Helmstedt in alten Ansichten Band 1

Helmstedt in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Robert Schaper
Gemeente
:   Helmstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1944-3
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Helmstedt in alten Ansichten Band 1'

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79. Aus diesem Schuckebrunnen auf dem Heinrichsplatz holten die Frauen und Madehen zu Großmutters Zeiten jahrzehntelang ihr Wasser, seit 1852 nämlich, als dieser Platz dadurch entstand, daß das Haus, das hier solange stand, abgebrochen wurde. Die Platanen, die im Garten des Hauses seit rund hundert Jahren wuchsen, blieben stehen. Erst als der 'Zahn der Zeit' genügend an ihnen genagt hatte, wurden sie 1965 gefällt. Wie man sieht, wurden die Helmstedter Straßen und Plätze 1932 durch Gaslatemen beleuchtet.

Helmstedt

Lindenplalz

80. So stellte sich der Lindenplatz mit Bliek nach dem Ho1zberg im Jahre 1906 dar. Das Eckhaus im Vordergrunde wurde 1922 abgerissen und durch einen Fachwerkbau im mittelalterlichen Stil ersetzt. In dem links benachbarten Gebäude mit dem hohen Giebel wurde 1906 das erste Kino Helmstedts eröffnet. Das andere Eckhaus wurde so weit modernisiert, daß es unsere Großeltern sicherlich nicht wiedererkennen würden. Am linken Bildrand sind die Zweige einer Linde zu erkennen, die dem Platze den Namen gegeben hat. Durch diese Neu- und Umbauten erhielt der Platz einen ganz anderen Charakter.

81. Auch die Straße Südertor bekam ein anderes Gesicht, als das Haus (links auf dem Bilde) aus dem Jahre 1929 abgebrochen worden war, um die Straße verbreitern zu können. In dem Laden in diesem Hause hatten unsere Eltern jahrelang ihr Obst und Gemüse gekauft, soweit sie es nicht selbst in ihrem Garten hatten. Auch die beiden anderen Häuser wurden abge brochen, so daß ein großer Parkplatz entstand. Ein 'vorsintflutlicher' Lieferwagen illustriert die damalige Zeit. Die Inschrift am Schwellbalken des alten Hauses von 1663 lautet: Wer Gott vertraut, hat wohl gebaut, im Himmel wie auf Erden.

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82. Der Gröpern ist eine der ältesten Straßen in Helmstedt. Hier wohnten die Gropengießer oder Töpfer. Und so sah der Gröpern im Jahre 1904 aus. Anscheinend ist gerade Schulschluß gewesen, denn einige Kinder haben ihren Tornister oder Ranzen noch auf dem Rücken. Die Bäume sind verschwunden, die Straße ist begradigt, und statt der Handwagen und der Pferdefuhrwerke verkehren hier jetzt Autos, In dem Eckhaus befand sich fast zwei Jahrhunderte lang eine Bäckerei, in letzter Zeit wurde dort ein Fleischerladen eingerichtet und Eingang und Schaufenster modernisiert. Damals, 1904, konnte man den Gröpern entlang bis zum Lappwald sehen, die Häuser der Maschsiedlung verdeckten den Bliek dahin noch nicht.

83. Der Milchmann vor dem Hause des Bäckermeisters Theodor Hardeweg brachte unseren Großmüttern um die Jahrhundertwende die Milch ins Haus, Wir blieken hier im Jahre 1901 vom Gröpern in die Braunschweiger Straße auf die Kirche des ehemaligen Klosters St. Marienberg. Einige Häuser an der rechten Straßenseite werden gerade restauriert und damit auch modernisiert, die Häuser der anderen Seite mußten damit noch einige Zeit warten. Aber heute sind auch sie mit Läden und modernen Fassaden versehen.

84. Dieses Fachwerkhaus, Gröpern 36, hat nicht immer an dieser Stelle gestanden. Es wurde im 18. Jahrhundert auf dem Amalienbade irn Lappwald bei Morsleben erbaut und diente dem jeweiligen Theaterdirektor als Wohnung. Dort hatte Amalie von Veltheim ein Bad und ein Theater gegründet. Nach der Auflösung beider Institute wurden die Gebäude auf Abbruch verkauft, und das Direktorenhaus kam auf dem Gröpern zu stehen. Unsere Aufnahme stammt aus dem Jahre 1903. Leider sind die Namen der Personen darauf nicht bekannt. Heute ist das Äußere des Hauses insofern verandert, als sich im Untergeschoß ein großer Laden befindet. Die Fenster im Obergeschoß sind erneuert, aber das Fachwerk hier ist erhalten.

85. Dieses Haus - es wirkt wie ein altes Bauernhaus hat an dieser Stelle, Kleiner Katthagen 12, auch nicht immer gestanden. Unsere Großeltern sahen es bis 1880 an der Stelle am Langen Steinweg stehen, wo dann das Lyzeum gebaut wurde. Heute sieht es gepflegter aus als im Jahre 1908, als unsere Aufnahme gemacht wurde. Der Besitzer, Arbeiter Wilhelm Michaelis (mit Mütze) steht mit einem Mieter vor der Haustür.

86. Um die Aufstellung dieses Denkmals zu verstehen, muß man sich in die Zeit kurz vor der Jahrhundertwende zurückversetzen. Es war die Zeit der nationalen Schützenfeste, der Kaiserparaden und des Hurrapatriotismus, das 'fin de siècle', eine morbide Ära, nicht mehr selbst zu Taten bereit, aber das Heldentum der Vorfahren verherrlichend. So beschloß eine Volksversammlung am 17. August 1896 im Schützenhofe, zur steten Erinnerung an das glorreiche Wirken unseres Heldenkaisers Wilhelm 1., ein Kriegerdenkmal zu errichten. So wurde 1897 das Denkmal - ein stürmender braunsehweigischer Krieger mit Fahne auf einem Sockel aus deutschem Granit - errichtet. Seine Tage aber sind gezählt. Schon ist man dabei, rechts neben dern Denkmal einen Tunnel zu graben, eine Zufahrt zu der jetzt im Bau befindlichen Tiefgarage.

87. Wie heute Besucher von Fernsehsendungen im Studio in die Kamera gucken, wenn sie gerade auf sie gerichtet ist, so schauten vor mehr als fünfzig Jahren Kinder neugierig in die Kamera des Fotografen, als er 1919 den Musikzug des Landesjägerkorps Maerker auf die Platte bannte. Vielleicht erkennt sich der eine oder andere Helmstedter hier als Kind wieder? Das Konzert fand auf dem Albrechtsplatz statt.

Die 'Retirade' ist nicht mehr vorhanden. In dem Hause rechts bcfindct sich jetzt ein Laden. Das Textilgeschäft links ist heute noch im Besitz der Erben von Carl Brüggemann,

88. Einen traulichen Winkel, der vom Verkehr kaum beriihrt wurde, bildete zu Zeiten unserer Großeltern die Straße Ostendorf. Mit den schattenspendenden Bäumen und den griinumsponnenen Hauswanden bildete sie eine Oase der Ruhe. Der Schuckebrunnen, der den Anwohnern bis zum Anschluß an die städtische Wasserleitung Wasser gab, tat das Übrige, um den Anschein der Gemütlichkeit zu erhöhen. So wie auf unserem Bilde sah das Ostendorf noch 1920 aus.

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