Heinsberg in alten Ansichten Band 1

Heinsberg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   H.P. Funken
Gemeente
:   Heinsberg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4707-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Heinsberg in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

49. Altgediente Militärmusiker bildeten 1912 die ersten Pfeifer und Trommler des Heinsberger Spielmannszuges aus. Seit dieser Zeit haben die Spielleute bei vielen festlichen Anlässen die Heinsberger mit ihrem Spiel erfreut. 1920 schloß sich der Spielmannszug als Unterorganisation den 'Vereinigten Schützengesellschaften' an. Unser Bild zeigt den Spielmannszug um 1930 vor der Gaststätte 'Kirchner'. Wir sehen, von links nach rechts: W. Schröder, A. Strachau, K. Cox, J. Stepprath, K. Oidtmann, H. Schürgers, H. Tellers, J. Oidtmann, W. Oidtmann und H. Nelissen. Kniend: H. von der Stück und J. Cox. Aufnahme: um 1930.

50. Die alte Apfelstraße ist kaum mehr wiederzuerkennen. In den Häusern rechts wohnten die Familie F. Krückel und Fräulein Wecks. Lindenbäume verdeckten die hohe Mauer, die das ehemalige Franziskanerkloster abschloß. An dieser langen Mauer wurden Mitte des vorigen Jahrhunderts Viehmärkte abgehalten. Dieser Teil der Straße hieß im alten Heinsberg 'op dr Sand', er reichte bis zur Klostergasse. Links die Häuser gehörten den Familien von der Bank, von der Fuhr, Nebe und Hamacher (Gaststätte). Im Saal, der zum Hause Hamacher gehörte, feierten die Heinsberger Vereine viele Feste. Ehemals gehörte zu dem Haus auch eine Brauerei. Karte: Verlag Heinrich Jansen, Mönchengladbach, um 1925.

51. Im Verlauf der Entwicklung der katholischen Arbeiterbewegung wurde 1921 in Heinsberg ein Arbeiterverein ins Leben gerufen, dem viele Arbeiter, die in den Vereinigten Glanzstoffabriken in Oberbruch oder in kleineren Betrieben Heinsbergs oder der Umgebung beschäftigt waren, als Mitglieder angehörten. Neben der Behandlung von berufsständischen Fragen widmete sich der Arbeiterverein dem gesellschaftlichen Leben. Er veranstaltete Familienabende, Nikolaus- und Weihnachtsfeiern und Theaterabende, die meist im Saale Hamacher in der Apfelstraße stattfanden. 1928 war Kaplan Martin Vollmar Präses des Vereins, der sich mit ihm vor der Kaplanei fotografieren ließ. Aufnahme: C. Mergelsberg, 1928.

52. Nach der Reformation setzte in vielen Teilen Deutschlands eine religiöse Erneuerung des Kathohzismus ein. Sie wurde zum Teil von den FranziskanerMönchen getragen, die zu der Zeit in der Kogelgasse in Heinsberg eine Kirche und ein Kloster erbauten. 1648 wurden sie fertiggestellt. Von nun hieß die Kogelgasse 'Patersgasse' . Auf der linken Straßenseite stand das sogenannte Rektoratsgebäude mit dem charakteristischen Treppengiebel. Zwischen Rektoratsgebäude und Kirche führte ein Weg zum eigentlichen Kloster. Im Haus auf der rechten Straßenseite wohnte um 1900 der Kupferschmied und Kaufmann Carl Perey, der auf der Treppe seines Hauses steht. Im Haus am Ende der Gasse, wo diese sich zur Hochstraße hin stark verengte, war die Bäckerei Schmitz. Aufnahme: um 1895.

53. Die Paterskirche war ein schlichter Saalbau mit einer einfachen Barockausstattung. Die Ausmalung der Kirche erfolgte mit Mittel des Gangolphusbauvereins im Jahre 1860. In dieser Kirche wurde der Heiligen Antonius von Padua besonders verehrt. Jahrzehntelang wurden hier die Schulmessen der Höheren Knabenschule und später die des Gymnasiums gefeiert. Beim Bombenangriff auf Heinsberg wurde die Kirche zerstört. Sie wurde nicht wieder aufgebaut An dieser Steile ist heute der Parkplatz neben der Heinsberger Feuerwache. Aufnahme: C. Mergelsberg, um 1890.

54. Nach Auflösung des Franziskanerklosters (1802) dienten die Gebäude verschiedenen Zwecken. Wie das Bild zeigt, bestand der Bau aus einem rechtwinklig aneinanderstoßenden Teil (links) und dem Rektoratsgebäude (rechts), von dem wir hier die Rückseite sehen. Im ersten Gebäudeteil war zu Anfang des 19. Jahrhunderts (bis 1908), die Volksschule untergebracht und bis 1930 die Höhere Knabenschule. Im rechten Gebäudeteil war die evangelische Schule, die vorher neben der evangelischen Kirche lag. Vor dem Zweiten Weltkrieg wurden die Gebäude von der Genossenschaft der Hiltruper Patres genutzt, Der ganze Komplex wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Heute stehen auf dem Gelande die Stadthalle und das Rathaus. Aufnahme: um 1910.

55. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war man in der Stadt bemüht, eine Höhere Knabenschule zu gründen, doch erst 1848 konnte sie den Schulbetrieb aufnehmen. 1870 gab es fünf Klassen, 1925 wurde die Anstalt als Progymnasium weitergeführt und 1931 als' Altsprachliches Kreisgymnasium ' voll ausgebaut, Unsere Aufnahme zeigt das Lehrerkollegium des Progymnasiums. Wir sehen von links nach rechts: Stk, DI. Gotzes, Stk, Kitschen, StD. Wigge, Stk, Dohmen, Pfarrer Lennartz, stehend StA. Holtkötter, StA. Kalscheuer, StA. Kanter, aSL Lentz und StA. Dr. Mies. Aufnahme: um 1927.

56. Wenn nach einem schneereichen Winter im Frühjahr das Tauwetter einsetzte, trat der Mühlenbach oft über seine Ufer. Er überschwemmte große Teile der Hochstraße, der Apfelstraße und der Patersgasse. Seine Wasserrnassen stauten sich unter Straßen und Häusern, Hier ist die überschwemmte Hochstraße und die sehr schmale Patersgasse zu erkennen. Das linke Haus, heute Elektro-Randerath, hatte eine schöne Blausteinfassade aus dem 18. Jahrhundert. Es gehörte dem Hofrat und Steuerempfänger Schleicher und um 1881 dem Steuerernpfänger Herfs. Das Haus rechts stand an der Stelle, wo heute die verbreiterte Patersgasse entstanden ist, Es war über einhundertfünfzig Jahre im Besitz der Familie Perey (zuletzt Joh. Perey). Aufnahme: 1929.

57. Vor den Toren der Stadt wurde um 1150 ein Kloster der Praemonstratenserinnen gegründet. Die Gebäude dieses Klosters wurden bei der Belagerung Heinsbergs im Geldrischen Erbfolgekrieg (1542) zerstört. Nur die Wirtschaftsgebäude blieben erhalten. Um 1900 wurde der Gutshof, der im Laufe der Jahrhunderte sein Aussehen mehrmals verändert hatte, von der Familie Nathan bewohnt. Später erwarb der Gutsbesitzer Klaus den Hof und betrieb auf den Weiden eine bekannte Apfelschimmelzucht. In einem der Nebengebäude hatte der Wirt Brands vor 1900 eine Gartenwirtschaft, 'Brands en dr Klosterjaad' genannt. Er besaß außerdem eine große Bienenzucht. Die Gutsgebäude wurden 1944 von Bomben zerstört. Aufnahme: um 1890.

58. Schon im Jahre 1848 feierten zur Fastnacht Mitglieder des Heinsberger Liebhabertheaters in verschiedenen Heinsberger Lokalen mit Possen und lustigen Vortragen den Karneval. 1873 tagte in der Gaststatte Spätgens, später Kirchner, die Karnevalsgesellschaft 'Klöppel', und 1884 trat der Karnevalsverein 'Onger eene Hoot' zum ersten Mal auf und veranstaltete Umzüge durch die Stadt. 1913 wurde der heutige Karnevalsverein gegründet, der 1914 einen großen Karnevalszug mit zehn Wagen, fünfzig Reitern und fünf Musikkapellen aufzog. Prinz Heinrich I. (Wahlen) zog durch eine von Menschen überfüllte Stadt, Unser Bild zeigt den Wagen 'Irn Krug zum grünen Kranze' des 'Gregoriusvereins' auf der Hochstraße. Aufnahme: K. von der Bank, 1914.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek