Heinsberg in alten Ansichten Band 2

Heinsberg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   H.P. Funken
Gemeente
:   Heinsberg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4942-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heinsberg in alten Ansichten Band 2'

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19. Der zurückliegende Hauptflügel des Prämonstratenserinnenstiftes war zweigeschossig, die Seitenflügel hatten drei Geschosse. Besonders schön war der Mittelrisalit mit einem fein geschmiedeten Eisengitter im Rokokostil und einer schön geschnitzten Tür. Im Oberlicht der Balkontür war das 'Auge Gottes' angebracht und auf dem Blausteinsturz war die Inschrift 'Omnia videt occulus' Anno 1774 (Alles sieht sein Auge). Aufnahme: W. Scheid 1935

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20. Vor dem Hotel Herfs in der Hochstraße, das später im Besitz der Familie Bering war und danach als 'Rheinischer Hof' der Familie A. Claßen gehörte, stellen sich Jäger dem Fotografen. Sie kamen jährlich, oft auch aus Holland, zur Jagd auf Niederwild nach Heinsberg und wohnten während der Treibjagden im 'Rheinischen Hof'. Heute hat in dem Gebäude, das nach dem Krieg stark verändert wurde, unter anderem die Dresdener Bank ihre Geschäftsräume. Das Haus links im Bild war auch ein Hotel mit dem anspruchsvollen Namen 'Berliner Hof'. Die Heinsberger nannten es aber spöttisch 'Lehmhotel' . Um 1900 wurde dieses Haus abgerissen, und es entstand an diesem Platz das Textilhaus Schieren, das heute unter neuen Besitzern weiterbesteht. Aufnahme: um 1900.

21. Die Buchhandlung Heinrich Wahlen gehört zu den traditionsreichsten Geschäften der Stadt. Die Gründung geht auf das Jahr 1750 zurück. In seinem Geschäft in der Hochstraße betrieb Heinrich Wahlen schon vor der lahrhundertwende eine Buch- und Schreibwarenhandlung und eine Buchbinderei. Schüler der nahen höheren Schule besuchten oft das Geschäft, das für den ganzen Heinsberger Raum Bücher lieferte. Bis in das nahe Holland hatte Heinrich Wahlen, der aus dem rechten Fenster oben herausschaut, seine Kundschaft. Das alte Geschäftshaus wurde zerstört und durch ein neues ersetzt. Heute wird es von einer Nichte des Heinrich Wahlen, Frau Zimmermann, weitergeführt. Aufnahme: um 1914.

22. Zu einem der vielen Feste bewegt sich ein Zug über die Hochstraße. Die Häuser der Stadt sind beflaggt. Kinder, viele in Matrosenanzügen, begleiten die Musikkapelle, die den Zug anführt. Links vorne im Bild steht das Haus des ehemaligen Steuereinnehmers Schleicher, das aus Blaustein erbaut war. Daneben lag die an dieser Stelle nur zwei Meter breite Patersgasse. Das weiße Haus dahinter, in dem die Familie Johann Perey wohnte, war vorher im Besitz der Familie Sodermanns. Die sich daran anschließenden Häuser bis zum ehemaligen Prämonstratenserinnenstift wurden im Krieg zerstört oder schwer beschädigt. Aufnahme: um 1910.

23. In der Gastwirtschaft 'Alt Heinsberg' , die in der Hochstraße zwischen den Häusern Dr. Kleeff und Schuwerack lag, war ein kleines Gastzimmer. Es hieß 'Houbens Stüevke' nach dem Besitzer Adolf Houben. In dem gemütlichen Raum trafen sich die Bürger der Stadt zum Früh- und Dämmerschoppen. Die Fotografie zeigt von links, stehend: Rechtsanwalt Walter Cüppers und Willi Königs. Sitzend: Dr. Königsfeld, Johann Perey, Leo Stoffel, Dr. Re. Cüppers, Adolf Houben, zwei unbekannte Gäste und rechts Dr. Josef Cüppers. Aufnahme: um 1930.

24. In der mittleren Hochstraße standen stattliche Bürgerhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die heute alle verschwunden sind. Das Haus links vorne gehörte der Familie Manasses, die 'auf dem Brand' eine Gerberei betrieb. Daneben lag das Geschäftshaus Josef Blech. Heute sind dort die Geschäfte H. Louis (Optiker) und L. Mergelsberg. Das klassizistische Haus auf der rechten Straßenseite war im vorigen Jahrhundert ein gutes Hotel. In manchen Nächten sollen in diesem Haus bis zu zwanzig Gäste, die mit Pferd und Kutsche angereist waren, übernachtet haben. Wie bei vielen guten Bürgerhäusern in Heinsberg führte eine Treppe zum Erdgeschoß. Später gehörte es dem Notar Pomp und bis zur Zerstörung dem Chefarzt Dr. Linzen. Die Häuser Joppen und Schuweraek, die daneben lagen, sowie alle Häuser der rechten Straßenzeile wurden ein Opfer der Bomben. Aufnahme: 1930.

25. Dieser Teil der Hochstraße, der auf dem Bild zu sehen ist, hat sich bis heute völlig verändert. Alle Häuser wurden durch den Krieg zerstört. Dort, wo die drei Häuser links stehen, verlängert sich heute die Hochstraße in die Erzbischof Philipp Straße. In den beiden schmalen Häusern waren die Bäckerei und das Café Rosen, Das Haus daneben war im Besitz der Familie Sommer. Zuletzt war dort die Autohandlung Leo Geffers, Das große Haus war der Bau des Poenitentinnenklosters. das nach der Auflösung des Klosters als Landratsarnt (1874-1885) und als Katasteramt diente. Auf der rechten Straßenseite war das Konfektionsgeschäft Blech. Wie die meisten jüdischen Bürger wurde die Familie Blech verschleppt und umgebracht. An dieser Stelle ist heute das Geschäft Mergelsberg. Aufnahme: um 1920.

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26. Das Bett des Mühlenbaches lag in der Josefstraße zwischen Mauern. Kleine Brücken führten zu den Häusern und zum Pley, dem kleinen Platz am Fuße des Burgberges. Der Bach war eine künstliche anlage der Herren von Heinsberg. Er kam von Randerath, wo er von der Wurm abgeleitet worden war. Er trieb eine Reihe von Mühlen an, deren Besitzer Abgaben an den Landesherrn leisten mußten. Als bei der Bombardierung am 14. November 1944 das Bachbett im Stadtgebiet verschüttet wurde, wurde der Bach umgeleitet. Aufnahme: W. Scheid 1935.

27. An der Josefstraße, die durch die Anlage der Erzbischof Philip Straße ganz verschwunden ist, lag am Fuße des Burgberges ein kleiner Platz, der Pley. An dieser Stelle befindet sich heute der Parkplatz gegenüber der evangelischen Kirche. Der Pley wurde schon 1350 in einer Urkunde erwähnt. Der Mühlenbach trennte ihn von der Josefstraße. Über eine kleine Treppe konnte man vom Pley aus zum Bach gelangen. Dort holten früher die Frauen, als das Bachwasser noch sauber war (bis 1870/1880), das Wasser für den Haushalt und zum Waschen. Das hohe Haus rechts gehörte zu dem Kloster der Poenitentinnen. Die Klosterfrauen hießen in der Stadt 'de Piniten'. Bis zur Auflösung des Klosters 1802 unterrichteten sie die Heinsberger Mädchen in der deutschen und französischen Sprache, im Spinnen, Weben und Klöppeln. Im Hintergrund, auf der linken Seite, ist heute die Bäckerei ühlenforst. Aufnahme:umI91O.

28. An der Ecke Ostpromenade/Josefstraße (heute Erzbischof Philipp Straße) liegt jetzt noch das Haus Grosche (Gastwirtschaft 'Mühlebäkske'). Hinter dem Haus Grosche floß der Mühlenbach unterirdisch durch den Stadtwall in Richtung Stadt. Der Besitzer des Hauses Kar! Grosche betrieb auf dem Gelände am Haus, dort, wo sich heute das evangelische Pfarrheim' Arche' befindet, eine Gärtnerei. Wir sehen das Haus Grosche, im Hintergrund den Chor und den Turm der St.-Gangolphus-Kirche. Aufnahme: um 1915.

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