Helmstedt in alten Ansichten Band 3

Helmstedt in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Robert Schaper
Gemeente
:   Helmstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4836-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Helmstedt in alten Ansichten Band 3'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

19. Dieser Bau, hier im Bild aus dem Jahre 1881, war nicht das erste Bahnhofsgebäude Helmstedts. Als der erste Zug auf der ersten Strecke, die Helmstedt überhaupt an das Eisenbahnnetz anschloß, am 20. Juni 1858 von Jerxheim her in den Bahnhof einläuft, hält er vor einem kleinen Gebäude, das an einem Schienenstrang gegenüber dem alten Postamt liegt, vor dem ersten Bahnhofsgebäude Helmstedts. Die Fahrt konnte nicht weitergehen. denn Helmstedt war ein Sackbahnhof', die Magdeburger Straße wurde noch nicht überquert. Das neue Bahnhofsgebäude wurde erst um 1870 errichtet, nachdem die Strecke Braunschweig-Magdeburg fertiggestellt worden war.

20. Auf dieser Karte, die im Jahre 1895 entstand, mag vor allem das Hotel 'Kaiserhof' interessieren. Dieses Haus am Batteriewall wurde 1920 von der Stad Helmstedt erworben und kam dann in den Besitz des Landes Niedersachsen; zunächst als Finanzamt genutzt, bezogen es nach dem Neubau des Finanzamtes im Jahre 1938 an der Ernst-Koch-Straße mehrere Behörden. Unsere Großeltern liebten es, im Freien zu sitzen, und so war zu Zeiten des 'Kaiserhof auch neben dem Gebäude ein Kaffeegarten mit 500 Sitzplätzen vorhanden, der heute als Zuwegung zum Rosenwinkel dient.

---

---

----

---

----

21. Auch unsere Großeltern verstanden es schon, Fachwerkhäuser durch Verkleidungen häßlich zu machen, wie dieses Haus, das eine Abbildung aus dem Jahre zeigt. Es ist das Haus Stobenstraße 34; Dr. Denecke, Leiter des Krankenhauses, ließ es 1916 abreißen, nachdem es mehrere Jahrhunderte seinen Dienst getan hatte, und baute dann ein villenähnliches Wohnhaus, das aber 1970 schon wieder abgerissen wurde, weil das Gelände für den Bau des Hallenbades gebraucht wurde. Im alten Haus wohnte die Familie des Hofrats Professor Gottfried Ludwig Meneken, Urgroßeltern des Reichskanzlers Otto von Bismarck, von 1724 bis 1800.

22. Hier sehen wir das Gebäude der Kreisverwaltung am Südertor, wie es sich den Bürgern Helmstedts im Jahre 1926 darstellte. Der klassizistische Bau von 1827, Wohn- und Dienstgebäude des Kreisamtmanns, späteren Kreisrichters Friedrich Heinemann, bekam später einen Anbau, der auch einen Vorbau mit einem Balkon darüber einschloß. Beides ist aber bald nach dem Jahre 1932 wieder weggenommen worden. Der Platz vor dem Gebäude ist aber fast ganz verschwunden. Hier führt seit dem vergangenen Jahr eine breite Straße vorbei, das letzte Stück des Stadtrings, der damit in einem gewissen Abstand von den die Altstadt umgebenen Wällen nun um die gesamte Altstadt herumführt.

23. Dieses ist die Rückseite des Schulgebäudes am Langen Steinweg, im Jahre 1927 vom Langen Wall aus gesehen. Diese Schule, das Lyzeum, besuchten jahrzehntelang die 'Höheren Töchter' Helmstedter Bürger. Bis zum Jahre 1972 war es nicht möglich, das Gebäude ohne den langen Schornstein zu sehen, der nicht zum Schulgebäude , wie es scheint, gehörte, sondern zu der eine Straße weiter ab liegenden Spinnerei Hampe. Erst 1972 wurde der Schornstein, der mitten in der Altstadt lag, niedergelegt, nachdem die Spinnerei in das Industriegebiet am Nordrand der Stadt ausgelagert worden war.

24. Dieses Haus, Kornstraße 16, sieht gar nicht so aus, als habe es eine lange Geschichte mit großen Namen hinter sich. Im Jahre 1827 neu erbaut, macht es hundert Jahre später - unser Bild aus dem Jahre 1929 - keinen guten Eindruck, und ich nehme an, auch unsere Eltern empfanden es so. Aber nach dem Krieg wurde das Erdgeschoß dem Stil der neuen Zeit angepaßt, und heute führt der Juwelier und Uhrmacher Hans Kolwig hier sein Geschäft in einem modernen Laden.

25. Dieses Haus wurde zu Zeiten unserer Großeltern um die Jahrhundertwende gebaut und zu Lebzeiten unserer Eltern bereits wieder abgerissen. Es ist das Haus des städtischen Meisters, der das Wasserwerk am Strohmühlenteich zu betreuen hatte. Es stand nahe der Autobahn, und nachdem diese gebaut worden war, fiel es aus welchen Gründen auch immer der Spitzhacke zum Opfer. Für den Wassermeister wurde an der anderen Seite des Strohmühlenteichs ein anderes Haus errichtet. Unser Bild wurde im Jahre 1927 aufgenommen.

26. Dieses Haus, Gröpem 53, ist ein typisches Beispiel für, wie die Läden unserer Eltern in der Zeit urn 1937 aussahen. Hier eine Tabakwarenhandlung und eine Schusterwerkstatt, die der Schuhrnachermeister Otto Husung betrieb. Heute sind hier großtlächige Fensterscheiben zu sehen, dahinter liegt ein Verkaufsraum der Firma Radio Bänsch.

27. Unsere Eltern empfanden diese Läden zwar als zeitgemäß, vielleicht auch als schön, aber heute würden wir sie als 'hausbacken' einstufen: die Läden Kornstraße 3 im Jahr 1928. Noch immer ragt dieses Haus mit einer Fensterbreite über das Tor des Nebenhauses (rechts im Bild), aber Rechtshändel wird es darum nicht mehr geben, da beide Häuser in einer Hand vereinigt sind: der Nachbar 'Volksbank' hat das Haus Komstraße 3 erworben.

28. Unsere Großeltern störte dieses Haus an der Ecke von Harslebertor und Henkestraße nicht, denn 1932 - aus diesem Jahre stammt unser Bild - war der Straßenverkehr noch nieht so lebhaft, daß das Eckhaus von Kupferschrniedemeister Paul Ahrenberg die Sicht gestört hätte. Im Jahre 1954 aber wurde es abgerissen, um Verkehrsunfälle möglich zu vermeiden. Eine kleine Grünanlage ziert heute diese Straßenecke.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek