Helmstedt in alten Ansichten Band 3

Helmstedt in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Robert Schaper
Gemeente
:   Helmstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4836-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Helmstedt in alten Ansichten Band 3'

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39. Im Jahre 1868 war es noch etwas Besonderes, das Gas, das in der stadteigenen Gasanstalt am Harslebertor aus Steinkohle hergestellt wurde. Die Straßenlaternen in der Stadt wurden bald mit Gasglühstrümpfen versehen, um das Gas statt bisher Erdöl (Petroleum) als Brennstoff verwenden zu können. Hier sehen wir das Eingangstor zur Gasanstalt am Harsleberror im Jahr 1936.

40. Noch ist der Ziegelberg (unsere Aufnahme aus dem Jahre 1929) nicht erschlossen und nicht bebaut. Noch stehen (im Mittelgrund zu sehen) die Gebäude des 'Helenenhofs', eines Obstgutes, das als Staatsgut dem Land Braunschweig gehörte und den Landwirtschaftlichen Lehranstalten als Mustergut zugeteilt war. Als die Auflösung der Schule vorauszusehen war, verkaufte der Staat dieses 9 ha große Gut an die Stadt Helmstedt, die es verpachtete. Letzter Pächter war der manchem Helmstedter noch bekannte Alexander Hartwieg, von dem unsere Eltern gern ihre Eier bezogen, da Hartwieg vor allem Hühnerzucht betrieb. Mit der Bebauung des Ziegelbergs wurde der 'Helenenhof aufgegeben.

41. Die Helmstedter Glashütte (hier ein Bild aus dem Jahre 1929), wurde bald nach 1920 gegründet, stellte aber schon 1927 ihren Betrieb wieder ein, Die tschechischen Besitzer sahen das Werk als nicht lukrativ genug an. Im Jahre 1939 standen die Gebäude zum Verkauf, aber es fand sich kein Interessent, der die Glasfertigung wieder aufnehmen wollte. Jetzt benutzt die Firma Linke in Emmerstedt einige Hallen zur Lagerung von Trockenpflanzen. Der Direktor Langer der Glashütte war ein bekannter Mann in Helmstedt.

42. Den Ton für die 'Biberschwänze' genarmten Dachziegel gruben die Dachsteinwerke Arthur Stegmann auf dem Ziegelberg, der davon auch seinen Namen bekam. Zu diesem Zweck hatte das Werk dort auch eine Verladerampe, die wir hier in einem Bild aus dem Jahre 1930 zeigen. Im Hintergrund sehen wir die ersten Kleinsiedlungshäuser an der Marientaler Straße, die seit 1929 erbaut wurden.

43. So baumlos sahen unsere Eltern die Kirche St. Stephani, die Kirche auf dem Berg. Seit dem Neubau im 12. bis 14. Jahrhundert ist sie ohne Turm und hat sich auch im übrigen in ihrer gotischen Bauart nicht verändert. Damals konnte man von der Kirchstraße ohne weiteres bis zu dem (im Bild links) Erbbegräbnis der Familien von Rautenkron und Bockein sehen. In den letzten Jahrzehnten ist vor der Kirche so etwas wie ein kleiner Park entstanden.

44. Wer von den in Helmstedt heute noch lebenden Bürgern hat dieses Kunstwerk (vermutlich) aus dem 12. Jahrhundert wirklich schon einmal gesehen? Unsere Eltern konnten es noch in den zwanziger Jahren an der nördlichen Eingangstür zur Kirche St. Stephani betrachten, und manche haben es auch bewundert. Es ist ein Türklopfer aus Bronze - eine Teufelfratze zur Abwehr des Bösen? Heute ziert er die Sakristeitür innerhalb der Kirche.

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45. Kloster und Kirche St. Marienberg, im Westteil der Stadt gelegen, im 12. Jahrhundert, dem Jahrhundert der Marienverehrung, gegründet und erbaut, hat sich seit 1898 - in diesem Jahr wurden die Bilder hier zusammengestellt - nur wenig geändert. Die alten Gebäude stellen eine fast rein romanische Einheit dar. Das Kruzifix im Friedhof der Konventualinnen ist wegen Baufälligkeit abgenommen, und die Gitter um das letzte noch vorhandene Grab auf dem Kirchhof an der Südseite der Kirche, dem Begräbnisplatz, haben, dem neuen Denken entsprechend, ebenso verschwinden müssen wie die Gitter vor dem mächtigen Westwerk der Kirche. Wir sind eben mündige Bürger geworden, die der Absperrung, wogegen sie auch immer sein mag, nicht mehr bedürfen.

46. So sah es im Jahre 1910 im Innem der bewohnten Klosterräume von St. Marienberg aus, Nach dem Verfall des 'Jungfrauenstifts' und der Neuordnung im Jahre 1868 mußte auch die Inneneinrichtung neu beschafft werden, und das geschah im Sinne der Zeit. Neugotisch hieB damals das Modewort, und wenn man heute die Räume betritt, fühlt man sich in eine ganz andere Zeit versetzt, Damals, 1868, bezog das Kloster als einer der ersten Abnehmer Gas aus der gerade gegründeten Gasanstalt für die Leuchten.

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Eudçeri

47. Die ehemalige Klosterkirche St. Ludgeri, seit der Aufhebung des Klosters im Jahre 1902 Pfarrkirche der Helmstedter katholischen Gemeinde, hat sich in ihrem Äußern bis zum Jahre 1942 kaum geändert. Im Juni dieses Jahres wird die Kirche durch Feuer, dessen Ursache vermutlich Brandstiftung war, zum Teil zerstört. Vorher - unser Bild zeigt das Innere der Kirche im Jahre 1903 - bot der Kirchenraum mit Bliek auf den Altar diesen Anblick.

48. Das Kloster St. Ludgeri wurde 1802 vom Staat, dem Herzogtum Braunschweig, eingezogen und, mit Ausnahme der Kirche, in eine Domäne verwandelt. Unmittelbar an die Kirche (links im Bild) schließt sich das Hauptwohngebäude des Klosters an, das 1802-1970 der Domäne als Herrenhaus diente. Der übrige Teil des Bildes zeigt den Wirtschaftshof der Domäne mit dem Taubenhaus im Schatten zweier mächtiger Kastanien, im Hintergrund ragt der Schornstein der Branntweinbrennerei auf. Bäume und Brennerei sind verschwunden, die Klostergebäude hat das Bistum Halberstadt als Eigentum bekommen, und zu beiden Seiten des Taubenturms führt eine breite Straße als Teil des Stadtrings herum, heute eine der meist befahrenen Straßen Helmstedts.

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