Helmstedt in alten Ansichten Band 3

Helmstedt in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Robert Schaper
Gemeente
:   Helmstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4836-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Helmstedt in alten Ansichten Band 3'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

9. Wer kennt noch diesen Garten an der Streplingerode? So sah er jedenfalls im Jahre 1930 aus, auf den einige Jahre später die landwirtschaftliche Winterschule entstand, nachdem vorauszusehen war, daß die Landwirtschaftlichen Lehranstalten schließen würden. Im Hintergrund blickt uns der Turm an der Stadtmauer an, der im Nachbargrundstück der Firma Krull, etwas niedriger geworden und mit einem nicht zeitgemäßen Dach versehen, sein Dasein fristet. In letzter Zeit hat der Turm, der ihm umgebenden Gebäude entkleidet, sein altes Aussehen wieder bekommen.

10. In diesem Teich baden wir zwar heute noch, aber vor sechzig Jahren - unser Bild wurde im Jahre 1928 aufgenommen - sah er anders aus als heute. Er war mit einer hohen Planke umgeben, einfacher gestaltet, ohne moderne Einrichtungen, die erst in den fünfziger Jahren geschaffen wurden. Sicherlich haben manche der noch lebenden Helmstedter in diesem alten Birkerteich Erfrischung gesucht.

11. Dies ist das Wasserwerk am Strohmühlenteich, um die Jahrhundertwende mit allem Zierat erbaut, der dieser Zeit eigentümlich ist. Eine spätere Epoche hielt dieses verschörkelte Dekor für überflüssig, und so wurde das Haus durch Wegnahme des 'Überflüssigen' in seinem Aussehen verändert und damit seelenlos. Das Werk wurde vor einigen Jahren stillgelegt, nachdem ein leistungsfähigeres Wasserwerk im Lappwald an der Totenwiese gebaut worden war. Unser Bild zeigt das alte Werk am Strohmühlenteich im Jahre 1928.

12. Dieses Bild der Braunschweiger Straße, stadteinwärts gesehen, ist 1890 entstanden. Unbedarft spielen die Kinder auf der Straße oder schauen direkt in den Fotoapparat hinein. Von einem Straßenverkehr ist nichts zu bemerken. Die Fassaden der Häuser haben sich seitdem kaum verändert, nur das zweite Haus links, das Eckhaus mit der Laterne, ist umgebaut worden; es ist (1890) das Grundstück eines 'Ökonornan' , eines Ackerbürgers. Das Gebilde auf dem Dach links ist nicht etwa schon eine Antenne, sondern dient zur Aufnahme der Telegrafenleitungen, die damals noch über Masten geführt wurden.

13. Mauern sind in alten Städten keine Seltenheit. Ob aber diese eng beieinander stehenden dunklen Gebilde und der Straßennamen, Edelhöfe, zusammenpassen, diese Frage mögen sich unsere Großeltern bereits gestellt haben. Denn so wie auf unserem Bild aus dem Jahre 1900 sahen sie die Straße Rosenwinkel. Inzwischen ist die Mauer (links im Bild) gefallen, wir haben freien Durchblick und ungehinderten Durchgang zum Batteriewall.

14. Wer dieses Bild aus Großvaters Zeiten betrachtet, dem kommen sicherlich die Verse Storms ins Gedächtnis: 'Kein Klang der aufgeregten Zeit drang hoch in diese Einsamkeit.' So war es tatsächlich und ist es heute noch zum großen Teil. Aber ein Stück des Ostendorfs (unser Bild aus dem Jahre 1920) ist inzwischen beseitigt. Es ist nicht verschwunden, sondern nur an die Seite gestellt, die Schuckepumpe, die aus der Zeit nicht wegzudenken ist.

15. Damals, ja damals ging es auch in Helmstedt noch gemächlicher zu als heute. Auf dem Holzberg, wie hier im Jahre 1926, 'parkte' noch kein Auto. Lebhafter ging es hier nur zweimal im Jahre zu, wenn es Jahrmarkt war. Die Bürger, Menschen wie du und ich, benutzten einen Handwagen, um kleinere Lasten zu befördern, um etwa Kohlen und Holz für ihre Ofenfeuerung zu holen oder Dünger in ihre Gärten vor der Stadt zu schaffen. Hier an der Westseite des Holzberges entlädt gerade ein Mann seine Handwagenfuhre.

16. Zwischen der Gustav-Steinbrecher-Straße und der Wilhelmstraße lag der Alte Friedhof, der 1875 für Beisetzungen geschlossen wurde. Der Öffentlichkeit aber war er dann auch noch nicht ohne weiteres zugänglich, er war noch im Jahre 1928 mit Zaun und Tür verschlossen, wie unser Bild ausweist. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg ging man systematisch daran, diesen 'Ruheplatz der Toten' zu einem Park auszubauen, der nun von den Helmstedtern genießend betreten werden kann.

17. Wir blieken hier - es ist das Jahr 1929 - von der Rosmarinstraße in Richtung auf den Papenberg in die Stolzengasse hinein, und gerade auf die Ratsapotheke. Wie schnell die Zeit vergeht! Vor sechs Jahrzehnten noch eine düstere 'hohle Gasse', ist diese Gegend jetzt hell und freundlich geworden. Die Mauer (rechts im Bild) ist gefallen, der ehemalige Schafstall daneben ist in eine Garage umgewandelt. Baumaschinen haben das im Halbrund gebaute Haus und seine Nachbarn rechts und links - letztere sind im Bild nicht zu sehen - niedergelegt, an ihre Stelle wurde ein (vorläufiger) Parkplatz geschaften, dem in naher Zukunft ein Parkhaus folgen soll.

18. Bis zum vergangenen Jahr erlebten die Spaziergänger die Wilhelmstraße (im Vordergrund) und den Batteriewall so wie hier im Bild von 1930 festgehalten. Im vergangenen Jahr wurde die Wilhelmstraße als Teil des Stadtrings vierspurig ausgebaut. Die Baumreihe verschwand ebenso wie die Böschung, die durch eine Stützmauer für den Batteriewall ersetzt wurde. Auch das Haus und die drei dahinterliegenden Gebäude wurden abgerissen, so daß man sich heute kaum noch vorstellen kann, wie diese Straßen einmal ausgesehen haben.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek