Heinsberg in alten Ansichten Band 2

Heinsberg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   H.P. Funken
Gemeente
:   Heinsberg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4942-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heinsberg in alten Ansichten Band 2'

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39. Auf dieser Aufnahme geht der Bliek vom Hauptportal der St.-Gangolphus-Kirche auf die oberen Häuser des Kirchbergs. Vor diesen Häusern war zu Anfang des 19. Jahrhunderts noch ein kleiner Weiher, der im Volksmund 'Schollpohl' genannt wurde. Er hatte seinen Namen von der Schule, die dort lag. Bereits im 16. Jahrhundert wird berichtet, daB der Chorküster der Stiftskirche vom Hl. Gangolphus hier Schüler unterrichtete. Das Wasser des Weihers war zum Löschen von Bränden bestimmt. Die hochgelegene Kirche und der hohe Turm waren früher, als es noch keine Blitzableiter gab, durch Blitzeinschläge gefährdet. In den Jahren 1825, 1835 und 1838 wurde der Turm bei Gewittern vom Blitz getroffen, geriet in Brand und konnte nur durch das entschlossene Eingreifen tatkräftiger Bürger, die Wasser zum Turm hinaufschleppten, gerettet werden. Aufnahme: W. Scheid 1935.

40. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war der bauliche Zustand der St.-Gangolphus-Kirche sehr schlecht, und sie drohte zu zerfallen. Nach der Auflösung des St.-Gangolphus-Stiftes und den langen Jahren der französischen Besatzungszeit war es der Kirchengemeinde nicht möglich Instandsetzungsarbeiten allein zu bezahlen. Deshalb wurde 1948 ein Kirchbauverein gegründet, der mit Hilfe der gesamten Bürgersehaft die schwere Aufgabe der Restaurierung unternahm. Im Verlauf der Erneuerungsarbeiten wurde die barocke Inneneinrichtung durch eine neugotische ersetzt. Alle barocken Altäre und die barocke Orgelverkleidung wurden entfernt. Der barocke Altar im nördlichen Seitenschiff, den unser Bild zeigt, wurde mit anderen Altären nach Niebelschitz bei Kamenz in der Oberlausitz verkauft. Anstelle des Barockaltares wurde eine Kopie des Michael Pacher-Altars aus St. Wolfgang von dem Bildhauer Heinrich Koulen geschnitzt. Er wurde im Krieg zerstört. Aufnahme: um 1870.

41. Auf dem Friedhof an der katholischen St.-Gangolphus-Kirche stand dieses große neugotische Kreuz, das der Heinsberger Bildhauer Heinrich Koulen Ende des 19. Jahrhunderts schuf. Beim Bombenangriff auf die Stadt am 16. November 1944 wurde das Kreuz zerstört. Der alte Friedhof bildete mit dem 'Ritterturm' und dem 'Hahnenturm' (Wällke) einen Teil der Verteidigungsanlagen, die im 16. Jahrhundert angelegt worden waren. Aufnahme: 1935 W. Scheid.

42. An einem schönen frühsommerlichen Kirmessonntag ziehen die Schützen durch ihre mit Fahnen geschmückte Stadt. Ein berittener Polizist führt den Zug an. Er ist hier in der oberen Hochstraße. Das erste Haus rechts ist die alte Gastwirtschaft Heinen, heute Cüppers. Das Haus daneben war bis 1900 auch eine Wirtschaft, die 'bie Laurenz a dr Berg' hieß. Später war in dem Haus die Kolonialwarenhandlung von Cleef. Hinter dem Aufgang zum Burgberg, 'Burebergske' genannt, liegt das Haus Martin Thora und das Haus Stempelmüller. Alle diese Häuser wurden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Sie wurden aber wiederaufgebaut. Aufnahme: um 1908.

43. Schon vor dem Ersten Weltkrieg endete am Kirmesdienstag die Frühkirmes in Heinsberg mit einer Polonaise der Schützen und Bürger mit ihren Damen durch die Stadt. Danach wurde in der Schützenhalle Kaffee getrunken. Dabei gab es Fladen und den Kaffee aus kleinen henkellosen Tassen. Abends war dann ein Ball, auf dem auch ein alter Volkstanz 'Der Bur van Lendere' getanzt wurde. Bei der Polonaise entstand 1913 diese Fotografie in der Hochstraße am Markt. Die Teilnehmer waren unter anderen: Frau Gertrud Zohren, DI. H. Kleeff sen., Frau Klara Bering, Frau M. Kleeff', Josef Zohren sen., Frau F. Randerath, Frau Maria Zohren-Bering und Hans Zohren. Aufnahme: 1913.

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44. Seit alter Zeit sind die Früh- und die Herbstkirmes Feste, die im Jahresablauf der Stadt ihren festen Platz haben. Nicht nur für die Heinsberger, sondern auch für viele Gäste aus der Umgebung war der Kirmesplatz auf dem Markt ein beliebtes Ziel. Heute ist dieser Kirmesplatz weitab vom Stadtkern auf den Parkplatz in der Nähe des Hallenbades verlegt worden. Unter den vielen Schaustellern, die jährlich auf dem Markt ihr Geschäft aufbauten, war auch F. Eykenboom, der aus einer alten Heinsberger Schaustellerfamilie stammte. Im Bild sehen wir seine Schiffschaukel auf dem Markt und im Hintergrund die Häuser, die damals von der Familie Wynands, Thora und Marks bewohnt wurden. Aufnahme: 1935.

45. Für Feste und Versammlungen baute der Wirt A. Kirchner in der Weberstraße zu Anfang des Jahrhunderts die 'Schützenhalle'. In diesem Raum, der dem Zeitgeschmack entsprach, fanden Schützenbälle, Karnevalsveranstaltungen, Turnfeste und Theateraufführungen der Heinsberger Vereine statt. In dieser Zeit, als es noch kein Kino gab, gastierten dort auch Operettenbühnen und das bekannte Millowitsch-Theater. Im Ersten Weltkrieg diente der Saal als Lazarett und während der Besatzungszeit zwischen 1918 und 1925 waren belgische Soldaten in dieser Halle einquartiert. Im Zweiten Weltkrieg lagerte hier Wehrmachtsgut. Die Halle wurde 1944 durch Bombenzerstört. Aufnahme: um 1930.

46. Im Jahr 1895 wurde dieser Bau in der oberen Hochstraße als königlich preußisches Landratsamt erbaut. Als 1912 ein neues Landratsamt in der Sittarder Straße errichtet wurde, das heute als Amtsgericht dient, wurden in diesem Haus die Kreissparkasse und das Kreisgesundheitsamt untergebracht. Im Krieg wurde das Gebäude stark beschädigt und mit einer einfachen Front wieder aufgebaut. Heute befinden sich hier Diensträume des Amtsgerichtes. Aufnahme: 1910.

47. Im November 1912 wurde das große Gebäude an der Sittarder Straße, das heutige Amtsgericht, als Landratsamt eingeweiht. Der Entwurf zu dem neuen Kreishaus stammte vom Architekten Buchkremer, der Professor an der Technischen Hochschule in Aachen war. Das Bild zeigt die Teilnehmer an den Einweihungsfeierlichkeiten. Links im Bild stehen die Vertreter des Kreisausschusses, in der Mitte im hellen Mantel der Regierungspräsident aus Aachen, der Landrat Freiherr von ScheibIer , der Architekt Professor Buchkrerner, Rechnungsrat Johann Corsten, Leiter der staatlichen Abteilung und Kreisbaumeister Brech und andere. Das Gebäude wurde durch den Bombenangriff auf Heinsberg beschädigt, Aufnahme: 1912.

48. Für den Sitzungssaal des neuen Landratsamtes stifteten die Vereinigten Glanzstoffwerke in Oberbruch (heute 'Akzo) ein großes Wandgemälde mit historischem Thema, wie es dem Kunstempfinden der Epoche entsprach. Das Bild, das der Kunstmaler H. Kraforst aus Aachen gestaltete, zeigt die Gründung des Gangolphusstiftes irn Jahre 1140 durch die Gemahlin des Heinsberger Landesherrn Goswin I Oda von Heinsberg. Wir sehen auf der Aufnahme die Festteilnehmer vor dem Gemälde. Als Vertreter des Stifters nahm Dr. Jordan am Festakt teil. Das Wandgemälde wurde durch Bombenschäden vernichtet. Aufnahme: 1912.

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