Heinsberg in alten Ansichten Band 2

Heinsberg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   H.P. Funken
Gemeente
:   Heinsberg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4942-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heinsberg in alten Ansichten Band 2'

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9. In der katholischen Volksschule, die zu Anfang des Jahrhunderts auf dem Markt erbaut worden war, wurden 1911 in je drei klassen Jungen und Mädchen getrennt unterrichtet. Nach einem Bericht aus dieser Zeit besuchten 334 katholische Kinder diese Schule. Nach dem Ersten Weltkrieg waren die Schulverhältnisse ähnlich. Unser Bild zeigt das Lehrerkollegium der Schule um das Jahr 1920. In der oberen Reihe stehen von links nach rechts: Peter Lutz, Ludwig Sieben, André Maybaum (später in LaffeId) und Katharina Lutz. Sitzend: der Schulleiter Rektor Johann Farber, Anna Wandel und Wilhelmine Biermanns. Aufnahme: um 1920.

10. Im Jahre 1916 gründete der damals in Heinsberg wirkende Kaplan Clemens aus Mitgliedern des katholischen Jünglingsvereins ein Pfeifer- und Trommlerkorps. Es gab sich den Namen 'Jugendwehr'. Die Gründung wurde durch den Krieg gefördert, was auch im Namen zum Ausdruck kommt. Die Uniformen, die das Lederwerk Windelen stiftete, und vor allem die Kopfbedeckungen erinnern an die der deutschen Afrikatruppen vor dem Ersten Weltkrieg. Die Aufnahme wurde im Garten der Gaststätte 'Alt Heinsberg' (Inhaber Adolf Houben, Hochstraße) gemacht. Auf dem Bild sind folgende Heinsberger zu sehen (soweit noch festzustellen ist): Lambert Donners, Heinrich Derichs, Heinrich Hamacher, Willi Krommen, Peter Krommen, Josef Breuers, Lambert Dohmen, Jakob von den Driesch, Reiner Dorihsen, Kar! Heutz, Ferdinand Rosen, Leo Stoffel, Johann Wallraven, Alfons Klauke, Ernst Verbrüggen und Kaplan Clemens. Aufnahme: 1916.

11. Im Ersten Weltkrieg wurde in Heinsberg ein Lazarett eingerichtet. Die Verwundeten waren zum Teil in der Schützenhalle, die in der Weberstraße lag, untergebracht. Die Aufnahme zeigt die genesenden Soldaten vor der Bühne der Halle. In ihrer Mitte ist eine Büste des letzten Kaisers aufgestellt. In der ersten Reihe ist das Pflegepersonal, weltliche Schwestern, meist junge Frauen aus Heinsberg und Vinzentinerinnen. Zwischen den Schwestern sitzen der Landrat von Scheibler, der leitende Arzt Dr. Damm und rechts davon Adolf Blancke, der das Lazarettverwaltete. Aufnahme: um 1915.

12. Als der Flieger!eutnant Dr. Kar! Zohren während des Ersten Weltkriegs in Heinsberg im Urlaub war, machte er mit seinen Geschwistern, seiner Braut und einigen Damen der Stadt einen Ausflug nach Wassenberg in den Wald. Unser Bild zeigt in der oberen Reihe, von links: Frau Weissner, Elisabeth Corsten, Maria Zohren-Kamps und Maria Bering-Zohren. Mittlere Reihe: Elisabeth Zohren, Jöf Zohren, Frau Winkels, MadeIeine Warmotte, die Braut von Kar! Zohren aus Düsseldorf, eine Freundin der Braut und Cläre Kleeff-Kochs. Unten sitzend: Else Weissner und Dr. Kar! Zohren. Er stürzte im April 1918 bei einem Übungsflug ab. Aufnahme: 1916.

13. Diese Häusergruppe lag an der Ecke Hochstraße-Marktplatz. Im Eckhaus war vor der Bombardierung der Stadt die Gaststätte 'Goldener Stern' von Heinrich Güthoff. Den Giebel des Hauses zierte eine große Gambrinusfigur. Im Revolutionsjahr 1848 sprach aus einem Fenster des Hauses der Heinsberger Revolutionär Franz Jörissen zu einer großen Menschenmenge auf dem Marktplatz über die Ziele und Aufgaben der Revolution. Der Gasthof, das daneben liegende Haus Henkens und das Möbelgeschäft Melchers wurden durch Bomben zerstört. Heute befindet sich hier die Deutsche Bank und in den Häusern daneben ist ein Drogeriemarkt und das Schreib- und Bürowarengeschäft Graf. Aufnahme: 1925.

Heinsberger Volksbank Gegründet 1874

14. Im Jahre 1927 erwarb die Heinsberger Volksbank das aus den Gründerjahren stammende Haus des Fabrikanten Max Blancke in der Hochstraße. Die genossenschaftliche Volksbank wurde 1874 gegründet. Die Idee zur Gründung entstand unter den Männern, die im 'Landwirtschaftlichen Casino' in Heinsberg Pläne zur wirtschaftlichen Belebung der Stadt und des Umlandes machten. In einem kleinen Haus an der oberen Apfelstraße war das erste Geschäftsbüro, das dreimal in der Woche von 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet war. Später wurden die Geschäftsräume in das Haus, das neben der alten Post in der Apfelstraße lag, verlegt. Das 1927 erworbene Haus Blancke, das zur Bank umgebaut wurde, wurde durch den ersten Bombenangriff im November 1944 völlig zerstört. An seiner Stelle wurde 1944-1945 ein neues Bankgebäude errichtet, das 1989 durch einen großzügigen Neubau erweitert wurde. Aufnahme: G. Mertens Aachen um 1930.

15. Um 1830 gründete der aus Hückelhoven stammende P.W. Blancke mit seinem Schwager König, der in Heinsberg den Klosterhof besaß, eine Leinenweberei in Heinsberg. Die Firma bezog große Mengen Leinengarne, die Hausweber aus dem Heinsberger Land meist mit Schubkarren im sogenannten 'Kontor' in der Apfelstraße abholten. Das fertige Leinen wurde dort wieder abgeliefert und weiterverkauft. Die großen Räume des Hauses dienten als Lagerhallen, und im rückwärtigen Teil des Hauses war eine Färberei. Zum Färben wurde das Wasser des Mühlenbaches, der dort floß, benutzt. Während der Besatzungszeit, nach dem Ersten Weltkrieg, diente das Haus, wie das Bild zeigt, belgischen Soldaten als Kaserne. Die anliegenden Häuser gehörten den Familien G. Kreutzer und H. Schreinemacher. Aufnahme: um 1919.

16. Fast 120 Jahre lang klapperten zwischen der Marienstraße und der Westpromenade die Webstühle der Baumwoll- und Juteweberei Blancke. Um 1843 baute die Frima Blancke in der Geilenkirchener Straße eine Weberei, die 1861 abbrannte. Noch im selben Jahr wurde mit dem Bau einer neuen Juteweberei zwischen Marienstraße und Westpromenade begonnen. Das Fabrikgebäude war im typischen Stil der Fabrikarchitektur, die in der Zeit vor 1900 vorherrschte, gebaut. Bei der Bombardierung Heinsbergs wurde der Betrieb stark beschädigt, konnte aber bald nach dem Krieg seine Arbeit wieder aufnehmen. 1981 schloß der Betrieb, das Werk wurde abgerissen und an seiner Stelle wurden Wohnhäuser gebaut. Aufnahme: um 1935.

17. Als im Herbst 1981 die Juteweberei Blancke abgerissen wurde, wurde der Dampfkessel des Werkes an einen anderen Betrieb verkauft und abtransportiert. Die alte Darnpfrnaschine, die bis zur Schließung der Weberei zuverlässig ihre Dienste getan und die Webstühle angetrieben hatte, wurde abgebaut und kam als industrielles Denkmal der vergangenen Zeit der Textilindustrie in das Schloßmuseum in Rheydt. Aufnahme: Jütten 1981.

18. Das kunstgeschichtlich wertvollste Gebäude der Stadt, das im Zweiten Weltkrieg durch Bomben ganz zerstört wurde, war das ehemalige Prämonstratenserinnenstift. Nach der Zerstörung der Stadt im Geldersehen Erbfolgekrieg 1542 wurde mit dem Bau des Klosters in der Hochstraße begonnen (neben dem alten Uhrengeschäft Küppers). Der Klosterbau wurde im Laufe der Jahrhunderte mehrfach verändert, 1774 wurde dann der dreiflüglige Bau, wie er bis zur Zerstörung stand, von dem Aachener Architekten Jakob Couven errichtet. Im linken Teil des schloßartigen Gebäudes war vor dem Krieg die Lederhandlung W. Heinrichs, der Mittelbau gehörte der Familie Windelen und im unteren Stockwerk war das Kreishcimatmuseum untergebracht. Den rechten Teil besaß der Malermeister Stoffel. An dieser Stelle stand an der Ecke Hochstraße/Klostergasse schon im Mittelalter ein Siechen- und Armenhaus, im Volksmund 'Gastes' genannt. Es wurde später in der Apfelstraße neu errichtet. Aufnahme:

W. Scheid 1935.

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