Helmstedt in alten Ansichten Band 3

Helmstedt in alten Ansichten Band 3

Auteur
:   Robert Schaper
Gemeente
:   Helmstedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4836-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Helmstedt in alten Ansichten Band 3'

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69. Ob unsere Großeltern auch, wenn sie, ausruhend von des Tages Mühen und Plagen, hier am Teich saßen oder um ihn herum spazieren gingen, an Mörikes 'Geister am Mummelsee' dachten, eingefangen vom Rauschen der Bäume und der Ruhe des Wassers: 'Die Wasser, wie lieblich sie brennen und glühn!' Hier hat sich kaum etwas verändert seit sieben Jahrzehnten, nur die Geisteshaltung der Menschen ist eine andere geworden - realistischer? Heute 'glüht' wohl keinem Menschen das Wasser mehr - ist das nicht schade?

'Ba a 1{efmjleJf. 'Brunnen.

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70. Wir stehen an einem Sommertag des Jahres 1926 auf der Beendorfer Chaussee im Brunnenta! und schauen zu der Anhöhe hinauf, auf der sich schon seit dem Ende des 18. Jahrhunderts die Gaststätte 'Gesundbrunnen' erhebt, und zwar (von links) die Bierstube, der Musikpavillon, das Restaurant, und dazwischen ist der Kaffeegarten eingerichtet worden. Diese Gebäude sind in den fünfziger Jahren abgerissen, stehen geblieben ist nur das Gebäude am rechten Bildrand, das als modernes Hotel mit Restaurant und Schwimmbad einen guten Ruf genießt.

71. Dieses Ausflugslokal, 'Waldesruh' , am Beginn des Brunnentals unmittelbar hinter der Autobahnüberführung 'Brunnentalbrücke' gelegen, war für unsere Eltern ein gern aufgesuchtes Ziel nach einem Spaziergang im Lappwald. Bald nach dem Jahre 1920 erbaut, hatte es immer guten Zuspruch, der dann in den siebziger Jahren, aus welchem Grund auch immer, nachließ, so daß sich kein Gastronom mehr fand, der diese Gaststätte bewirtschaften wollte. So stand das Haus ein Jahrzehnt leer, und da sich der Besitzer trotz mehrfacher Mahnung nicht um das Anwesen kümmerte, lieB es die Stadtverwaltung im letzten Jahr abreißen. Jetzt ist die Stelle schon wieder vom Wald überwuchert.

72. Der Pluderbusch, eine idyllische Stelle im Lappwald - hier im Jahre 1927 - ist heute mit hohen, alten Bäumen bestanden. Er beginnt an der Stelle der Brunnenchaussee, wo diese einen kleinen Buckel bildet, wenige hundert Meter vor dem 'Quellenhof . Die Fama weiß von der Entstehung dieses Hügels zu erzählen: Die Herren, wohlgesetzte Familienväter zumeist, hätten sich bei der Ankunft auf dem Helmstedter Bahnhof eine Zigarre angezündet, die beim Pluderbusch nur noch ein Stummel gewesen wäre, und sie hätten diesen dann weggeworfen, wodurch im Laufe der Jahre eben dieser Hügel, der Zigarrenberg, entstanden wäre. Wer's glaubt, wird selig.

73. Diese Ansichtskarte ist ein Beispiel dafür, wie vor hundert Jahren geworben wurde. Was von den angebotenen Annehmlichkeiten unsere Großeltern am meisten interessierte, mag dahingestellt sein. Für uns ist die angepriesene Nähe der Bahn weniger wichtig, denn die Reisenden benutzen heute eigene Fortbewegungs-Vehikel. Sie finden auch damit noch immer das 'Hotel Petzold' an der Schöninger Straße.

Kriegswahrzeichen

genagelt zum Besten des Jugenddanks für Kriegsbeschädigte

von der Landw. Schule Marienberg mit Realabteilung zu Helmstedt

74. Im letzten Kriegsjahr 1918 - wir sprechen hier vom Ersten Weltkrieg - wurde es üblich, auf Holzplatten gezeichnete Embleme durch das Einselilagen von verschiedenfarbigen Nägeln 'auszumalen'. Jeder Nagel kostete - je nach der Farbe des Nagels - einen bestimmten Betrag. Die so 'vernagelte' Summe wurde sozialen Zwekken zugeführt. Wie aus obiger Karte zu ersehen ist, haben Lehrer und Schüler der Landwirtschaftlichen Lehranstalten einen Adler in den Reichsfarben und den österreichischen Farben genagelt. Ob sich noch ein Leser dieser Aktion erinnert?

75. Der Renaissancebau des Juleums, hier mit Verzierungen im Jugendstil dargestellt, war das Symbol des Helmstedter Universitätsbundes. Dieser Bund wurde im Jahre 1911 gegründet und hatte das Ziel, Helmstedt wieder in die Reihe der Universitätsstädte einzureihen. Im Jahre 1934 wurde der Verein aufgelöst, ohne das Ziel erreicht zu haben. Vielleicht gibt es in der einen oder anderen Helmstedter Familie noch eine solche Mitgliedskarte?

76. Oben: Die Lübbensteine auf dem St.vAnnen-Berg westlich vor der Stadt sind zwei verfallene Großsteingräber der jüngeren Steinzeit: hier der Zustand des nördlichen Grabes, wie ihn unsere Großeltern im Jahre 1925 sahen, bevor es 1938 wieder in seinen (angeblich) ursprünglichen Zustand versetzt wurde; bis dahin mußten einzelne Steine gestützt werden, um sie vor dem Umfallen zu bewahren.

Unten: Unser Bild aus dem Jahre 1938 zeigt die Arbeit an der Wiederherstellung des nördlichen Großsteingrabes auf dem St.-Annen-Berg, das Jungsteinzeitleute vor fast 3000 Jahren errichtet hatten. Nachdem Professor Hofmeister von der Technischen Hochschule Braunschweig zu der Erkenntnis gekommen war, daß die Reste dieses Grabes genügten, um es wieder aufzubauen, machte er sich mit einigen Studenten ans Werk, das dann auch bald vollendet wurde. Ob sich ein Leser diese Arbeiten damals angesehen hat?

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