Heinsberg in alten Ansichten Band 1

Heinsberg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   H.P. Funken
Gemeente
:   Heinsberg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4707-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Heinsberg in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

29. C. Mergelsberg machte diese Aufnahme von der Galerie des Kirchturms. Im Vordergrund stehen die Häuser auf dem Kirchberg, dahinter ist die Zeile der Hochstraße von Mergelsberg bis zur Propstei mit Hausgärten und Wiesen zu sehen. Am rechten Bildrand (obere Hälfte) erkennt man die Korbflechtschule. Die Noethlichsstraße als Verbindung von Hochstraße und Westpromenade war noch nicht angelegt. Auf der oberen Westpromenade stand kein einziges Haus; nur auf der Wiese, links der Baumgruppe 'Schwarzer Hund' (alte Befestigungsanlage), war ein kleiner Stall (heute: Gelände der Landwirtschaftsschule). Oberhalb der Westpromenade liegt der Klosterhof, dahinter Lieck und Kirchhoven. Karte: Verlag C. Mergelsberg, 1908.

30. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts war der bauliche Zustand der Sf.-Gangolphuskirche so schlecht, daß Renovierungsarbeiten innen und außen notwendig wurden. Die Gewölbe waren 1783 teilweise eingestürzt, das Maßwerk des Turmes und das der Fenster war zerstört, und der Helm war durch Blitzschläge stark beschädigt. 1848 wurde nach dem Vorbild des Kölner Domvereins der 'Gangolphusverein' zur Renovierung der Kirche gegründet, Auf ein Bittgesuch hin bekam der Verein zu den gesammelten Geldern der Bürger, Zuschüsse von der Preußischen Regierung. Das Bild zeigt den Innenraum der Kirche vor der Restaurierung des Choraufganges. Die beiden Figuren neben dem Hauptaltar waren um 1870 aufgestellt worden, die Kanzel war bereits erneuert. Aufnahme: um 1875.

31. Bei den notwendigen Erneuerungsarbeiten der St.-Gangolphuskirche wurde auch die Inneneinrichtung grundlegend verandert. Dabei wurde die gesamte barocke Ausstattung, darunter der wertvolle Hauptaltar und die Nebenaltäre nach Sachsen verkauft. Ein barockes Altarbild kam nach Aachen. Die Kirche erhielt dafür neugotische Altäre, um sie so 'stilrein' zu gestalten. Für das westliche Seitenschiff schuf 1880 der Heinsberger Bildhauer Heinrich Koulen, der seine Werkstatt an der Josefstraße hatte, einen Marienaltar. Als Vorbild diente der Altar des bekannten gotischen Bildschnitzers Michael Pacher. Das Original befindet sich in St. Wolfgang. Aufnahme: C. Mergelsberg, urn 1890.

32. Vom 'Halben Mond', einer ehemaligen Befestigungsanlage, hatte man zu Ende des vorigen Jahrhunderts diesen Bliek auf die Oberstadt mit dem Burgberg und der St.-Gangolphuskirche. Der Helm der Kirche war bereits erneuert worden. Das Dach trugjedoch noch nicht die spitzen Backsteingiebel, die 1884 über jedem Seitenschiffjoch errichtet wurden. Die Häuser, deren Rückfronten mit den Hausgärten zu sehen sind, lagen an der Geilenkirchener Straße, Die Häuser rechts gehörten den Familien Jülicher und Vossen. Daneben lag die Gärtnerei Noethlichs, und das Haus Friderici schloß sich daran an. Im linken Teil der Aufnahme sehen wir die Häuser der Sittarder Straße und der oberen Hochstraße. Aufnahme: C. Mergelsberg, um 1890.

33. Das heutige Haus Carl Lennartz, neben dem Torbogen, wurde um 16. Jahrhundert vom Stiftsdechanten Joh. von Harff erbaut. Es diente lange als Rentrneisterei des Jülicher Herzogs. In der Franzosenzeit lag in dem Haus die 'Munizipalverwaltung' (städtische Verwaltung). Danach erwarb es die Stadt als Gemeindehaus und verkaufte es 1836 an den Bürgermeister H.F. Weber. Dieser vererbte es an die Familie Nathan. Diese Familie legte im alten Burggraben, hinter dem Haus, einen schönen Garten an, der für die damalige Zeit typisch war. Die Rückfront des Hauses war noch nicht durch Anbauten verandert. Ein großer Teil des Burgbergs war damals mit Tannen bepflanzt, Aufnahme: C. Mergelsberg, urn 1890.

34. Die Hochstraße vom Torbogen bis zum Haus Kessel war im Mittelalter, zur Zeit des Gangolphusstiftes, ein Teil der sogenannten 'Stiftsimmunität'. Die Stiftsherren übten die Hoheitsrechte eines Landesherren aus und hatten dort auch ihre Wohnungen. Auch Kirchberg und Kirche gehörten dazu. Dieser Straßenteil hat seinen Charakter bis heute bewahrt. Links sehen wir das ehemalige Landratsamt (später Kreissparkasse). Rechts im Vordergrund zwischen den Häusern Kessel-Stevens und KeulenPenners ist noch ein Garten. Auf dem Grundstück Keulen-Penners baute der Arzt Dr. Winkels das heute noch bestehende Haus. Unter den Personen im Vordergrund erkennen wir (mit Korb) 'Zieke Sim' (Simon Randerath), einenjüdischen Mitbürger, der Ziegen schlachtete. Aufnahme: um 1910.

35. Im Mai 1925 feierten der Maler- und Anstreichermeister und Berufsfotograf Carl Mergelsberg und seine Ehefrau Barbara, geborene Bartz mit vielen Verwandten und Bekannten das Fest der goldenen Hochzeit. Von Carl Mergelsberg, dem ersten Berufsfotografen in Heinsberg, stammen viele Aufnahme dieses Buches. Hier sitzt er inmitten seiner Söhne Joseph und Anton und ihren Familien, den Angehörigen der Familie Carl Perey (langjähriger Organist der Pfarrkirche), der Familie des Rentmeisters Heinrich Schippers und der Familien Johann und Wilhelm Bartz (Architekten). Aufnahme: C. Mergelsberg, 1929.

36. Unter der Führung und dem Vorsitz des Oberpfarrers und Dechanten T.J. Endepols wurde 1858 der Männergesangverein 'Gregorius' gegründet. Sein Ziel war die Pflege des Gesanges und zwar zunächst 'eines würdigen und erbaulichen Kirchengesanges'. Doch auch das weltliche Liedgut wurde gepflegt. Im Jägersaal der Gaststatte Heinrichs, später Hamacher, gab der Verein 1858 sein erstes Konzert, Im Laufe seines Bestehens sang er zu zahlreichen Festgottesdiensten und auch zu anderen Veranstaltungen. Auf unserem Bild sehen wir die Mitglieder, in der Mitte den damaligen geistlichen Präses Oberpfarrer (Propst) Jos, Gaspers und den langjährigen Dirigenten Küster-Organist C. Perey, Aufnahme: A. Mergelsberg, um 1930.

37. An der Linderner und an der Geilenkirchener Straße lag ein zweiter Marktplatz, der auch als Kirmesplatz benutzt wurde. Er war von hohen Lindenbäumen eingefaßt. Um 1930 wurde er in eine kleine Anlage umgewandelt. Auf der Ecke Linderner Strafse/Geilenkirchener Straße lag die Gastwirtschaft Jansen, 'Bi Lindes Hermännke' genannt. In der Geilenkirchener Straße erkennt man die Höhere Töchterschule, das Haus davor gehörte früher der Familie Voget. Ganz rechts war im linken Haus die Buchdruckerei Johann Jülicher, in der lange Jahre hindurch das 'Heinsberger Volksblatt' gedruckt wurde. Im Haus rechts war die Zahnpraxis von Dr. K. Vossen. Durch den Bombenangriff und durch die Neugestaltung der Straßenführung wurde diese Partie Heinsbergs völlig verandert. Karte: A. Mergelsberg, urn 1930.

38. Vor der Gaststatte 'Zum Deutschen Haus', die an der Geilenkirchener Straße lag, und deren Gebäude später als Höhere Mädchenschule dienten, steht der Wirt Gerh. Laumen. Neben den Gasträumen lag ein schattiger Garten (links im Bild), der die Gaste zur Einkehr lud. In den Revolutionszeiten von 1848 bildete sich in dieser Wirtschaft 'Der Verein zum Deutschen Haus', der hier demokratische Versammlungen abhielt, zu Vorträgen einlud und Petitionen und Aufrufe verfaßte. Aufnahme:

C. Mergelsberg, urn 1900.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek