Helmstedt in alten Ansichten Band 1

Helmstedt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Robert Schaper
Gemeente
:   Helmstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1944-3
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Helmstedt in alten Ansichten Band 1'

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59. Dies ist der Türsturz zu der Gartenpforte des Hauses Stobenstraße 34. Diese Pforte war zwar bei dem Abbruch 1972 bereits etwas verfallen, aber durchaus reparabel. Sie hat für Helmstedt insofern eine Bedeutung, als in dem alten Hause, wie die Inschrift am Türsturz zeigt, die Urgroßeltern des Reichskanzlers Otto von Bismarck wohnten. Es waren dies der Professor und Hofrat Dr. jur. Gottfried Menke ct 1762) und seine Ehefrau Luise Marie Mencke geboren Witten ct 1800).

60. Hier sehen wir in einer Aufnahme aus dem Jahre 1923 das Haus Stobenstraße 34, das 1914 für den Sanitätsrat Dr. med, Friedrich Denecke erbaut wurde. Das Haus ist noch intakt, ebenfalls die Mauer und die Gartenpforte, die noch aus der Barockzeit stammt.

61. Dieses Haus, Stobenstraße 33, das ein Spruch: Wer Gott vertrawet, hat wohl gebawet. Karsten Wehmann. Anna KruIs. 1662 und eine Tafel mit dem Namen des Professors Ferdinand Mackeldey (1808-1810) zierte, ist nicht mehr. Länger als drei Jahrhunderte hat es gestanden, bis es im Jahre 1975 abgebrochen wurde, um Platz für das Hallenbad zu schaffen, das noch in diesem Sommer (1976) in Benutzung genommen werden soll.

62. Dies ist wirklich ein Bild aus Großvaters Zeiten. Die Windmühle auf dem Mühlenberge an der Ecke Nordstraße/Maschweg bestand zwar noch bis in die dreißiger Jahre, aber der Müllermeister Posselecke, der Besitzer, ist hier mit seinem Kuhgespann zehn Jahre früher zu sehen. Es gab damals in Helmstedt niemand mehr, der noch Kühe als Zugtiere verwendete, was früher des öfteren der Fall war. Der Großvater des Verfassers dieser Zeilen ist auch noch, allerdings um die Jahrhundertwende, in Helmstedt mit Kühen gefahren.

63. Die Mühle von Posselecke ist hier von Norden her zu sehen. Mit dem den Flügeln gegenüberliegenden 'Steert' wurde diese Bockwindmühle in den Wind gedreht. Von dem 'Mühlenberge vor dem Nordertor' aus hatte man damals (1905) noch freie Sicht über die Häuser der sogenannten Unterstadt, früher Neumark genannt, auf die Gebäude und die Kirche des ehemaligen Augustiner-Nonnenklosters St. Marienberg. Heute sieht man auf das Grün vieler großer Bäume - auch ein Beweis, daß Helmstedt eine Stadt im Grünen ist.

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64. Im ausgehenden Mittelalter und weit bis ins 18. Jahrhundert hinein war Helmstedt mit einem Kranz von Windmühlen umgeben, Der Stich von Merian von 1650 zeigt deren sechs, während eine Karte aus dem Jahre 1764 acht aufweist. Die älteste schriftliche Überlieferung, daß eine Windmühle vor den Toren Helmstedts bestanden habe, stammt aus dem Jahre 1385. Wann die oben abgebildete Mühle errichtet wurde, wissen wir nicht; nur soviel ist sicher, daß sie in den dreißiger Jahren unseres Jahrhunderts abgerissen wurde. Diese Mühle, 1913 aufgenommen, war schon damals längere Zeit im Besitz der Familie Posselecke, und auch heute noch besitzen Angehörige dieser Familie das Haus und das Grundstück, das an der Ecke liegt, die von Maschweg und Nordstraße gebildet wird,

65. Der bekannteste, wenn auch nicht gerade der berühmteste Professor der ehemaligen Helmstedter Universität war Christoph Gottfried Beireis, der von 1759 bis zu seinem Tode 1809 hier wirkte. Er besaß das Haus Bahnhofstraße, heute Magdeburger Straße 18, das er nach seinen Bedürfnissen umgebaut hatte. Ein großer ovaler Saal, in dem er seine Vorlesungen hielt, war eine besondere Zierde des Hauses. Nach seinem Tode kaufte es die Johannisloge 'Julia Carolina zu den drei Helmen', die es vor einigen Jahren abreißen ließ, um hier ein Altenheim zu errichten. Diese Aufgabe überstieg aber wohl die finanziellen Möglichkeiten der Loge, und so wurde der Bauplatz weiterverkauft, und heute ist er eine wüste Stelle, umgeben von einem häßlichen Bauzaun. Unsere Aufnahme entstand 1902. Es ist das Haus gegenüber dem 'Stelzfuß'.

66. Und so sah es im Innern des Beireishauses aus, Aber so nannten es unsere Großeltern nicht. Sie sagten schlicht und einfach 'Loge', denn die Johannisloge 'Julia Carolina zu den drei Helmen', nach der ehemaligen Universität und der Stadt Helmstedt benannt, spielte gerade vor dem Ersten Weltkrieg in Helmstedt eine große Rolle. Sie war reich, und angesehene Helmstedter Burger zählten zu ihren Mitgliedern. Die im Bild festgchaltenc 'Kutscherstube' ist, im Jahre 1910, noch im Jugendstil ausgestattet. Der Verfasser dieser Zeilen hat in seinen jungen Jahren, so urn 1923 herum, noch in denselben Sesseln gesessen, wie sie hier abgebildet sind.

67. Wenn unsere Großeltern in das Brunnental gehen wollten, nahmen sie gern diesen Weg, die Edelhöfe hinunter, Sie hatten zu ihrer Rechten dann das hochgelegene Beireishaus und dann die mit Widerlagern befestigte Stadtmauer mit einem Garten dahinter, dessen Erdboden bis an die Mauerkrone reichte. Als das Beireishans vor einigen Jahren abgebrochen wurde, baute man auch die Mauer ab, und die Stadtverwaltung ließ das Erdreich dahinter zum Teil abtragen und die Straße vcrbreitem. Darnit war wieder ein Stück Alt-Hclmstedt verschwunden. Unser Bild wurdc 1888 gemacht.

Helmstedt - Schuhstraße

68. Dieser Anblick bot sich unseren Großeltern, wenn sie, im Jahre 1905, vom Markt in die Schuhstraße gingen. Bernhard Becker hatte sein Eisen- und Haushaltswarengeschäft gerade eröffnet, das große Haus rechts war vor zehn Jahren erbaut worden. Aber das links benachbarte Haus ist heute völlig verändert, und die Häuser an der linken Straßenseite einschließlich des Beckerschen Hauses sind im vergangenen Jahre abgebrochen worden. Die Kinder und Kindeskinder von Bernhard Becker ließen an deren Stelle ein großes Geschäfts- und Wohnhaus errichtcn.

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