Helmstedt in alten Ansichten Band 1

Helmstedt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Robert Schaper
Gemeente
:   Helmstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1944-3
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Helmstedt in alten Ansichten Band 1'

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29. Dieses Gruppenbild zeigt die Schülerinnen der Abschlußklasse des Lyzeums im Jahre 1919. Klassenlehrer und Direktor der Anstalt war der damals bekannte Pädagoge und Theologe Hermann Lange, der klein von Wuchs war. Er war zugleich Schulaufsichtsbeamter für die Volksschulen, und bei einer Visitation soll er einmal einen Lehrer sitzend beim Unterricht angetroffen haben, was durchaus nicht statthaft war. Auf Vorhaltungen hin habe der Lehrer gesagt, er sei im Sitzen immer noch größer als der Herr Schuldirektor im Stehen. Ob sich von den Mädchen heute noch jemand wiedererkermt? Stiefeletten, halblange Röcke, meist hochgestecktes Haar - das war die Mode der damaligen Zeit.

30. Im Jahre 1892 wurde die Landwirtschaftliche Schule St. Marienberg in das neue Gebäude an der Wilhelmstraße verlegt. Trager der Schule war die Stadt Helmstedt. Initiator und Mitbegründer im Jahre 1869 war der Kammerpräsident und Präsident des Landwirtschaftlichen Zentralvereins Ernst Griepenkerl. Am 11. Oktober 1894, an dem Tage, an dem vor fünfundzwanzig Jahren die Schule gegründet wurde, ist ein Denkmal von ihrn, eine Büste in Bronce, vor der Schule enthüllt worden. Das Denkmal steht heute noch dort. Die damals gepflanzten Bäume und Sträucher sind größer geworden, und auch die Schule ist nicht mehr dieselbe. 1942 hat sie ihre Pforten schließen müssen; die Berufsschule, dann das Gymnasium und heute schließlich eine Realschule waren ihre Nachfolger in dem Gebäude, Links im Bilde ist das Denkmal, rechts das Versuchsfeld der Landwirtschaftsschule zu sehen (1898).

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Versuchsfeld.

31. Zu der 1869 gegründeten Landwirtschaftlichen Schule St. Marienberg gehörte auch ein Versuchsfeld, das sich nördlich an das Gelände der Schule an der Wilhelmstraße anschloß. Die heute dort bestehenden Straßen gab es noch nicht, sie wurden erst nach der Jahrhundertwende gebaut (GustavSteinbrecher-Straße, Henkestraße, EJzweg). Auf dem um 1900 entstandenen Bilde haben sich die Schüler der Anstalt malerisch über das Feld verteilt, sie tragen mit Stolz ihre Schülermützen aus Samt. Die Gebäude im Hintergrunde gehören zu der Ziegelei Schmelzer, die hier von 1877 bis 1905 bestand.

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Gymnasium

32. Dieses Gebäude mit dem Juleum im Hintergrunde wurde 1882 als Gymnasium erbaut. In seinem Äußeren bis heute unverändert, hat es manche Schicksale erlebt. Landwirtschaftsschule, Berufsschule, Mittelschule, Volksschule und nunmehr die Orientierungsstufe waren seine Benutzer. Der Mast, das Transformatorenhäuschen, der Zaun und die gärtnerischen Anlagen sind verschwunden, auch die Mädchen, die damals (1913) noch Schürzen trugen, sind andere geworden, für unsere Begriffe schöner auf jeden Fall.

33. Auch von diesen Gymnasiasten, Geburtsjahrgang 1906/07, könnte sich der eine oder der andere vielleicht noch wiedererkennen. Ihre Lehrer waren die Professoren - heute würden sie den Titel Oberstudienrat tragen - Paul Schwarz (oben) und Ernst Eißfeld. Die Schülermützen sind das Statussymbol der Zeit, die gerade den Ersten Weltkrieg hinter sich gebracht hatte.

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Landwirtschaftliche Haushaltungsschule

34. Nach der Auflösung des Augustiner-Nonnenklosters St. Marienberg wurden die Gebäude verschiedenen Zwecken zugeführt. Das hier gezeigte Bild aus dem Jahre 1911 stellt die bis zum Jahre 1955 bestehende Landwirtschaftliche Haushaltungsschule dar. Dann wurde hier eine Schwesternschule für das benachbarte Krankenhaus St. Marienberg eingerichtet, die aber auch schon wieder in einem anderen Gebäude untergebracht worden ist. Das alte Schulgebäude mußte abgerissen werden, um Platz für das neu errichtete Krankenhaus zu bekommen, das im Herbst dieses Jahres in Benutzung genommen werden soll. Die Schülerinnen der Haushaltungsschule mußten damals, dem Zeitgeist in Deutschland entsprechend, einheitliche Kleidung tragen.

35. Das Juleum, das Auditoriumsgebäude der ehemaligen Helmstedter Universität, der Alma Mater Julia-Carolina Helmstadiensis, ist auf diesem Bilde aus dem Jahre 1908 noch allen Grüns bar. Kahl und trist bot es sich unseren Großeltern dar. Auch im Innern bot es keinen schönen Anblick. Da es damals kaum Verwendung fand, wurde es auch nicht so, wie es hätte sein müssen, instandgehalten.

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36. Anders sah der Vorhof des Juleums bereits im Jahre 1911 aus. Rechts und links sind bereits Bäume gepflanzt worden, eine Begrenzung durch Zaun und Hecke von dem Schulhof des Gymnasiums ist geschehen, und auch an dem Juleum selbst sind Sträucher und Rankgewächse angepflanzt worden, welche letztere dem ehrwürdigen Gebäude ein malerisches Ansehen geben sollten. Aber alles - die schon zu stattlicher Höhe herangewachsenen Bäume, die Hecken, die Sträucher und auch der Efeu mußten 1970 verschwinden, als das Juleum von außen und von innen völlig renoviert und restauriert wurde. So sieht der Juleumshof wieder so kahl aus wie zur Jahrhundertwende.

37. Und 1914 sind die Rankgewächse zu beiden Seiten des Turmportals schon mächtig herangewachsen und bilden eine romantische Verkleidung des alten Gemäuers, durch dessen Steine immer wieder der Salpeter bricht und das Gebäude unansehnlich macht. Gegenüber lag das 1882 errichtete Gebäude des Gymnasiums, und viele Jahrgänge der Gymnasiasten sind bei feierlichen Anlässen in die Aula des Juleums geschritten.

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38. Als unsere Eltern an dieser Mauer vorbeigingen, dröhnten die ersten Schüsse des Ersten Weltkrieges. Die Bäume sind zu machtigen Baumriesen herangewachsen, und die Mauer hielt jeden 'Unbefugten' vom Hofe des Juleums fern. Nur der Kustos des im ersten Stockwerke befindlichen Heimatmuseums, der Studienrat Siegfried Siebers, hatte den Schlüssel zu der kleinen Tür, Vor einigen Jahren wurden Bäume und Mauer im Zuge der Restaurierung des Juleums entfernt.

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