Helmstedt in alten Ansichten Band 3

Helmstedt in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Robert Schaper
Gemeente
:   Helmstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4836-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Helmstedt in alten Ansichten Band 3'

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49. Nach fast zwei Jahrhunderten mußte die Helmstedter Schützenbrüderschaft ihr 'Vereinsheim' , den 'Schützenhof am Schützenwall verlassen. Der Schützenwall, noch nicht als 'Promenade' ausgebaut, war ihr Betätigungsfeld. Als aber die 'Frau Professorin' Meneken in ihrem dort befindlichen Garten angeschossen worden war, wurde ihnen das Schießen dort 'magistratsseitig' verboten. So bauten sie sich auf der Masch ein neuer Heim, das wir hier im Bild von 1870 sehen.

50. Nachdem durch einen unglückliche Schuß eines Schützenbruders die Frau 'Hofrätin' Menkken, Urgroßmutter des Reichskanzlers Otto von Bismarck, in ihrem Garten am Schützenwall verletzt worden war, mußte sich die Schützenbrüderschaft einen anderen Schießstand suchen. Sie erstand ein größeres Gelände am Hafermühlenteich und baute dort auch ein neues 'Schützenhaus'; unser Bild zeigt das neue Haus an der Masch aus der Zeit um 1925.

51. Nicht zwei kämpfende Hirsche - wie in Riddagshausen bei Braunschweig - wurden in Helmstedt aufgestellt, sondern ein stolzer Hirsch, der von hohem Postament aus weit in die Welt schaute. So sehen ihn die Helmstedter seit 1939 vor dem Schützenhaus an der Masch. Aber sein Bliek ist eingeengt. Links der Straße sind seit 1954 zehn neue Straßen mit ganzen Reihen von Wohnhäusern entstanden. Es ist die Maschsiedlung, die die Autobahn Berlin-Hannover durch die Maschtalbriicke (im Hintergrund) über den Maschweg führt.

52. Das Juleum, Hauptgebäude der ehemaligen Helmstedter Universität (1576-1810), hat sich in seinem Aussehen seit seiner Erbauung kaum verändert. Aber der Vorhof dieses altehrwürdigen Gebäudes hat mancherlei Wandlung erfahren. Unsere Großeltern konnten sich hier eines kleinen Parks erfreuen. Aber um in den Pausenhof des gegenüberliegenden Gymnasiums zu kommen, mußten sie erst ein Eisengitter durchschreiten. Heute ist der Juleumshof wieder einmal in der Umstellung begriffen.

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53. Das ist das Lehrerkollegium der Landwirtschaftlichen Lehranstalten im Jahre 1919. Die Herren mit Manschetten, Kragen und Krawatten, noch nicht angekränkelt von der neuen Zeit. Mit ihnen haben unsere Großeltern Freundschaft gepflogen, zu ihnen sind unsere Eltern in die Schule gegangen. Alle haben das Zeitliche gesegnet, manche haben Nachkommen in Helmstedt, einige leben noch im Gedächtnis der Älteren von uns.

54. Siegfried Siebers, ein Mensch wie Du und ich, und doch ein Mensch besonderer Art. Geboren 1882 in Braunschweig, kam er nach dem Studium auch an außerdeutschen Universitäten als Lehrer (Studienrat) an die Landwirtschaftlichen Lehranstalten nach Helmstedt, und hier entfaltete er bald eine weitreichende Tätigkeit neben seinem Beruf zum Wohl der Stadt Helmstedt und seiner Bürger. Er wurde Leiter der ehemaligen Universitätsbibliothek und der städtischen Volksbücherei und war Entdecker des Pfingstberges als ehemalige vorgeschichtliche Siedlung. Er gründete das Heimatmuseum, außerdem wurde er Vorsitzender mehrerer Vereine. Aber trotz aller Ehren blieb er ein Mensch ohne Hochmut, freundlich und liebenswert. Er starb 1968.

55. Dies ist ein typisches Bild einer Gemeinschaft von (hier: jungen) Leuten aus der Zeit der Jahrhundertwende, mit Stehkragen, Manschetten und Bändern in der Farbe ihres Verbandes. Hier stellt sich der Jahrgang 1898 des 'Herzoglichen Lehrerseminars' zu Wolfenbüttel zur Schau, von denen einige Seminaristen später an den Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Helmstedt gelehrt haben: August Bergmann (vierter in der oberen Reihe) war Lehrer, Robert (Kantor) Grieß und Ludwig Herfurth (1. und 2. in der unteren Reihe) waren Musiklehrer, und Friedrich Sievers (dritter in der mittleren Reihe) nach einem Studium des höheren Lehramts an verschiedenen Universitäten trat als wissenschaftlicher Lehrer in das Kollegium ein.

56. Daß Helmstedt heute noch sein Theater hat, draußen, im Brunnental, unter rauschenden Wipfeln des Lappwaldes, verdanken wir diesem Mann: Max Herbst. Er kam 1919 aus Kalberlah, kaufte die Gaststätte 'Gesundbrunnen' mit Hotel und Theater, ließ den alten 'Schafstall', wie die Helmstedter das alte Theatergebäude liebevoll nannten, abreißen und 1924 einen neuen Musentempel erstehen, der heute noch seiner Bestimmung dient. Das wirtschaftliche Auf und Nieder bestand der Brunnenwirt Max Herbst, bis er den gesamten Gesundbrunnen-Komplex im Jahre 1953 der Stadt Helmstedt gegen eine Leibrente übereignete. Er starb 1956.

57. ' ... das Auge des Gesetzes wacht!' Dieses Auge war zu Großvaters Zeiten die städtische Polizei; vor dem Ersten Weltkrieg schritt der Wachtmeister mit Pickelhaube und langem Säbel durch die Straßen und ließ die Kinder fürchten, danach war es für kurze Zeit die Sipo, die Sicherheitspolizei, die für Ruhe und Ordnung in den Straßen sorgte, und dann kam der Schupo, der Schutzpolizist, der nicht nur darauf achtete, daß die Kinder auf der Straße nicht Fußball spielten, sondern auch die braven Bürger verwarnte, wenn sie nicht zur festgesetzten Zeit ihre Läden schlossen. Hier sehen wir Herrn Hansch im Jahre 1923 in der Uniform der Polizei. Lange Jahre war er 'das Auge des Gesetzes' in Helmstedt.

58. Dies ist kein Kriegsbild, auch kein Manöver, aber doch Ernst. Im Jahr 1919 wollte die kommunistische Regierung in Braunschweig sich nicht den Reichsbehörden unterordnen, und so wurde das Landesjägerkorps unter dem Befehl des Majors Märker eingesetzt, um wieder Ruhe und Ordnung herzustellen. In Helmstedt machte das Korps Halt, um hier dieselbe Aufgabe durchzuführen. Hier sehen wir eine Maschinengewehr-Abteilung vor dem Bahnhof angetreten.

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