Helmstedt in alten Ansichten Band 1

Helmstedt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Robert Schaper
Gemeente
:   Helmstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1944-3
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Helmstedt in alten Ansichten Band 1'

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89. Manche Helmstedter waren nicht gerade begeistert, als dieses Haus im Jahre 1938 an seiner rechten Seite um die Breite zweier Fenster verkleinert wurde. Damit wurde aber der schmale Zugang vom Harsleber Tor nach der Henkestraße erheblich verbreitert. In dem Gasthof 'Stadt Magdeburg' war vor allem durch die Verkleinerung des Hauses die Kegelbahn weggefallen, Damit war eine zweihundertfûnfzigjährige Tradition hinfällig geworden, denn solange befand sich schon eine Gastwirtschaft in diesem Hause. Unsere Aufnahme wurde 1928 gemacht.

90. Kleine Spaziergänge unternahmen die Helmstedter - genau wie auch heute noch - auf den Wällen, die rings um die Altstadt führen, 1745 aber geschleift worden sind, Damals wurden auch die Linden gepflanzt, die zum großen Teil heute noch grünen, Während ein Teil der Wälle zu Ende des vergangenen Jahrhunderts leider mit Häusern bebaut wurde, blieb der hier im Bild gezeigte Lange Wall davon versehont. Hier grüßt, 1920, der Turm der alten St. Walpurgis- oder Schusterkirche zu uns herüber,

Blick auf Helmstedter Bank u. die Post

91. Diese Aufnahme stammt aus dem Jahre 1912. Leider ist der Anblick dieser Straße, der Poststraßc, heute nicht mehr so erfreulich, denn die Bäume sind verschwunden. Über dem Postgebäude rechts ragt die Spitze des Turmhehnes hervor, der auch nicht mehr vorhanden ist. Links sehen wir das Gebäude der Helmstedter Bank, das während des Ersten Weltkrieges von der Braunschweigischen Privatbank in Braunschweig übernommen wurde. In den zwanziger Jahren befanden sich hier die Geschäftsräume der Deutschen Bank, die im Zuge der Zusammenlegung der Banken während des Zweiten Weltkrieges ihre Pforten schließen mußte. Seitdem ist es ein Privathaus. Zaun, Treppe und Portal wurden abgebaut, so daß heute nichts mehr an die frühere Bestimmung erinnert. Rechts im Bild sehen wir das - damals Kaiserliche - Postamt.

92. Hier sehen wir noch einmal das Gebäude der Deutschen Bank, und zwar im Jahre 1924. Weit schweift der Bliek über Wiesen und Felder bis zum Lappwald. Links vor der Waldkulisse liegen die alten Gebäude der Niedersächsischen Heimschule. Sie wurden in den sechziger Jahren abgerissen, und später entstand hier eine Truppenunterkunft für die Engländer. In dem großen Gebüsch rechts im freien Felde verbirgt sich das Gebäude für den Neuen Brunnen, in dem kleinen Gebüsch im Mittelgrund steht das Ludgerikreuz. Die gesamte Fläche zwischen Stadtrand und Lappwald, zwischen Heimschule und Neuem Brunnen nimmt seit 1961 die letzte Stadtrandsiedlung Helrnstedts ein, der Steinmühlenkamp.

Ka.iser!. Posta.mt.

93. So sah das Kaiserliche Postamt im Jahre 1901 aus. Heute ist es das Amtsgebäude der Deutschen Bundespost. Es wurde 1898 erbaut. Wir sehen noch den alten Turmhelm mit den Einrichtungen für das Fernmeldewesen, der nach der Einführung der drahtlosen Nachrichtenübermittlung in den fünfziger Jahren abgebaut wurde. Die Schaltereinrichtung für die Abfertigung des Publikums aus der Jahrhundertwende soll im Postmuseum in Frankfurt am Main Aufstellung finden.

94. Hier sehen wir noch einmal das Postamt. Über die Baumwipfel des Kleinen Walles sieht der Turm für die Fernmeldeeinrichtungen herüber, der spater abgebaut wurde. Rechts davon ragt der Schornstein der Ziegelei Stegmann auf, der auch nicht mehr vorhanden ist, Das Werk wurde stillgelegt. Im übrigen schweift der Bliek über die Ackerbreiten bis zum Elz. Diese Aufnahme wurde 1932 gemacht. Heute breitet sich vor dem Elz das Tagebaufeld Helmstedt der Braunschweigischen Kohlenbergwerke aus, das im vergangenen Jahre erschlossen wurde.

95. Vor einern halben Jahrhundert war die Wilhelrnstraße von dem rechts mit ihr parallellaufenden Batteriewalle nicht einzusehen. Eine dichte Hecke von mancherlei Gebüsch trennt beide Straßen. Als die Wilhelrnstraße durch Fortfall des Fußweges an der rechten Seite und Wegnahme der Bäume verbreitert wurde, entschloß man sich auch, das Gebüsch zu entfernen und dafür niedrige Rosen und kriechendes Grün anzupflanzen, so daß eine offene 'Landschaft' entstand.

Petzotd's Hötel in Helmstedt.

~, Richtera Buchhaud luua (W, Wo;,.r). J / r

96. Dieses Hotel, in dessen Saal manche Helmstedter Gesellschaft gefeiert hat, ließ der Brauereibesitzer Ernst Petzold im Jahre 1884 erbauen. Vereinsamt stand es ungefähr ein Jahrzehnt an der Schöninger Straße, bevor andere Helmstedter sich hier ansiedelten, Im Jahre 1900 verkaufte der Hotelier Friedrich Dübner den Teil seines Grundstücks, der sich links an das Gebàude anschloß, an den Direktor der Zuckerraffinerie Frellstedt, Johannes Rückert, der sich hier ein pornpöses Wohnhaus erbauen ließ. Dübner setzte dann ein drittes Stockwerk auf sein Haus, und so sehen wir es heute noch. Das Haus von Rückert ging über den Bankier Schoof an die Überlandzentrale Helmstedt, die es vor einigen Jahren abreißen ließ und einen modernen Verwaltungsbau an seine Stelle setzte.

97. Solche schönen Aushängeschilder fand man zu Ende des vergangenen Jahrhunderts des öfteren noch an Helmstedter Häusern, in denen ein Handwerk betrieben wurde. Leider sind diese Handwerkszeichen heute einer nicht immer schönen Neonreklame gewichen, Aber so ist die Welt: Die Zeiten ändern sich, und mit ihnen wandeln auch die Menschen ihre Ansichten.

98. Auch diesen Weg entlang der Klostermauer benutzten unsere Großeltern gern, um vor allem zu dem beliebten Ausflugsort Bad Helmstedt im Brunnental zu gelangen. Dabei gingen sie im Schatten der um 1750 gepflanzten Platanen, während sie links von Gärten begleitet wurden, Abgeholzt sind die Platanen, aufgehoben die Gärten, an deren Stelle Tennisplätze getreten sind. Und bald wird auch die alte Klostermauer fallen, wenn demnächst die dahinter liegende Domäne St. Ludgeri ausgesiedelt sein wird, St. Stephani auf dem Berge grüßt wie eh und je die Spaziergänger, die nun unter Pappeln wandeln. Das Bild ist 1930 entstanden.

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