Helmstedt in alten Ansichten Band 3

Helmstedt in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Robert Schaper
Gemeente
:   Helmstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4836-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Helmstedt in alten Ansichten Band 3'

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29. Nicht etwa durch Feuer, Baufälligkeit oder Kriegsereignisse ist das Haus verschwunden, das bis 1936 anstelle dieser baufälligen Hütten mit den schäbigen Bretterzaun mehrere Jahrhunderte stand. Zwanzig Jahre lang mußten sich die Helmstedter diesen unschönen Anblick gefallen lassen. Nachdem der Besitzer das Haus gekauft harte, ließ er es abreißen, aber ein Neubau kam durch Rechtshändel und Kriegsereignisse nicht zustande. Nach dem Krieg mußte es an die Vorbesitzer zurückgegeben werden. Im Jahre 1955 baute Ernst Winnig hier dann ein Wohn- und Geschäftshaus und richtete ein Geschäft für Damenmoden ein.

30. In diesern Haus, Holzberg Nr. 27, an der Ostseite dieses Platzes gelegen, befand sich bereits in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts eine Gastwirtschaft, die nacheinander verschiedene Namen hatte, Unser Bild wurde im Jahre 1936 geschossen, nachdem der Gastwirt Walter Göhmann das Haus übernommen hatte und es 'Löwenbräu' genannt hatte. Vielleicht weiß der eine oder andere Helmstedter noch, daß sein Vater oder Großvater hier seinen Abendschoppen genommen hat?

31. Die Ziegel, die die Dachsteinwerke Arthur Stegmann, herstellten, waren weithin bekannt, aber das Werk selbst haben wohl nur wenige unserer Eltern und Großeltern gesehen. In den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gegründet, ging es ein, weil es nicht gelang, den verlorenen Absatz im Osten durch Gewinnung neuer Kunden zurückzugewinnen. Das Werk - hier eine Zeichnung aus dem Jahre 1921 - stellte vor allem Dachziegel in Form der Biberschwänze her und nannte sie auch so, Wir können im Hintergrund den Schattenriß der Dächer der Stadt erahnen, rechts auch die Höhen des Elms. Da die Gebäude hinter dem Güterbahnhof am Alten Büddenstedter Weg auf Kohle standen, mußten sie infolge des Fortschreitens des Abbaus der Kohle abgerissen werden.

32. Nicht gerade ästhätisch, aber zweckmäßig erschienen unseren Eltern und Großeltern diese Gebäude; es sind die Wohn- und Bürohäuser der alten Gasanstalt am Harslebertor, die Betriebshallen lagen dahinter. Diese Bauten, 1929 aufgenommen, der alte Schlauchturm der Feuerwehr, und der danebenliegende Jürgenhof bestehen nicht mehr; sie sind abgebrochen, die Gasanstalt wurde an den Mühlgraben verlegt, auf dem Gelände des ehemaligen Jürgenhofs entstand das Geschäftshaus der Firma Bettenrust. Interessant ist das Glashäuschen im Mittelgrund, eine Telefonzelle, üblich in den dreißiger Jahren.

33. 'Helmstedter Beste.' So hieß die Margarine, die in der Fabrik am Magdeburger Tor hergestellt wurde. Im Jahre 1910 gründete Herr Held aus Schkeuditz bei Leipzig diese Fabrik auf dem Gelände der ehemaligen Eisenhütte. Das Ende des Zweiten Weltkriegs hat diese Fabrik aber nur wenige Jahre überlebt. Bis zuletzt ein Familienunternehmen, konnte sie sich der Konzentration eines großen Trusts nicht entziehen und mußte ihre Tore schlieBen. Unser Bild zeigt die Fabrikationsgebäude aus der Zeit um 1925.

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34. Die Kammgarnspinnerei Hampe - hier im Bild einige der Betriebsgebäude - entstand 1787 aus kleinen Anfängen und hatte sich bis zu ihrer Aussiedlung in das Industriegebiet arn nördlichen Stadtrand über drei Straßen hin ausgebreitet. Um rationell arbeiten zu können, wurden Teile der Werksgebäude durch eine geschlossene Fußgängerbrücke über die Bötticherstraße verbunden. Bald nach der Umsiedlung des Betriebs auf die grüne Wiese wurde die Firma aufgelöst. Anstelle des alten Werks in der Innenstadt entstand eine zwar moderne, aber anheimelnde und städtebaulich sehr gut gelungene Wohnsiedlung.

35. Im Jahre 1926 - damals entstand unser Bild - sah dieses Haus noch ganz stattlich aus. Hier kauften unsere Großeltern ihre Möbel. Die Firma lieferte ganze Zimmer mit allem Zubehör. Große Bilder mit röhrenden Hirchen und der künstlichen Palme fehlten nicht. Die Gebrüder Fischer an der Schuhstraße (das Grundstück geht hin bis zur Collegienstraße ) machte das möglich. Seit einigen Jahren steht das Haus unbewohnt da, es verfällt und ist bereits eine Ruine.

36. Zur Zeit unserer Großeltern sah diese Häuserreihe an der Neumärker Straße zwischen Markt (rechts im Bild) und Collegienstraße noch nicht so imposant aus wie hier im Bild. Um die Jahrhundertwende war Eigentümer des Eckhauses der Färbermeister Lindenberg, im Nebenhaus befand sich die Geschäftsstelle der Leihhausanstalt, Vorgängerin der Norddeutschen Landesbank, in dem schmalen Haus konnten unsere Großeltern beim Kaufmann Friedrich Buwitt Textilien einkaufen; das letzte Haus in der Reihe war das Hotel 'Germania' . Carl Karutz kam 1910 van Berlin nach Helmstedt, ließ die beiden Häuser Nr. 2 und 3 niederreißen und richtete in dem Neubau ein Modegeschäft für Damen und Herren ein. Unser Bild ist ein Symbol für die Werbung der Zeit: man ließ sein 'Etablissement' möglichst in die Länge und Breite zeichnerisch darstellen.

37. Auch dieses Werk mußte wegen des verringerten Absatzes seiner Erzeugnisse seine Pforten schließen, allerdings erst verhältnismäßig spät, im Jahre 1975. Es sind die Ziegelwerke Heinrich Lehrmann in Emmerstedt, hart an der Helmstedter Germarkungsgrenze gelegen, mit Gleisanschluß an den unmittelbar benachbarten Bahnhof Emmerstedt. Im Jahre 1892 in Helmstedt gegründet, wurde es dann nach Emmerstedt verlegt und kam in den Besitz der Farnilie Lehrmann, dessen Mitglied Heinrich Lehrmann Grundstück und Gebäude heute noch besitzt. Hier sehen wir die ausgedehnten Fabrikanlagen im Jahre 1927. Der Hintergrund läßt uns die Dächer der Stadt Helmstedt erahnen.

38. Im Jahre 1926 wurde das alte Gaswerk am Harslebertor stillgelegt. Die neue Gasanstalt war weit vor den Toren der Stadt am Mühlgraben aufgebaut worden; ringsum waren Äcker und Wiesen, und das sollte noch einige Jahre so bleiben. Aber auch die Lebensuhr dieses Werks war bald abgelaufen. Vor einigen Jahren wurde die Eigenerzeugung von Gas aufgegeben, Erdgas strömte in die Verbraucherleitungen, wobei das Gaswerk nur noch als Verteiler arbeitet. Im Bild von 1930 sehen wir den alten Gasometer und den langen Schornstein; es ist schon wieder Vergangenheit.

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