Heitersheim in alten Ansichten

Heitersheim in alten Ansichten

Auteur
:   Adolf Späth
Gemeente
:   Heitersheim
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5791-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Heitersheim in alten Ansichten'

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VORWORT

Mit der Herausgabe dieses Bandes historischer Fotografien wurde eine längst fällige Lücke in der bisher gedruck ten Reihe von Beschreibungen der Malteserstadt Heitersheim geschlossen. Dieses Buch beinhaltet als Ergänzung zur geschriebenen Geschichte eine Anzahl von Abbildungen markanter Gebäude und herausragender Geschehnisse.

In unserer schnellebigen Zeit denken besonders ältere Menschen gerne zurück an ihre Jugend und ihren Heimatort und erzählen oft davon, 'wie es früher war'. Aber auch jüngere Mitbürgerinnen und Mitbürger interessieren sich mehr und mehr für die Vergangenheit der engeren Heimat.

Nachdem die Stadt Heitersheim eine Sammlung alter Postkarten aus einem privaten Archiv käuflich erworben hat und einige Heitersheimer Bürger ihre noch vorhandenen

Exemplare zur Verfügung stellten, konnte Altbürgermeister und Ehrenbürger Adolf Späth mit gewohntem Elan ans Werk gehen und mit viel Sachverstand und Kleinarbeit die zu den Bildern erforderlichen Texte zusammenstellen. Ihm und allen, die in irgendeiner Weise das Zustandekommen dieser Dokumentation ermöglicht haben, sei ein herzliches Dankeschön gesagt. Es bleibt zu hoffen, daß die Fortsetzung in Form eines zweiten Bandes dieser Art nicht allzu lange auf sich warten läßt,

Allen Lesern wünsche ich mit diesem Buch viel Freude.

Heitersheim, im Dezember 1993

Jürgen Ehret Bürgermeister

EINLEITUNG

Wer unser Städtchen Heitersheim näher kennt oder noch erleben wird, kann bald feststellen, daß es nicht zu Unrecht auch als 'Heiteres Heim' bezeichnet wird. Auch das Wortspiel 'Kehr heiter ein in Heitersheim und komm auch wieder heiter heim' hat seine sinnvolle Bedeutung.

Als Straßendorf an den Ufern des Sulzbaches entstanden und eingebettet in eine freundliche Hügellandschaft mit sanften Rebhängen, fruchtbaren Obstgärten und ertragreichem Ackerland liegt Heitersheim verkehrsgünstig an der Bahn- und Straßenverbindung Freiburg-Basel. Ursprünglich war der erste urkundliche Nachweis der Existenz des Dorfes Heitersheim durch eine Schenkung im Jahr 777 n.Chr. erbracht worden. Die reiche geschichtliche Vergangenheit ist inzwischen durch die Ausgrabung der Überreste eines römischen Palastes bereits bis in das 1. Jahrhundert n.Chr. nachzuweisen.

In der Vergangenheit hat Heitersheim wohl zwischen den Jahren 1272 und 1806 die größte Bedeutung durch den Malteserorden und durch dessen Errichtung eines Großpriorates erlangt. Daher ist zu Recht auch die ehrenhafte Zusatzbezeichnung 'Malteserstadt' erfolgt.

Das Stadtrecht wurde Heitersheim am 13. September 1810 durch Großherzog Karl Friedrich mit Rücksicht auf die ansehnliche Bevölkerung und deren Gewerbefleiß und Betriebsamkeit verliehen. Damals hatte unsere Stadt 1 436 Einwohner, deren Zahl sich bis heute aufüber 5 000 erhöht hat.

Schon in der Stadtrechtsurkunde wurde der Gewerbefleiß hervorgehoben, denn seit eh und je lebte die Stadt von der Landwirtschaft, dem Weinbau, dem Handwerk, dem Gewerbe und der Industrie, von den Dienstleistungsbetrieben, dem Fremdenverkehr und den Märkten,

Die Autgabenstellung für die Herausgabe dieses Buches war, keinesfalls eine lückenlose Chronik zu schreiben, sondern in alten Bildern und Fotos den starken Wandel unserer Heimatstadt und seiner Bevölkerung in der Zeit von 1880 bis 1950 zu dokumentieren. Die Darstellungen alter Gebäude sollten durch Abbildungen besonderer Ereignisse, Festlichkeiten und Gruppenbildern mit altem Brauchtum aufgelockert werden. Hier bitte ich vor allem die Vereine und auch die Geschäftsinhaber um Verständnis dafür, daß das gesammelte Bildmaterial nur eine lückenhafte Erwähnung dieser Bereiche zuließ. Da auch der Zusammenschluß mit Gallenweiier in der Neuzeit erfolgte, bleiben derartige Ereignisse einer späteren Chronik vorbehalten.

Meiner geliebten Heimatstadt und deren Bewohner gilt mein aufrichtiger Wunsch für einen weiterhin erfolgreichen Weg in die Zukunft mit viel Glück und Gottes Segen.

Heitersheim, im Dezember 1993

Adolf Späth

1. Um die Jahrhundertwende war die Postkarte das beliebteste Kommunikationsmittel, um seinen Freunden und Bekannten ein Lebenszeichen zu geben. Es durfte nur die Vorderseite beschrieben werden. Auf dieser Seite waren auch die wichtigsten Gebäulichkeiten einer Ortschaft in schöner Farbzeichnung dargestellt, zum Beispiel Rathaus, Postarnt (damals noch irn Anwesen Franz Zähringer in der Eisenbahnstraße), Malteserschloß, Gasthaus 'Krone' und Gasthaus 'Rose'.

2. Diese Postkarte zeigt die Gesamtansicht von Heitersheim vor der schönen Kulisse der Rebberge und des Schwarzwaldes. Das Gasthaus 'Kreuz' mit der alten Hofeinfahrt und das 'Malteserbad' sowie das ehemalige Wohnhaus des Ordenskanzlers des Malteserordens sind auf der linken Seite der Karte zu sehen.

3. Eine alte Fotografie läßt in der Gesamtansicht die dominierende Lage der katholischen Kirche (erbaut 1827) erkennen. Am rechten Bildrand sieht man den hohen Kamin der ehemaligen Ziegelei Müller, links unten die einst beachtlichen Betriebsgebäude dieser Firma. Heute befindet sich auf dem früheren Betriebsgelände das gut gelungene Wohngebiet 'Ziegelei' mit 82 Neubauwohnungen und fünf neuen Geschäftshäusern, alle in günstiger Lage zum Stadtzentrum.

4. Den wenigsten Einwohnern von Heitersheim ist diese alte Aufnahme des Rathauses (vor der Jahrhundertwende) bekannt. Während die unteren Räume von der Verwaltung genutzt wurden, war das obere Stockwerk für Schulzwecke zur Verfügung gestellt worden. Im westlichen Teil des Keller- und Erdgeschosses befand sich das Eichamt, in welchem Holzfässer und Waagen geeicht wurden. Eine Brückenwaage mit dem Waag-Häusle stand damals noch vor dem Rathaus. Die Brückenwaage mußte später auf den Ochsenplatz verlegt werden, während eine Viehwaage am Rande des Lindenplatzes aufgestellt wurde.

5. Schon 1846/47 wurde das Bahnhofsgebäude in Heitersheim errichtet. Der Bahnverkehr zwischen Freiburg und Schliengen ist am 1. Juli 1847 eröffnet worden. Die große Anzahl von Bediensteten (im Jahre 1905) einschließlich Gleisbauarbeitern ist erstaunlich, wenn man vergleicht, daß heute nur noch ein Fahrdienstleiter für den volle1ektrischen Betrieb einschließlich Schrankendienst verantwortlich ist.

Heitersheim - Bahnhof

6. Das Bahnhofsgebäude ist auf dieser in Dresden gedruckten Postkarte mit seiner weiteren Umgebung zu sehen (mit Bliek stadteinwärts). Die Diensträume befinden sich im Erdgeschoß, im Obergeschoß sind zwei Dienstwohnungen. Auf der Südseite des Gebäudes ist die Kreisstraße nach Eschbach und Grißheim zu erkennen, daneben der Sulzbach. Im Hintergrund steht die Bahnhofsgaststätte 'Schwarzwälder Hof.

7. Diese Aufnahme zeigt den Eingang zur Bahnhofsgaststätte 'Schwarzwälder Hof' mit der Wirtsfamilie Donner-Kind und einigen Soldaten und Bahnbediensteten. Die Gaststätte ist aus dem Familienbesitz im Jahre 1985 verkauft worden und wurde leider am 16. Juli 1988 durch einen Brand zerstört. Das Gelände wurde schließlich von der Bundesbahn erworben und wird heute als Parkplatz für Berufspendler genutzt.

8. Die Malteserstadt Heitersheim war nicht nur durch das Großpriorat des Malteserordens 'berühmt und in vieler Munde', sondern auch durch sein weitbekanntes Pferderennen. Das erste Trabrennen im Jahre 1889lockte bereits 8 000 Schaulustige an. Im Jahre 1890 konnte bei noch größerer Besucherzahl (15 000) der Erbgroßherzog Friedrich und seine Gemahlin Hilda begrüßt werden. Höhepunkt der alljährlichen Pferderennen war anscheinend das 'Malteserjagdrennen' 1904, während aus finanziellen Gründen die letzte Reitveranstaltung als 'Schleppjagd' 1907 stattfand.

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