Helmstedt in alten Ansichten Band 3

Helmstedt in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Robert Schaper
Gemeente
:   Helmstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4836-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Helmstedt in alten Ansichten Band 3'

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VORWORT

'Vox populi!' Als eine solche Stimme erschien mir, dem Autor des vorliegenden Bandes, das Schreiben des Verlages Europäische Bibliothek, das mir vor einigen Wochen ins Haus kam. Es enthielt die freundliche Frage, ob es wohl möglich sei, einen dritten Band 'Helmstedt in alten Ansichten' zusammenzustellen, nachdem die beiden vorhergehenden Auflagen so gut 'gegangen' seien. Der Verlag drängte zwar nicht, aber mir war mit Rücksicht auf mein Alter - Jahrgang 1901 - sehr daran gelegen, die Bildreihe nebst Text so bald als möglich zusammen zu stellen, und dem Verlag war das nurrecht.

Allerdings wäre es schwierig gewesen, für eine Stadt wie Helmstedt noch ein drittes Mal fast hundert Bilder aus der Vergangenheit Helmstedts zu finden, wenn ich nicht seit fast einem halben Jahrhundert alte und ältere Gemälde, Stiche, Zeichnungen und Fotografien meiner Wahlheimatstadt

Helmstedt gesammelt hätte, ohne allerdings daran zu denken, daß solche 'unbedeutenden' Stücke einmal für würdig befunden würden, für einen größeren Personenkreis veröffentlicht zu werden. Um so mehr begrüße ich es, daß dieses Werk an einem späten Lebensabend noch zustande gekommenist.

Vor allem und in erster Linie danke ich meiner Frau, die mir mit Rat und Tat bei der Planung und der Abfassung der Texte beigestanden hat. Dann gilt mein Dank aber auch allen Mitarbeitern des Verlages, die sich bemüht haben, das Werk mit viel Liebe und äußerster Sorgfalt herzustellen.

So wünsche ich dem dritten Band 'Helmstedt in alten Ansichten' Glück auf den Weg! Möge die 'Stimme des Volkes' sich niederschlagen auf die Absatzzahlen des Buches!

Robert Schaper

1. Der Helmstedter Marktplatz hat sein Gesicht im Laufe der Jahrhunderte des öfteren geändert. So wie auf unserem Bild sahen ihn unsere Großeltern und Eltern im Jahre 1903. Im Hintergrund zeigt sich der patinagrüne Turm der Kirche St. Walpurgis, im Volksmund 'Schusterkirche' genannt. Die Lampen des Kandelabers mitten auf dem Platz werden noch mit Gas betrieben, aber wenige Jahre später sind die Gasglühstrümpfe durch elektrische Glühlampen ersetzt. Der Strom wird von der Überlandzentrale Helmstedt (ÜZH) geliefert.

2. Hier bringen wir noch einmal eine Ansichtskarte mit verschiedenen Abbildungen, und zwar aus dem Jahre 1895. Das Juleum steht da wie eh und je, aber das Rathaus, Stadthaus genannt (auf dem oberen Ansicht am linken Bildrand) wurde 1904 abgerissen, um einem Bau in neugotischen Stil zu weichen. Gerade drei Jahre alt ist das Gebäude im Bild unten links, das für die landwirtschaftliche Schule Marienberg bestimmt war und bis zur Auflösung dieser Schule dieser Bestimmung auch genügte. Seitdem hat das Gebäude rnehreren Schularten als Domizil gedient, Heute steht es aber nicht mehr so kahl da, Bäume und Häuser geben ihm ein freundliches Gepräge.

3. Solche Bilder wie dieses ersetzten früher, bevor das Flugzeug erfunden worden war, die Luftbilder. Hier sehen wir - im Jahre 1909 - die Stadt Helmstedt von Norden, vom Ziegelberg aus. Die beiden Straßen, die im Winkel aufeinander zulaufen, sind die Memelstraße und die Marientaler Straße. Im Mittelgrund beherrscht der Schornstein der Schmidtschen Branntweinbrennerei am Nordertor das Bild. Im Hintergrund ragen die hohen Gebäude der Stadt auf, die Kirche St. Stephani, der Hausmannsturm, die Landwirtschaftlichen Lehranstalten und die Kirche St. Marienberg. Auch die Schornsteine des Kraftwerks Harbke, heute in der DDR, sind im Hintergrund noch schwach zu erkennen.

4. Diesen Feldweg mußten unsere Großeltern und auch noch unsere Eltern im Jahre 1908 benutzen, wenn sie den Bötschenberg erreichen wollten. Es ist der Rote Torweg. Er mündet bei dem großen Haus im Mittelgrund des Bildes in die Goethestraße. Während dieses Gebäude für den Direktor der Braunschweigischen Kohlenbergwerke bestimmt war, ist das Haus weiter rechts an der Goethestraße (an der Ecke zum Gerhart-Hauptmann-Weg) ein privates Wohnhaus. Das Gelände rechts vom Roten Torweg steigt langsam zum Warneckenberg an und wurde bald zum Fußballplatz für den Helmstedter Sportverein umgestaltet; die Straße selbst wurde seit 1926 mit Unterbrechungen mit Häusern bebaut. Im Hintergrund die Stadt rnit den markanten Gebäuden Ludgerikirche, Stephanikirche, Schornstein der Firma Hampe und Marienberger Kirche.

5. Auf unserer Ansichtskarte aus dem Jahre 1895, geschrieben 1897, ist die Kirche St. Marienberg teilweise von einem langgestreckten Gebäude verdeckt, dem Krankenhaus St. Marienberg. Dieses wurde in den siebziger Jahren gebaut und mußte 1954 einem Neubau weichen. Im Jahre 1972 wurde er durch eine moderne Krankenhausanlage ersetzt.

6. Auch diese Ansichtskarte zeigt Helmstedt und einige seiner markanten Gebäude im Jahre 1895. Das Juleum mit dem Seitenturm an der Bötticherstraße und den gärtnerischen Anlagen im Vorhof und das Gebäude der Landwirtschaftlichen Lehranstalten, gerade drei Jahre alt. Der Schulhof ist mit einem Stakett umgeben, damit die Schüler daran gehindert werden, die Parkanlagen im Vorgelände der Schule zu betreten. In einem Rondell schaut der Cammerpräsident Griepenkerl, Initiator der Schule, von seinem Denkmalsockel herab.

7. Welcher Helmstedter kennte dieses Gebäude nicht, das 1892 an der Wilhelmstraße für die Landwirtschaftliche Schule Marienberg errichtet wurde? An dem Gebäude hat sich im Laufe seines Bestehens kaum etwas geändert, aber der Vorhof - hier ein Bild aus dem Jahre 1895 - sieht heute ganz anders aus. Ernst Griepenkerl, der 'Herzoglich Braunschweigische Cammerpräsident', Vorsitzender des Kuratoriums der Schule, versucht heute vergeblich von seinem Postament inmitten eines Rondells über die Büsche zu schauen; sie haben inzwischen wie auch die Bäume eine enorme Höhe erreicht. Das Gebäude dient heute einer Realschule als Domizil.

8. Ein Bild aus der Biederrneierzeit, wie es scheint, aber wir schreiben bereits das Jahr 1893. Damals, in der Geburtsstunde der 'Postkutschenpoesie' - sie wurde ja erfunden, als das gelbe Ungetüm seinen Dienst an die Eisenbahn bereits abgegeben hatte - entstand in den Häusern dieser Straßenecken das Gerücht, daß der Herr Brunke, der Besitzer des alten Fachwerkhauses - am linken Bildrand - sein Haus abreißen und neu bauen wolle, und so wuchs auch bald auf dem Schuttplatz des abgerissenen Hauses ein solches aus roten Backsteinen empor, mit modernem Laden und großen Schaufenstern. Dieses ist leider das einzige Bild, das der Autor von dem schönen alten Fachwerkhaus auftreiben konnte.

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