Heinsberg in alten Ansichten Band 1

Heinsberg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   H.P. Funken
Gemeente
:   Heinsberg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4707-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heinsberg in alten Ansichten Band 1'

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59. Wo in den zwanziger und dreißiger Jahren an den Karnevalstagen in den Gaststätten der Apotheker Josef Kreuder als Drehorgelmann auftauchte, da herrschte bald richtige Fastnachtsstimmung. Die Aufnahme entstand wahrscheinlich im damaligen Hotel 'Claßen'. Nicht nur hier in diesem Lokal, sondern auch in den anderen Gastwirtschaften und Sälen der Stadt herrschte von Altweiberfastnacht bis zum Aschermittwoch fröhliches Treiben. Die Straßen gehörten vor allem den Kindern in ihrer Verkleidung. Aufnahme: um 1930.

60. Auf einer holprigen und sumpfigen Wiese in der Nähe des Klosterhofes, beim sogenannten 'Klause Quellke' mühten sich die ersten Heinsberger Fußballspieler des Fußballclubs 'Fe Alernannia' im Jahre 1910 ab. Erst drei Jahre später konnten sie auf dem Gelände des Kavittenberges (an der heutigen Kolpingstraße) durch eigene Arbeit einen besseren Fußballplatz schaffen. In den Jahren 1926-1927 gehörte die erste Mannschaft der Gauklasse RUI-Wurm an. Sie trug schwarz-gelbe Tricots. Von links nach rechts: L. Winkens, J. Cüppers, T. Wiedemann, H. Winkens, P. Broderrnanns, J. Zohren, W. Königs, W. Lennartz, A. Wolters, H. Thönnissen, J. Busch und T. Frenken. Aufnahme: um 1928.

61. Nachdem die Heinsberger um die Mitte des 19. Jahrhunderts die alten Stadtdeiche, im Osten der Stadt 1839 und im Westen 1848, abgetragen und die Gräben dieser Stadtbefestigung aufgefüllt hatten, legten sie die Ost- und die Westpromenade an. Sie wurden im Volksmund 'Op de Dieke' genannt. Beide Promenaden bildeten mit den anliegenden Hausgärten und Wiesen einen grünen Ring um die Stadt. Die Ostpromenade war mit Linden bestanden. An der Seite, die zum Bruch hin lag, war ein Wassergraben, in dem die Jungen im Frühjahr Stichlinge, Kaulquappen und Frösche fingen. Das Bild entstand an der heutigen Einmündung der Oberbrucher Straße. Karte: Verlag Jac. Krapohl, Mönchengladbach, um 1925.

62. Im Frühjahr war gewöhnlich am Tag des Pfarrpatrons, des Heiligen Gangolphus, oder zur Frühkirmes 'Vogelschuß'. Im vorigen Jahrhundert wurde dieses Fest auf einem der Stadtdeiche (später Promenaden) gefeiert. Deshalb wurden sie auch 'Schötte Diek' genannt. In den ersten Jahrzehnten unseres Jahrhunderts wurde der Schützenvogel von Karl Donssen (in der Mitte der Schützen mit Bart), der in der Weberstraße neben der Schützenhalle wohnte, aus einer alten Weißdornwurzel angefertigt und dann ein Jahr lang unter den Misthaufen gelegt! Zum Schießen benutzte man eine schwere Büchse, Auf dem Bild wird der Vogel auf der Wiese hinter der Molkerei abgeschossen. Aufnahme: 1922.

63. Im Herbst und im Winter loekte die Jagd aufNiederwild die Heinsberger Jäger hinaus in die nahen Reviere in Fe!d und Bruch. Oft wurden große Treibjagden veranstaltet. Nach einer Jagd in Kempen ließ sich der Besitzer der Jagd Justizrat Frenken, Notar in Heinsberg, mit seinen Jagdfreunden vor einem Bauernhaus fotografieren. Wir sehen, von links nach rechts: Justizrat Frenken, Adolf Blancke, Franz Schwarzmanns, einen Unbekannten, Kar! Hesemann, Amtsgerichtsrat Frantzen, Rechnungsrat Rheinert, Amtsgerichtsrat Groethuysen und Rittmeister Rolffs, einer der ersten Amateurfotografen in Heinsberg. Aufnahme: P. Rolffs, um 1910.

64. Urkundlich werden die Heinsberger Schützen zuerst im Jahre 1400 erwähnt. Damals erhielten sie die amtliche Erlaubnis Handbüchsen und Arrnbrüste zu tragen. Sie sollten die Stadt schützen und die Burg verteidigen. In späteren Zeiten gestalteten sie weltliche Feste wie Kirmes und Schützenfest mit Vogelschuß. Sie beteiligten sich an den Sakramentsprozessionen und begleiteten die Geistlichen, die die Sakramente austrugen. Die Verheirateten waren in der 'St.-Gangolphus-Bruderschaft' und die Unverheirateten in der 'Joh. Nepomuk Schützenbrunderschaft' zusammengeschlossen. Das Bild entstand 1911 in der Schützenhalle. Schützenkönige waren R. Berens, links, und J. Esser, rechts im Bild. Ganz rechts sehen wir Mitglieder der Kapelle Krückel, Aufnahme: C. Mergelsberg, 1911.

65. Nicht nur die Promenade luden zum Spazierengehen ein. Ein beliebtes Ziel war auch der Stadtgarten im Klevchen mit seinem Musikpavillon. Im Anfang des 19. Jahrhunderts wurde dieser kleine Park neben dem aufgegebenen Friedhof angelegt. Während der Sommermonate veranstalteten hier die Heinsberger Gesangvereine, die Blaskapellen der Stadt, Mandolinenclubs und auch auswärtige Vereine Konzerte. Auch dieser Musikpavillon wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Der alte Baumbestand blieb erhalten. Karte: Jac. Krapohl, Mönchengladbach, um 1928.

66. Am Kirmessonntag 1921 gründeten neun sangesfreudige Bürger in der Gaststätte 'Zum Huck' den Gesangverein MGV 'Doppelquartett' Heinsberg. Das Amt des Dirigenten übernahm Jean Heinrichs, der 1. Vorsitzende wurde Josef Königs. Der Verein widmete sich der weltlichen Musik, pflegte aber auch die Kirchenmusik. Unser Bild zeigt die Sänger des Vereins: vierter von rechts der damalige Vorsitzende Edmund Backes, zweiter von links der damalige Dirigent Ludwig Aretz, zwischen ihn stehen die beiden Mitbegründer Jakob Aretz und Theodor Karnps, Aufnahme: um 1930.

67.

Ich kann nicht länger warten, täglich geh ich in den Garten, täglicb frag ich 'Blümchen sprich, kömmt die Eisenbahn noch nich? '

So drückte ein Sonntagsdichter 1849 im 'Heinsberger Boten' die Sehnsucht der Bürger nach einer Eisenbahnlinie aus, Aber erst 1890 wurde die Stichbahn Lindem-Heinsberg, die Anschluß an die Strecke Düsseldorf-Aachen hatte, fertiggestellt. Zugleich wurde auch der Heinsberger Bahnhof erbaut. Die neue Eisenbahnlinie brachte für die Stadt und die Umgebung einen großen wirtschaftlichen Aufschwung. Aufnahme: um 1920.

68. In der Wirtschaft Hamacher beschlossen 1897 Landwirte aus dem Heinsberger Raum eine Molkerel zu errichten. Schon im selben Jahr konnte sie ihren Betrieb aufnehmen. In dem Gebäude der Molkerei, das in der Roermonder Straße lag, wurde auch eine Badeanstalt eröffnet. Die Wannenbäder wurden von der Bevölkerung eifrig genutzt, denn damals waren Badezimmer in den Häusern noch eine große Seltenheit. Die Milchanfuhr aus den Dörfern geschah mit Pferdewagen. 1967 trat die Molkerei einer neuen Genossenschaft bei und verlor damit ihre Selbständigkeit, 1975 stellte sie den Betrieb ein. 1977 wurden die Gebäude abgerissen, Karte: Verlag C. Mergelsberg, 1907.

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