Helmstedt in alten Ansichten Band 1

Helmstedt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Robert Schaper
Gemeente
:   Helmstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1944-3
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Helmstedt in alten Ansichten Band 1'

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9. In den Jahren 1902 bis 1914 mag mancher Helmstedter Bürger in diesem Geschaft seine Tabakwaren und Spirituosen eingekauft haben, Nachdem schon seit 1883 der Kaufmann Emil Deneke sich hier einen Namen gemacht hatte, übernahm dann der Kaufmann Otto Dressel das Geschäft. Hier steht er barhäuptig rnit einern Kunden und seinem Enkel vor seinem Ladengeschäft, Markt 5, das sich an der Ostseite des Marktplatzes befand. Er zog kurz vor dem Ersten Weltkrieg nach Braunschweig und lebte dort als Privatmann. In diesem Hause befindet sich heute ein Geschäft für Malereibedarf.

10. Im Jahre 1890 hatten die Kaufleute Adolf und Robert Lindenberg als Besitzer des Hauses Neumärker Straße 1 (Ecke Markt) dieses Haus berelts seit einigen Jahren an einen gewissen Gastronomen Hoffmann verpachtet. Am 18. Oktober 1890 brannte das dreistöckige Haus nieder. Unser Bild zeigt die Lage unmittelbar nach dem Brande. Es wird wohl kein lebender Helmstedter mehr diesen Brand erlebt haben. Aber bei dem Wiederaufbau wurde ein viertes Stockwerk aufgesetzt, und das Nachbarhaus rechts wurde unter das gleiche Dach mit einbezogen.

11. Auf diesem Bilde aus dem Jahre 1924 ist nicht so sehr der Hausmannsturm interessant - er hat zu Großmutters Zeiten schon so ausgesehen wie heute noch als vielmehr dcr 'Eismatcher', der Eisverkäufer, der eine bekannte Erscheinung in den zwanziger Jahren in Helmstedt wie in anderen Städten war.

Auch die im Vordergrund sichtbare St. Georgskapelle hat ihr Aussehen gewandelt. Seit dem vergangenen Jahre (1975) war sie im Umbau begriffen. Ein Juwelier hat darin einen Laden, eine Werkstatt und eine Wohnung ausgebaut. Sic transit gloria mundi!

12. Auch dieses Bild aus dem Jahre 1890 stellt zwar den Hausrnannsturm zur Ansicht, wichtiger aber für den Betrachter sind die beiden Eckhäuser links an der Bauerstraße und rechts an der Stobenstraße. Unsere Großeltern gingen in das Geschaft von Christian Spöttel, um einzukaufen, aber welcher Helmstedter kennt noch den Namen dieses angesehenen Kaufmarines? Im rechten Eekhans hatte der Schneidermeister Hermann Förster Werkstatt und Wohnung, der manchen Helmstedter Honoratioren eingekleidet haben mag. Später richtete hier der Glasmaler Willi Heyer eine Buchhandlung ein, die dann von dem Buchhändler Hans Joachim Schlie zu großer Blüte gebracht wurde.

13. Trutzig, wenn auch nicht mehr in voller Höhe, streckt dieser alte Geselle sich in die Höhe. Er war einer der zwölf Mauertürme, die das mittelalterliche Helmstedt aufwies, Hier, in dem Bilde aus dem Jahre 1929, sehen wir ihn von den Gärten aus, die sich hinter den Häusern des Kleinen Walles hinziehen. Er wurde am 20. Februar 1944, an einern sonnigen Sonntag, von Bomben getroffen und nicht wieder aufgebaut. Er war ein Wahrzeichen, an das sich alte Helmstedter gern erinnern.

14. Hier sehen wir den Mauerturm am Kleinen Walle - aus anderer Sicht - im Jahre 1925. Er war im 13. Jahrhundert errichtet und sollte Rauchund Feuerzeichen von der Außenbefestigungsanlage der Stadt, von der Walbecker und der Magdeburger Warte, aufnehmen, um sie der Bürgerschaft sogleich weiterzugeben. Wir sehen an der Alten Schule vorbei auf den Zeugen der Zeit, als Helmstedt Mitglied - wenn auch das kleinste der Hanse der deutschen Kaufleute war.

15. In diesern Eulenturm, einem Mauerturm der alten Helmstedter Stadtbefestigung aus dem Mittelalter, hatten sich bald nach dem Ersten Weltkriege die Wandervögel ihr Nest eingerichtet. Der Verfasser selbst ist des öfteren von Braunschweig herübergekommen, um an den Nestabenden der Helmstedter Freunde teilzunehmen. So romantisch wie hier im Jahre 1922 zeigt sich der alte Turm heute nicht mehr. Der Efeu lockerte mit seinen Wurzeln die Steine, und so mußte er entfernt werden, und auch die urngebenden Häuser sind zum Zwecke der Altstadtsanierung verschwunden. Er ist jetzt von drei Seiten in seiner ganzen Höhe zu sehen.

16. Jahrzehntelang kannten unsere Eltern die alte Helmstedter Stadtmauer hinter der St. Walpurgiskirche nicht anders als in diesem Zustande aus dem Jahre 1932. Was der Zahn der Zeit nicht vermochte, das vollendeten die Kinder, die hier ein ideales Spielfeld vorfanden. Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Kirchengemeinde St. Walpurgis selbständig wurde und einen eigenen Pfarrer bekarn, wurde hier ein Pfarrhaus gebaut, und diese Gegend wurde nun auch in die Zivilisation einbezogen. Die Stadtmauer wurde wieder hergerichtet und bietet nunmehr einen geordneten Anblick.

HELMSTEDT-

M/lgdeburger - Warte

17. Dieser Ort vor den Toren der Stadt wird heute weit häufiger aufgesucht als in früheren Zeiten. Es ist die Magdeburger Warte, eine Befestigung im Vorfeld der mittelalterlichen Stadt, heute Grenzpunkt gegenüber der Deutschen Demokratischen Republik. Die Straße, früher die Reichsstraße 1, führt noch einige hundert Meter weiter, um dann auf die Grenze West der DDR zu stofsen. Auch unmittelbar hinter dem Turm zieht sich die Grenze hin. Als unsere Aufnahme 1918 gemacht wurde, war zwar auch Krieg, aber an eine Teilung Deutschlands dachte damals niemand. Für unsere Großeltern war dicser Punkt uninteressant, sie fuhren oder gingen lieber ins Brunnental oder auch nach Morsleben oder Harbke.

18. Die St. Stephanikirche wurde im Jahre 1906 innen und außen völlig überholt. Unser Bild zeigt die Nordansicht aus diesem Jahre. Der Platz vor der Kirche, bis 1875 Begräbnisplatz der Helmstedter, wurde bald nach der Renovierung mit Bäumen bepflanzt, die heute berelts eine stattliche Höhe erreicht haben. Früher setzte man keine Kreuze auf die Gräber, sondern legte Grabplatten mit ausführlichen Lebensdaten darauf. Diese sind nach der Aufhebung des Friedhofes an der Außenmauer der Kirche angebracht worden, wie unser Bild zcigt.

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