Hengersberg in alten Ansichten Band 1

Hengersberg in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Georg Loibl
Gemeente
:   Hengersberg
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2743-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hengersberg in alten Ansichten Band 1'

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19. Diese Postkarte zeigt zwei Bilder mit verschiedenen Ansichten. Das größere Foto stellt die Mangstraße dar. In dem kleinen Bild links ist der Weg zum Frauenberg mit der Altane zu sehen. Die Altane war eine aus Balken und Brettern gezimmerte hohe Terrasse am Fuß des Frauenbergs, an der Stelle, wo später die Früchteverwertung Bayernwald ihren Betrieb hatte, der sich jetzt in der Schwanenkirchener Straße befindet. Im Sommer konnte man auf der Altane bei einer frischen Maß Bier in luftiger Höhe die schöne Aussicht genießen. Die Altane gehörte zum Gasthaus Muckenthaler, das die Hengersberger 'beim Dampf' nannten. Der Gastwirt Muckenthaler drusch mit seinem von einer Dampfmaschine angetriebenen Dreschwagen den Bauern der Umgebung das Getreide, darum nannte man ihn kurz und bündig 'den Dampf'! Es wurde allgemein bedauert, als die Altane in den dreißiger Jahren unseres Jahrhunderts abgerissen wurde.

20. Wer weiß heute noch, daß im Haus von Frau Maria Gerl früher eine Schmiede war? An der rechten Seite des Hauses ist die überdachte Schmiedbruck zu sehen. Der Schmiedemeister Josef Aufschläger steht mit seiner Gattin vor der Haustüre, von 1904-1919 war er Bürgermeister. Das Haus rechts daneben war die Bäckerei Stach!. Die vor einigen Jahren verstorbene Stachl Maria war die Letzte dieser alten Bürgerfamilie.

21. Idylle an der Ohe, die damals noch nicht reguliert war. In der Bildmitte die lange Front des Doppelhauses Blüml-Hartl, das 1838 erbaut wurde, und rechts davon ein kleines Häuschen, welches später der bekannte Gürtlermeister A10is Stalder bewohnte. Rechts darüber sieht man den großen Baukörper des Sommerkellers zum 'Süßen Löchl'. Auf der Terrasse des Sommerkellers saß einst der Wurmdobler Gangerl und stärkte sich nach dem erfrischenden Bad in der Ohe mit einer Maß Bier. Plötzlich klagte er über heftige Bauchschmerzen. Er bat den anwesenden Arzt, Hofrat Bauer, ihn zu untersuchen. Der Doktor stellte schmunzelnd fest, daß der zerstreute Gangerl vergessen hatte, die nasse Badehose auszuziehen. Neben dem Turm der Rohrbergkirche ragt das Windrad auf, mit dessen Hilfe man das Wasser auf den Rohrberg pumpte,

Hengersberg

22. Bliek auf Hengersberg von Süden. Dominierend die beiden Bergkirchen, dazwischen eingebettet die Häuser des Marktes. Wo der Bub steht verläuft jetzt die Trasse der Autobahn.

23. Diese Postkarte zeigt in einem flotten J ugendstil-Ornament drei kolorierte Fotos.

Oben: Bliek vom Frauenberg auf den Ort, der von der Rohrbergkirche bekrönt ist.

Im mittleren Bild links das Kreiskrankenhaus, darüber das Knabenschulhaus, dann das Mädchenschulhaus und rechts mit dem Giebel an der Traufseite der Kindergarten, damals Kinderbewahranstalt genannt, und dominierend die mächtige Front der Rohrbergkirche; sonst war der Rohrberg noch völlig unbebaut.

Unten: Innenansicht der Frauenbergkirche mit den 1864 von dem Hengersberger Bildhauer Franz Seywald geschaffenen Altären und der gleichzeitigen Kanzel.

24. Bliek vom Marktplatz in die Deggendorfer Straße. Links die Handlung des Michl Raith, ein verputzter Obergeschoßblockbau, ist längst verschwunden. Vor der Ladentür der Metzgerei Loiblliegt der große Metzgerhund, dann folgt das Gasthaus Beer und anschließend das Zimmermann Haus mit Krüppelwalmdach und Freskobild, die Krönung Mariens darstellend. Vor vielen Häusern stand damals eine Hausbank, auf die man sich gerne zu einer beschaulichen Unterhaltung niederließ.

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25. Das prächtigste Gebäude am Marktplatz ist das Handelshaus Müller-Salegg mit seiner früh-klassizistischen Stuckfassade aus dem Jahre 1794 und dem vornehmen französischen Walmdach. Max Peinkofer hat dieses Haus in seinem Roman 'Das Pandurenstüberl' verewigt.

Çruss aus J(engersberg.

26. Auf diesem Bild sind von der Mangstraße weg weite Getreidefelder zu sehen, Die Mang war früher eine Wiese, auf der die Färber das Tuch mangelten. Links im Bild ist das Austragshaus vorn Eisenhändler Müller zu erkennen, das später Postmeister Donatus FeIlerer erbte. Das nächste Gebäude ist das Anwesen der Familie Knapp und nebenan befindet sich die Glaserei Wimmer. Das kleine Häuschen bewohnte der Polizeidiener Morsack, das langgestreckte Haus mit dem Mittelgiebel war im Besitz von Josef Wiesender, Bader und Kirchenmaler. Die beiden Wiesender Fräulein erregten früher immer Aufsehen, wenn sie in ihren geblümten Biedermeierkleidern mit der Fronleichnamsprozession gingen. Das letzte Haus in dieser Reihe bewohnte die Lehrerin Rosa Ammerer. Ganz rechts am Rand ist das Haus vorn Sattler Brebeck zu erkennen und das Gebäude dahinter mit den drei Kaminen war das Gefängnis, damals Fronfeste genannt.

27. Dieses Bild zeigt den Marktbrurmen und dahinter das Müller-Salegg Haus, damals Kaufhaus Holzapfel. Rechts vor dem Haus steht noch die altertümliche Benzinzapfsäule. Das Gasthaus Streiblbräu hatte noch die feine klassizistische Stuckfassade von 1795 und die alt-deutschen Kamine. Wirtsleute waren Moni und Hans Muckentaler, genannt Onkel Hans und Tante Moni. Onkel Hans erzählte gerne von seinen Jugenderlebnissen als Fuhrmann in der Pferdespedition seines Vaters. Als er eines Tages in geselliger Runde wieder von seinen vielen Fahrten erzählte, wollte ein Zuhörer wissen wie alt er sei? 'Na ja,' sagte der Hans, 'bald werde ich 60.' Worauf der Andere meinte: 'Nach deinen Erzählungen, wie viele Jahre du überall warst, müßtest du aber mindestens 105 Jahre alt sein!'

28. Eine spätere Aufnahme zeigt die Kinder, wie sie, von zwei Englischen Fräulein begleitet, in der Fronleichnamsprozession über den Marktplatz ziehen. Dominierend das eindrucksvolle Bauer-Haus, bis 1803 Bayerisches Landgericht und Kastenamtsgebäude. Das zweite Obergeschoß bewohnte seine Gnaden der Herr Landrichter und in den Speichern darüber wurde das Zehntgetreide gelagert. Als diese Aufnahme entstand, gehörte das Haus dem Kaufmann Franz Bauer und in dem kleinen Laden auf der rechten Seite befand sich die Buchhandlung Ott.

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