sah die Hochstraße an der Einmündung der oberen Apfelstraße um die Jahrhundertwende aus: rechts ein Teil des Schuhgeschäftes Boshof, daneben die beiden Häuser des Textilgeschäftes Weiß, von denen das rechte damals P.J. Florack und das andere den Geschwistern Winter gehörte. Vorher um 1860 hatte an dieser Stelle Josef von Bracht, 'Tulpe Jupp', eine Gaststätte. Die beiden Wirtsräume hießen 'Himrnel' und 'Holle'. An der Eingangstür stand 'Gutes Bier und gute Kost bei Tulpe Jupp zur alten Post'. Hier war zugleich auch die Poststelle. Das vorletzte Haus gehörte der Familie R. Berens, dort war 1789 der Maler Carl Begas der Ältere geboren worden. Aufnahme: C. Mergelsberg, um 1910.

25. In der Hochstraße vor der evangelischen Kirche (heute Café 'Rosen') entstand diese Aufnahme. Im ersten Haus rechts auf der Treppe steht Frau Heinrichs mit ihren Töchtern. Daneben sind die Häuser der Brüder Krebs (heute Blankartz-Krebs). Auf der anderen Straßenseite lag die evangelische Kirche. Eine Treppe führte in das Innere der Kirche und zur Wohnung des Pfarrers. Das Gebäude wurde 1683 von der evangelischen Gemeinde erworben, es wurde umgebaut und bekam einen schlichten Dachreiter als Turm. Ursprünglich war es eine der ältesten Gaststätten Heinsbergs und hieß 'Zur Großen Krone'. Aufnahme: um 1892.

26. In der oberen Hochstraße gründete um 1840 der Kaufmann F. Alstedt eine Handlung. Sein Nachfolger Josef Zohren steht hier mit seiner Frau Gertrud Lorene, geborene Alstedt, mit deren Mutter (in der Türe) und den Kindern vor seinem Geschäftshaus, Die Waren wurden in 'Auskramkasten', die etwas vorgebaut waren, ausgestellt. Das hier abgebildete Haus wurde zu Anfang des 20. Jahrhunderts durch ein neues ersetzt, Hier, wie auch auf anderen Bildern, loekte der Fotograf viele Neugierige aus den Häusern. Aufnahme: 1892.

27. In Heinsberg und in seiner Umgebung wurde schon immer die Korbmacherei betrieben. Um die damals schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse zu verbessern, wurde 1876 durch die Arbeit des 'Casinos' die erste preußische Lehranstalt für Korbmacherei gegründet. Sie bestand bis 1928 und wurde dann in ein kaufmännisches Unternehmen umgewandelt. Die Korbflechtschule lag zwischen Hochstraße und Westpromenade an der heutigen Körbergasse. Das Bild gestattet einen Bliek in einen der Arbeitsräume, in dem aus Peddigrohr und Bambus Korbmöbel hergestellt wurden. Beim Bombenangriff wurde der Betneb 1944 restlos zerstört. Aufnahme: um 1928.

28. Bis 1913 stand dort, wo heute die Noethlichsstraße in die Hochstraße einmündet, ein einfaches weißgekalktes Backsteinhaus mit großer Toreinfahrt. Im Vorderbau dieses 1913 abgebrochenen Hauses wohnte Frau Papers, geborere Verpoorten, die von den Heinsbergern 'Tante Lehnchen' genannt wurde. Sie hatte in ihrem Haus eine Kinderverwahrschule eingerichtet, Zuvor, nach Auflösung des Damenstiftes (1802), hatte bis 1850 eine ehemalige Stiftsdame, die Freiin E. von St. Remy, hier ihre Wohnung. Die bejahrte Dame hieß in der Stadt 'et Fräule Zintermeies', Im Haus links daneben, das heute das Eckhaus zur Noethlichsstraße ist, wohnte in der ersten Jahren unseres Jahrhunderts der Familie Frauenrath. Aufnahme: um 1900.

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