Heinsberg in alten Ansichten Band 2

Heinsberg in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   H.P. Funken
Gemeente
:   Heinsberg
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4942-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heinsberg in alten Ansichten Band 2'

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69. Nach Abzug der belgischen Soldaten konnten die Menschen im Rheinland wieder ihre Karnevalsfeste feiern. In Heinsberg wurde ab 1924 durch den Karnevalsverein das Fest wieder belebt. Zu Ende der dreißiger Jahre veranstaltete man auch schon Kinderkostümfeste im Saal Claßen. Unser Bild ist im festlich geschmückten Saal aufgenommen worden. Die Kinder feierten unter der Leitung des damaligen Zeremonienmeisters des Heinsberger Karnevalsvereins Heinrich Lorenz (rechts im Bild), Aufnahme: 1930.

70. Im Jahre 1939 war der Stadtrentmeister Josef Esser Karnevalsprinz und zog in einem großen Zug, der unter dem Motto 'Volkslieder' zusammengestellt war, durch die von vielen Menschen bevölkerten Straßen der Stadt. Unser Bild zeigt wie Prinz Jupp II vor seinem Wohnhaus, dem Geschäftshaus Henkens, in der Hochstraße vom Präsidenten des Heinsberger Karnevalsvereins Hubert Wimmers (gen. Stibbi) und von Mitgliedern des Elferrates und den Garden zum Festzug abgeholt wird. Aufnahme: 1939.

71. Eine der ältesten Straßen der Stadt war die Marienstraße, die durch die Stadtsanierung ganz verschwunden ist. Dabei ging leider auch der Straßenname verloren. Schon im Jahre 1359 wird in einer Urkunde die 'Myengasse' erwähnt, die später Mariengasse und Marienstraße genannt wurde. Der Zugang zur Marienstraße von der Apfelstraße aus hieß im alten Heinsberg 'Bedelmanns Omkier', denn dort wohnten damals nicht sehr gut gestellte Familien (siehe 'Heirnat' 1924, Seite 39). Das Bild zeigt das Haus Esser in der Marienstraße. Rechts daneben lag das Haus Boshof. Von dort aus führte die Hitschgasse, die auch verschwunden ist, zur Westprornenade. Aufnahme: um 1930.

72. Diese Aufnahme wurde wahrscheinlich aus einem Giebelfenster der alten Post, die in der Apfelstraße lag, gemacht. Sie zeigt im Vordergrund links das ehemalige Klostergebäude der Franziskaner, die Paterskirche, in der Mitte das Rektoratsgebäude des Klosters, rechts davon die evangelische Kirche und im Hintergrund die katholische Pfarrkirche. Nach der Auflösung des Klosters 1802 war in dern Gebäude des Klosters die katholische Volksschule und die höhere Knabenschule, die 1840 gegründet wurde, untergebracht. Im hinteren Teil des Rektoratsgebäudes war die evangelische Schule. Schon 1785 war der evangelische Lehrer Arnold Heymanns in Heinsberg tätig. Er hielt auch eine Abendschule ab und war in Heinsberg sehr beliebt. Aufnahme: um 1900.

73. Der Bliek geht in die Patersgasse Richtung Apfelstraße. Rechts ist die im Krieg völlig zerstörte Paterskirche, die von Franziskanermönchen 1627 bis 1648 erbaut wurde, zu sehen. Diese Kirche war der Hl. Katharina geweiht. Das weiß getünchte, spätgotische Haus mit einem Treppengiebel gehörte zum Kloster. Hinter der hohen Mauer links im Bild lag der Garten der Einhornapotheke in der Hochstraße. Wahrscheinlich gehörte diese Mauer zur Stadtbefestigung. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Heute befindet sich an der Stelle der Kirche ein kleiner Parkplatz und ein Teil der StadthalIe. Aufnahme: W. Scheid 1935.

74. Die Messen und Andachten in der Sr-Katharinen-Kirche in der Patersgasse waren immer gut besucht. Auch viele Auswärtige kamen sonntags 'in het Löffke', so nannte man die Andacht (ndld.: 10f=Andacht). In dieser Kirche wurden auch die Schulmessen und die Andachten für die Schüler der höheren Knabenschule und später des Gymnasiums abgehalten. Aufnahme: W. Scheid 1935.

75. Über die Wiesen hinter der Westpromenade geht der Bliek zum Klosterhof. Ehemals gehörte das Gutsgebäude zum Kloster der Prämonstratenserinnen, das hier um 1150 gegründet worden war. Zwischen dem Hof und der Stadt gab es große Weiher. Der Straßenname 'Riedweiher' erinnert heute noch daran. Im Laufe der Jahrhunderte verlandeten diese Weiher und die Niederung zwischen Lieckerstraße, der Westpromenade und dem Hof, die sehr sumpfig war, wurde vor dem Zweiten Weltkrieg vom Reichsarbeitsdienst trockengelegt. Die Hofgebäude wurden durch die Bomben 1944 zerstört und später wieder aufgebaut. Aufnahme: W. Scheid 1935.

76. Der 'Klosterhof gehörte ehemals zum Prämonstratenserinnenstift. Nach der Säkularisierung kam er 1802 in Privatbesitz, und zum Ende des 19. Jahrhunderts gehörte er der Familie August Heinrich Nathan. Nathan war von 1866 bis 1884 Bürgermeister von Heinsberg. Er befaßte sich intensiv mit der Heinsberger Stadtgeschichte. Als Bürgermeister wohnte er im Haus LennartzlSchever. Nach seiner Tätigkeit als Bürgermeister war er Gutsherr auf dem Klosterhof. Das Gutshaus, das 1764 erbaut worden war, wurde im Zweiten Weltkrieg durch Bomben zerstört. Auf dem Bild A.H. Nathan mit Frau und Kindern. Aufnahme: um 1880.

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