Helmstedt in alten Ansichten Band 1

Helmstedt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Robert Schaper
Gemeente
:   Helmstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1944-3
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Helmstedt in alten Ansichten Band 1'

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39. Welcher Helmstedter kennt den Platz an der Ostseite des Juleums noch in diesem Zustande? Heute ist es ein Parkplatz wie viele andere, aber damals, im Jahre 1924, war er mit Hecken umgeben, und vier Putten aus dem ehemaligen Botanischen Garten der Universität schmückten ihn, Sie stellten, im Ge-

schmack des Barock, in allegorischer Form die vier -J. Jahreszeiten dar. Wohin sind sie gekommen?

40. In einem Helmstedter Garten fand sich nach dem Zweiten Weltkrieg diese Sandsteinfigur, die im Botanischen Garten der ehemaligen Helmstedter Universität stand und die unsere Großeltern und noch unsere Eltern auf dem Platze östlich des Juleums bewundern konnten. Sie ste11t den Sornmer als Hirtenknabe dar, der seine Schäfchen scheren will. Ob er sich dort noch befindet?

41. Dieses Heimatmuseum, das in den zwanziger Jahren von unseren Eltern viel besucht wurde, ist von Studienrat Siegfried Siebers zusammengestellt und liebevoll betreut worden. Es befand sich im oberen Saal des Juleums, wo jetzt die ehemauge Universitätsbibliotnek einen würdigen Platz gefunden hat. Leiter dieser Bibliothek ist seit zwanzig Jahren Rolf Volkrnann, Das Museum ist nach der Restaurierung des Juleums in den schönen Kellerräumen als Kreisheimatmuseum untergebracht worden, dessen Leiter seit 1950 Otto Müller ist.

42. Als dieses Bild aufgenommen wurde, war gerade der Zweite Weltkrieg ausgebrochen. Im Hintergrunde sieht man vor dem Walde die gerade fertiggestellte Autobahn. Das Gebäude der Autobahnmeisterei ist noch im Bau begriffen. Im Mittelgrund steht das Juleum, das 'Juwel Unseres Landes', wie es der König Jerême von Westfalen 1809 einmal genannt hat. Heute erstrahlt es nach der Restaurierung vor zehn Jahren in farbigem Glanz. Links hinten am Bildrande sehen wir das Gebäude des Lyzeums, der heutigen Sonderschule, und die beiden Schornsteine bildeten den Mittelpunkt der Kammgarnspinnerei Hampe, die 1972 'auf die grüne Wiese' am Emmerstedter Bahnhof ausgesiedelt wurde. Damit fiolen Schornsteine und Gebäude; auf einem Teil dieses Geländes ist eine Tiefgarage entstanden.

43. 'Hier taufte im Jahre 798 der heilige Ludger'. So steht es im Lapidarstil auf diesem Kreuz, das im Jahre 1845 in Zusammenarbeit beider christlicher Konfessionen errichtet wurde. Unter dem Sockel des Kreuzes befindet sich die Brunnenstube; die hier einst sprudelnde Quelle ist aber bereits länger als fünfzig Jahre versiegt. Als dieses Bild 1926 aufgenommen wurde, ahnte noch niemand, daß die sogenannten 'Arntrnann Brandts Wiesen' einmal mit Häusern bebaut sein würden. Seit 1961 ist hier die letzte Helmstedter Vorstadtsiedlung, der Steinmühlenkamp, entstanden. Und noch immer ragt St. Stephani ohne Turm über die Stadt heraus. Der Helm des Turms der benachbarten katholischen Kirche St. Ludgeri wurde im Juni 1942 durch Brand zerstört.

44. Und so sah das Ludgerikreuz zehn Jahre nach seinern Entstehen, nämlich im Jahre 1855, aus. Hier erkennen wir die Brunnenstube, die Umgebung ist mit Personen der Biedermeierzeit bevölkert. Der Hügel hinter dem Kreuz ist zwar noch vorhanden, aber er trägt seit einigen Jahren die evangelische Kirche St. Christophorus. Es ist der vierte Kirchenneubau Helmstedts nach dem Mittelalter und nach dem Zweiten Weltkriege. Rechts vom Kreuz sind die Ludgeri- oder Brandtschen Wiesen noch unbebaut. Hier ist seit 1961 die Siedlung Steinmühlenkamp entstanden.

45. Von einem Winkel der Straße Ostendorf aus sahen unsere Eltern 1924 auf die Mauer des Pfarrgartens, auf das Pfarrhaus und die Kirche St. Ludgeri. Sie war bis 1802 das Gotteshaus des Benediktinerklosters, das hier zu Beginn des 9. Jahrhunderts gegründet wurde, und sie ist seit diesem Jahre Pfarrkirche der katholischen Gemeinde Helmstedts. Der Anteil der Katholiken an der Helmstedter Bevölkerung beträgt seit Jahrzehnten fast unverändert 15%. Hier können wir auch noch den schönen Helm des Kirchturms sehen.

46. Unser Bild aus dem Jahre 1927 zeigt ein ldyJl, das leider verschwunden ist. Hier gingen unsere Großeltern gern spazieren. Rechts wuchsen die Büsche am Wallgraben, wie sie wollten, dahinter strebten die Bäume des Langen WaJles in die Höhe. Zur Linken begleitete sie ein Feld der Domäne St. Ludgeri, und hinter sich ließen sie die Klosterrnauer, an der sie eben vorbeigegangen waren. Weiter hinten erhob sich der Turm der Kirche St. Ludgeri mit dem barocken Helm. In den fünfziger Jahren sind auf dem Acker im Vordergrund Tennisplätze entstanden, und der Weg, der vom Ostendorf zum Langen Wall führte, wurde darum aufgehoben. Viele Helmstedter haben das bedauert.

47. Auf diesern Bilde ist der Weg vom Ostendorf nach dem Langen Walle aus anderer Sicht zu erkennen. Das Gebäude im Vordergrund, das dem Beschauer den Giebel zuwendet, kannten unsere Großeltern als den 'Grünen Jager'. Es war ein Ausflugslokal, das noch in den zwanziger Jahren fast außerhalb der Stadt lag. Verandert hat sich das Bild heute gegen früher insofern, als das Gelände im Vordergrunde zu Tennisplätzen umgewandelt wurde und der im Hintergrund zu erkennende viereckige Mauerturm seit dem 20. Februar 1944 nicht mehr vorhanden ist.

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48. Dieses Bild, 1924 enstanden, konnte man bis 1961 sehen. Bis dahin waren es Viehweiden der Dornäne St. Ludgeri, und dann wurde hier eine der schönsten Vorstadtsiedelungen Helmstedts geschaffen. Rechts im Bild (immer ohne Turm) erkennen wir die Stadtpfarrkirche St. Stephani, links daneben den Turm der (katholischen) St. Ludgerikirche, Im Juni 1942 wurde die Kirche (durch Brandstiftung) ein Raub der Flammen, und auch der Turm wurde in Mitleidenschaft gezogen. Seitdern hat er ein einfaches Satteldach. Noch weiter links, ungefähr in der Mitte des Bildes, ist ein viereckiger Mauerturm zu erkennen, der den Bomben des 20. Februar 1944 zum Opfer fiel.

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