Helmstedt in alten Ansichten Band 1

Helmstedt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Robert Schaper
Gemeente
:   Helmstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1944-3
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Helmstedt in alten Ansichten Band 1'

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69. In diesem Hause, Schuhstraße 27, hatte im Jahre 1912 der Friseur August Klingemann sein Herrenfriseurgeschäft eröffnet. Viele Helmstedter ließen sich von ihm rasieren, die Haare schneiden und den Schnurrbart behandeln. Er wurde im Laufe der Jahre so etwas wie eine redende Zeitung. Im Jahre 1965 kaufte die Firma Becker & Flatt das Haus von den Klingemannschen Erben, um Platz für ein großes Geschäftsund Wohnhaus zu bekommen. Unsere Aufnahme aus dem Jahre 1932 zeigt noch das messingne Becken als Zeichen des Friseurs.

Helmstedt - Schuhstrasse

70. Mit seiner unschönen Tür und seinem häßlichen Schaufenster präsentiert sich das Haus Schuhstraße 5, links im Bild, im Jahre 1912. Ob sich unsere Großeltern an den schönen Steinsetzungen in den Fachwerkfeldern erfreut haben? Aller Wahrscheinlichkeit nach nicht, denn sie sind heute verschwunden. Aber die Inschrift am Schwellbalken, die besagt, daß das Haus 1514 erbaut wurde, ist noch vorhanden. Verschwunden sind aber die kleinen Fachwcrkhäuser an der rechten Seite der Schuhstraße. Sie haben 1975 einem Neubau Platz machen müssen.

71. So sahen unsere Eltern - und auch die Großeltern schon - den Hof und die Rückfront des schönen Hauses Schuhstraße 14, das einmal der Professor der Medizin Heinrich Meibom 1673 hat erbauen lassen. Malerisch sieht der Hof zwar aus, es ist in Wirklichkeit aber alles verfallen und verkommen. Ob die Menschen hier gern gelebt haben mögen? Heute ist autgeräumt, und vor allem die Diele des Hauses mit der schönen Barocktreppe in altem Glanz wiederhergestellt.

72. Unser Bild zeigt die Seiten- und Rückansicht des alten Fachwerkhauses an der Ecke, die die Krumme Gasse mit der Schuhstraße bildet. Hier wohnten nach der Gründung der Universität 1576 Professoren, bis 1764 der Postmeister Schneider das Haus übernahm. Nach der Gründung der Deutschen Reichspost befand sich in diesem Hause das Postamt 2, das erst 1914 aufgehoben wurde. Vielleicht erinnert sich noch der eine oder der andere betagte Helmstedter daran, daß er hier ein- und ausging, Die Mauer im Vordergrunde des Bildes ist 1960 gefallen, dahinter, einst Garten zu dem Hause, wurde ein Kinderspielplatz angelegt. Die Aufnahme wurde 1925 gemacht.

73. Das Bild zeigt ein altes Helmstedter Geschäftshaus, und zwar das Haus Neumärker Straße 9, im Jahre 1903. Kurz danach ließ es der Schuhmachermeister Friedrieh Seernann abreißen und einen massiven Neubau errichten. Die Neumärker Straße war auch damals sehon Hauptgeschäftsstraße der Stadt, und hier sehen wir bereits, daß Fahrdamm und Fußweg durch eine Bordsteinkante fein säuberlich voneinander getrennt sind, was damals noch nicht in allen Strafsen der Fall war. Besitzer des Hauses und des darin noch bestehenden Schuhgeschäfts ist der Sohn des ehrenwerten Schuhmachermeisters Friedrich Seemann.

74. Dieses Bild entstand im September 1910, als der Kaufmann und Besitzer des Hauses Neumärker Straße 23, Max Geffers, dieses Haus abreißen ließ. Es gab noch keine Baumaschinen, Menschenkräfte mußten Schutt und Baumaterial bewegen, Pferde die Wagen ziehen. Den Neubau, ein mehrgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus, mußte Geffers auf die Baufluchtlinie zurücksetzen, so daß auch ein neuer Aufgang zum Hausmannsturm geschaffen werden konnte.

75. Im Helmstedter Kreisheimatmuseum befindet sich ein holzgeschnitztes Bildwerk von dem alten Hause Neumärker Straße 10, das 1910 abgebrochen wurde. Unsere Eltern und Großeltern sind, wenn sie ihre Einkäufe auf der 'Neurnärker' machten, immer daran vorbeigegangen. Es stellt ein Wappen mit der Jahreszahl 1572 dar und hat darüber und darunter folgende Inschrift: Wer ahn Christum geleubet der hat das ewige Leben, Diese Tafel ist beim Abbruch des Hauses von verstandigen Leuten gerettet worden.

Helmstedt

KornstraBe

76. Während die rechte Seite der Kornstraße seit 1896, als unser Bild entstand, mit Ausnahme einiger Ladeneinbauten in seiner Bausubstanz fast unverändert ist, mußte die linke Seite in dieser Beziehung einige Einbußen hinnehmen. Gerade war das Café Sack massiv autgeführt worden, und wer von unseren Großeltern keinen Kaffee zu sich nehmen wollte, der konnte beim Gastwirt Krüger im Hause links neben dem Rathause oder später hier bei Molitor seinen Abendschoppen trinken. Heute können wir in dem Neubau der Volksbank unsere Geldgeschäfte abwickeln, Auch das Haus ganz links im Bilde wurde in diesen Jahren durch einen Neubau ersetzt.

77. Dieses Bild der Kornstraße, 1910 gemacht, läßt kaum einen Unterschied in der Bekleidung vor allem der Madehen erkennen: die Schürze ist noch immer vorherrschend. In dem Hause mit dem lang herunterhängenden Schild kauften unsere Väter ihre Hesen bei dem Kaufmann Julius Waldbaum. 1936 wurde das Haus abgebrochen, aber erst 1955 ein Neubau errichtet. Links ist das Café Sack und daneben das Lichtspieltheater zu erkennen.

78. In diesern Hause, Kornstraße 7, sahen unsere Großeltern irn Jahre 1909 so ziemlich die ersten Filme. Es ist 1750 erbaut worden und hatte schon damals wie auch heute noch eine Gast- und Spelsewirtschaft, Das Kino dort richtete der Maurermeister Adolf Eggers ein, dessen Kinder und Kindeskinder den 'Kintopp' bis 1965 führten. Dann ging das Kino ein, wie so viele Filmtheater damals. Das Haus ist immer noch im Besitz der Erben von Adolf Eggers.

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